Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.
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DGB Pressemitteilung 07/2020:

12. September 2020

Nach unserer spontanen, aber erfolgreichen Twitter-Aktion haben wir jetzt einen Rückblick und eine kleine Presseschau veröffentlicht. Wer den Alarm am „Warntag“ nicht mitbekommen hat, wird sicher trotzdem unseren Tweet gesehen haben – entweder auf der Titelseite der BILD-Zeitung, in der 20-Uhr-Tagesschau oder auf Twitter, von wo er eigenständig auf Instagram und Facebook überschwappte. 

 

(Stand 11:17 am 11.09.2020)

Wir freuen uns über den Zuspruch und dass wir durch diese einmalige Gelegenheit viele Menschen erreichen und auch über den katastrophalen Zustand des barrierefreien Notrufs aufklären konnten. Die Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden.

Im Folgenden eine Auswahl der Medien, welche den Tweet online erwähnten: 

Tagesschau: „In sozialen Netzwerken äußerten sich viele Nutzer verwundert darüber, dass Sirenen nicht heulten. Der Gehörlosen-Bund twitterte scherzhaft: "Also, wir haben nix gehört."‘ 

MEEDIA: „Der nach Likes und Retweets populärste Beitrag kam dabei interessanterweise vom Deutschen Gehörlosen-Bund.“ 

Merkur: „Später nutzte der Gehörlosen-Bund die gestiegene Aufmerksamkeit und wies auf das Fehlen einer barrierefreien Lösung für Notruf und Katastrophenschutz für Gehörlose hin. Die versprochene App-Lösung sei nach wie vor nicht in Sicht, so der Verein auf Twitter.“

tz: „Viele Münchner wundern sich – Gehörlosen-Bund reagiert mit sarkastischem Tweet“

WELT: „Ich schäme mich fremd für das Land der Ingenieure“

Stern: „Deutscher Gehörlosen-Bund mit humorvollem Tweet zum Warntag“

Twitterperlen-Hitliste zum Warntag: außer Konkurrenz gelistet – mit mehr als den zehnfachen Likes der anderen Beiträge in der Liste

Heise.de: „Teilweise sei es aber auch zu einer Überlastung des modularen Warnsystems gekommen. Das hat zu Verzögerungen bei der Auslösung geführt. Bei manchen Nutzern hat NINA einfach gar keine Meldung gesendet, andere sahen den Hinweis, wenn sie die App geöffnet haben“

Focus Online: „Der deutsche Gehörlosen-Bund kommentierte den Warntag mit ‚Also, wir haben nix gehört‘“ 

Frankfurter Rundschau: „Der Warntag wird zum Flop“

Der Kommunikations- und PR-Trainer Frank Behrendt auf Twitter: „Wer immer da […] beim @gehoerlosenbund diesen Tweet verfasst hat: MEGA! So smart kann intelligente Kommunikation in einem Satz sein!“ 

In der Süddeutschen Zeitung zwar ohne Erwähnung, aber mit interessanten Hintergründen zum Warnsystem in anderen Ländern: „Andere Staaten nutzen im Katastrophenfall sogenannte Cell-Broadcast-Systeme, mit denen allen Menschen innerhalb einer Funkzelle eine Nachricht aufs Handy geschickt werden kann - zum Beispiel bei einem drohenden Tsunami in manchen Teilen der Welt. Der Staat sendet also direkt über die Mobilfunksysteme. Dazu muss das Handy auch keine Internetverbindung haben, auf die die App angewiesen ist.“


DGB-Bericht 05/2020: Gespräch mit dem Bundespräsidenten

04. September 2020

Am 27. August wurden wir vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender zu einem Gespräch in das Schloss Bellevue eingeladen. Anlass war die mangelnde Berichterstattung über den Tag der Gebärdensprachen am 23.09.2019, wegen der wir uns an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gewandt hatten. Das Gespräch verlief sehr gut, den ausführlichen Bericht gibt es hier zu lesen: Link

Bildbeschreibung: Neun Menschen sitzen um eine rechteckige Konferenztischanordnung herum, hinten in der Mitte sind Helmut Vogel und Daniel Büter, links und rechts von ihnen Hannelore Loskill und Rolf Flathmann. Vorne zwei Dolmetscherinnen mit dem Rücken zur Kamera. Rechts sitzt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender. 

Bildquelle: © Bundesregierung / Sandra Steins

 


Prof. Dr. Christian Rathmann ist 50 Jahre alt geworden!

03. September 2020

Dr. Christian Rathmann, der erste gehörlose Hochschul-Professor der Nachkriegszeit in Deutschland, ist heute 50 Jahre alt geworden! Der gebürtige Jenaer machte allen Widerständen zum Trotz an der lautsprachlich orientierten Margarete-von-Witzleben-Schule in Berlin sein Abitur, studierte in Hamburg und machte in den USA seinen Abschluss. An der University of Texas in Austin schrieb er dann seine Doktorarbeit zum Thema Eventstruktur in der Amerikanischen Gebärdensprache. Danach arbeitete er als Hochschullehrer in verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten, bevor er nach England ging und dort in Bristol unterrichtete. 2008 wurde er in Hamburg am Institut für Deutsche Gebärdensprache (IDGS) zum Professor berufen. Das Korpus-Projekt, das er dort leitete, ist nach wie vor eines der Leuchtturmprojekte der Gebärdensprachlinguistik. Durch die unter seiner Führung für gehörlose Menschen konzipierten weiterbildenden Studiengänge Gebärdensprachdolmetschen und Gebärdensprachlehre, welche das IDGS zusammen mit der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) anbot, leistete er einen wichtigen Beitrag zum Empowerment tauber Menschen: taube Dolmetscher/-innen sind aus dem öffentlichen Bild nicht mehr wegzudenken. Überhaupt wäre die Etablierung des Berufsbildes ohne Christians Wirken nicht denkbar.  

Seit 2017 leitet er den Studiengang Deaf Studies/Gebärdensprachdolmetschen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Einfluss ist beeindruckend: Die Gebärdensprache ist nicht nur trockener Forschungsgegenstand, sondern durchdringt wie Christians Arbeit alle Lebensbereiche. Er ist ein Mann, der mit seinem persönlichen Einsatz für die Erforschung der Gebärdensprache und der bilingual-bimodalen Erziehung tiefe Eindrücke hinterlässt. Die Zwei- und Mehrsprachigkeit ist eines der Kernthemen seiner Arbeit, wie auch der Einsatz für die Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache als Minderheitensprache.

Wir freuen uns neben Christians Engagement für die Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft und die Sprachforschung sehr über seine tatkräftige Unterstützung, die weit über die Leitung der Arbeitsgruppe Minderheitensprachen beim DGB und die Leitung des Fachausschusses Bildung bei der Deutschen Gesellschaft für Hörbehinderte – Selbsthilfe und Fachverbände e. V. hinaus geht! Wir hoffen, dass er und sein Elan uns noch lange erhalten bleiben. Danke dir, Christian! 

Alles Gute zum Geburtstag, viel Gesundheit und viel Glück wünschen dir das Präsidium und die Geschäftsstelle des Deutschen Gehörlosen-Bunds.

 

Ein spannender Beitrag von Sehen Statt Hören über Prof. Dr. Rathmanns Arbeit (Stand 02.03.2017), anlässlich seiner Berufung nach Berlin, kann hier angesehen werden.


Wir gratulieren unserem 2. Vizepräsidenten zum 50. Geburtstag!

31. August 2020

Unser 2. Vizepräsident Steffen Helbing feiert heute seinen 50. Geburtstag! 

Steffen wurde 2018 in Madgeburg ins Präsidium gewählt und ist seitdem ein wichtiger Bestandteil unseres ehrenamtlichen Teams. Dabei kann er auf viel Erfahrung sowohl im Ehrenamt als auch in der Politik zurückblicken: Seit 1997 ist er 2. Vorsitzender des Zentrums für Kultur und visuelle Kommunikation e.V., 2001 trat er in den Vorstand des Landesverbands der Gehörlosen Brandenburg e.V. ein, und wurde 2013 auch dort Vorsitzender. Auf lokaler Ebene ist er im CDU-Ortsverband Brandenburger Tor/Kreisverband Berlin Mitte und global im Weltverband der Gehörlosen (WFD) als Beisitzer aktiv. Damit gab es nach 55 Jahren endlich wieder einen DGB-Vertreter im Weltverband. 


2012 trat er der CDU bei und kandidierte bereits 2017 auf dem 12. Berliner Listenplatz für die Bundestagswahl, 2019 trat er erneut an, diesmal für die Europawahl. Diese Ausdauer ist es sicher auch, was ihm hilft, regelmäßig Marathon-Wettkämpfe mit seinem Handbike zu bestreiten. 

Wir wünschen ihm alles Gute zu seinem 50. Geburtstag und vor allem viel Gesundheit und Glück!

Foto: Anton Schneid

Bildbeschreibung: Steffen Helbing erhebt seinen rechten Arm im Gespräch und schaut zur Seite.


Die 7. Kulturtage finden ein Jahr später - 2023 - statt!

25. August 2020

Auf Beschluss des Präsidiums und in Absprache mit den Ausrichtern der 7. Kulturtage in Friedrichshafen, dem Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg, wurden die Kulturtage von 2022 auf 2023 verschoben. Der Grund hierfür ist, dem Rückstau von Veranstaltungen, die in Folge der Corona-Krise verschoben werden, zu entgehen. Der ursprüngliche Zeitraum im Juni soll auch 2023 beibehalten werden. Die offizielle Pressemitteilung kann hier gelesen werden, ein Video des Kulturtage-Teams, in dem DGB-Präsident Helmut Vogel die Beweggründe erklärt, kann hier (Facebook) eingesehen werden.


Unser Präsidiumsmitglied, Dr. Ulrike Gotthardt, berichtet über den Weltkongress des WFD in Paris im Bereich "Gesundheit".

24. August 2020


Unser Referent Daniel Büter im Interview

17. August 2020

In der aktuellen Life InSight (Nr. 114) wurde unser Referent für politische Arbeit, Daniel Büter, interviewt. Dabei erzählt er neben seiner Arbeit beim DGB auch aus seinem Privatleben. Wenn Sie sich also für seinen Werdegang und seine aktuelle Tätigkeit interessieren, sind Sie hier genau richtig! Der Life InSight Verlag hat uns das Interview freundlicherweise als PDF zur Verfügung gestellt, herunterladbar hier oder wenn Sie auf das Cover unten klicken. 


Stellungnahme 07/2020: Barrierefreiheit muss zugänglich sein! Zur Novellierung des Filmfördergesetzes

14. August 2020

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat uns am 21. Juli 2020 den Referentenentwurf zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes, das am 01.01.2022 in Kraft treten soll, vorgelegt mit der Bitte um Stellungnahme. Dem Wunsch kommen wir gerne nach, da wir einen wichtigen Verbesserungsbedarf sehen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) hat bereits im Frühjahr 2019 in seiner Stellungnahme 04/2019 die Novellierung des Filmförderungsgesetzes bemängelt. Der von uns damals angemerkte Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Untertitelqualität und die Verfügbarmachung besteht nach wie vor, denn an der ungenauen Formulierung in § 47 (Barriere- freie Fassung) hat sich nichts geändert. Dort heißt es weiterhin, dass barrierefreie Fassungen von Filmen „in geeigneter Weise und in angemessenem Maße“ zugänglich gemacht werden müssen. Gleiches gilt für § 134 und § 135, die sich auf die Förderung von Umbaumaßnahmen beziehen.

In der Praxis werden die barrierefreien Fassungen derzeit nur über Zusatz-Technik wie Apps angeboten. Das mag für manche Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen eine „geeignete Weise“ sein, aber schließt alle Menschen aus, die kein Smartphone besitzen oder an der technischen Lösung keinen Gefallen finden. Die einzige für alle Gehörlosen universell einsetzbare und angenehme Lösung sind offene Untertitel auf Leinwand, wie man sie von „OmU“(Original mit Untertiteln)-Vorstellungen kennt.

Forderungen zur Änderung

Diese offenen Untertitel müssen in einer barrierefreien Fassung, welche Geräuschbeschreibungen beinhalten, verbindlich festgeschrieben werden – zum Einen in der Produktion als freischaltbare Option digitaler Filmkopien und zum Anderen in der Präsentation in Kinos:


  • wir fordern verbindliche feste Tage, an denen barrierefreie Fassungen der Filme mit auf Leinwand gezeigten Untertiteln gezeigt werden
  • wir fordern eine Einbeziehung von Untertitelvorführungen in die Definition des „barrierefreien Kinos“
  • wir fordern eine verpflichtende Übernahme barrierefreier Fassungen und Verfügbarmachung in Online-Streaming-Angeboten
 

Neben Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderung profitieren auch solche, die Deutsch als Fremdsprache lernen und Kinder, die Lesen lernen, von untertitelten Fassungen, um nur zwei wichtige Zielgruppen zu nennen.

Erst wenn ein einfacher Zugang für gehörlose und schwerhörige Kinobesucher besteht, kann von wirklich barrierefreien Fassungen die Rede sein. Eine barrierefreie Fassung, die nur existiert, aber nicht zugänglich ist, ist nämlich keine!

Die vollständige Version unserer Stellungnahme kann hier herunter geladen werden. 


Stellungnahme 06/2020 zum Vormundschafts- und Betreuungsgesetz

13. August 2020

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat uns einen Referentenentwurf für das Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vorgelegt mit der Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 10. August. Dem sind wir gerne nachgekommen, speziell mit Hinblick auf die Übernahme von Dolmetschkosten, die immer noch nicht eindeutig geregelt ist. 

Im Folgenden einige Ausschnitte aus unserer Stellungnahme: 

[...] Der vorgelegte Gesetzesentwurf eines Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts betrifft auch taube und hörbehinderte Menschen. Denn es gibt auch taube Menschen, welche aus den verschiedensten Gründen unter gesetzlicher Betreuung nach § 1896 BGB stehen oder sie selbst für taube oder hörende Angehörige, Freunde oder andere Betroffene als hauptberufliche oder ehrenamtliche rechtliche Betreuer tätig sind. [...]

Ein gravierendes Problem in der Betreuung tauber und hörbehinderter Menschen ist die bundesweit mangelnde Verfügbarkeit von rechtlichen – insbesondere hauptberuflich tätigen – Betreuern mit guten Gebärdensprachkenntnissen. Daher haben derzeit vielfach taube und hörbehinderte Betreuungsklienten nicht die Möglichkeit, angemessen und inhaltlich vollständig mit ihrem gesetzlichen Betreuer oder Vormund zu kommunizieren. [...]

Vielfach übernehmen taube und hörbehinderte Menschen ehrenamtlich eine rechtliche Betreuung, beispielsweise für ihre Eltern, Geschwister, Freunde oder auch andere Betreute. Diese sind nicht immer taub oder hörbehindert, in zunehmender Zahl sind es auch hörende Betreute. [...]

Im Rahmen der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts sind die besonderen Bedürfnisse tauber und hörbehinderter Menschen bei der Kommunikation zur Vermeidung von Nachteilen im Rahmen von rechtlichen Betreuungen zwingend zu berücksichtigen. Hierzu fordert der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. die Verankerung einer Regelung der staatlichen Kostenübernahme für den Einsatz von Dolmetschern für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch sowie anderen Kommunikationshilfen in verschiedenen Betreuungskontexten im vorgelegten Gesetzentwurf. [...]


Die komplette Stellungnahme kann hier eingesehen werden. 


DGB-Bericht 04/2020 veröffentlicht: Zusammenfassung des EUD-Berichtes zur Corona-Situation der Gehörlosen in Europa

24. Juli 2020

Der europäische Gehörlosenverband (European Union of the Deaf, EUD) hat am 10. Juli einen Bericht über die Beratungen der nationalen Gehörlosenverbände in Europa veröffentlicht. Der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) hat dieses 65-seitige englische Dokument auf deutsch zusammengefasst und in der Zusammenfassung um aktuelle Informationen zur Entwicklung in Deutschland ergänzt. Der EUD befragte die nationalen Verbände zu den folgenden Themen:

 

  • Waren offizielle Informationen der Regierung für Gehörlose zugänglich während der Ausbruchsphase der Pandemie?
  • Welche neuen Herausforderungen ergaben sich durch die Pandemie?
  • Welche Positiv- und Negativbeispiele ergaben sich dabei?
  • Welche neuen Hindernisse entstanden für Gehörlose durch COVID-19?

 Bildbeschreibung: Screenshot der Zoom-Konferenz des EUD vom 27.05.2020, von links nach rechts und von oben nach unten: EUD (Markku Jokkinen), Schweiz, Slowakei, DGB (Helmut Vogel), Belgien (Flandern), Belgien (Wallonien), Irland, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich, EUD (Daniel Büter), Frankreich

Bildbeschreibung: Screenshot der Zoom-Konferenz des EUD vom 27.05.2020, von links nach rechts und von oben nach unten: EUD (Markku Jokkinen), Schweiz, Slowakei, DGB (Helmut Vogel), Belgien (Flandern), Belgien (Wallonien), Irland, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich, EUD (Daniel Büter), Frankreich

31 nationale Verbände gaben dazu Rückmeldung. Die Zusammenfassung der wichtigsten Punkte auf Deutsch können Sie hier herunterladen.

Den englischen, 65-seitigen Original-Bericht gibt es auf der Seite der EUD hier herunterzuladen.  

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und wünschen einen schönen Sommer, passen Sie auf sich auf! 

In eigener Sache: Die DGB-Geschäftsstelle befindet sich vom 27. Juli bis 7. August in der Sommerpause.

 


Stellungnahme zum Behindertenpauschbetrag

13. Juli 2020

Am 7. Juli 2020 hat das Bundesministerium der Finanzen uns einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge zugeschickt und um eine Stellungnahme gebeten. Wir haben uns trotz der sehr knappen Abgabefrist zum 13. Juli 2020 bemüht, trotzdem eine umfassende Stellungnahme zu verfassen und diese heute verschickt.

Der Referentenentwurf sieht eine Verdoppelung der Pauschbeträge für alle Behinderungsgrade (GdB) und die Maxmialbeträge bei Vorhandensein der Merkzeichen "H" (Hilflosigkeit) und "Bl" (Blindheit) vor. Menschen mit GdB 100 können dann einen Betrag von 2.840 Euro (bisher 1.420 Euro) geltend machen, mit "H" und/oder "Bl" sogar 7.400 Euro (bisher 3.700 Euro). Der DGB begrüßt diese Änderungen grundsätzlich, weil die Beträge seit 1975 nicht mehr angehoben werden und so Kosten- und Preisentwicklungen völlig außer Acht gelassen wurden.

Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, insbesondere, dass die Merkzeichen "TBl" (Taubblindheit) und "Gl" (Gehörlosigkeit) nicht gesondert berücksichtigt werden, obwohl gerade die Gruppe der Taubblinden mit den meisten Einschränkungen zu kämpfen hat. Auch der Pauschbetrag bei einem GdB von 100, der diesen Gruppen nach dem Entwurf nun maximal zustehen würde, kann die Mehraufwendungen nicht auffangen. 

Die Stellungnahme kann in voller Länge hier heruntergeladen werden. 


Vertiefung der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit gestartet

07. Juli 2020

Soeben wurde die aktuelle Pressemitteilung 05/2020 des Deutschen Gehörlosen-Bundes veröffentlicht. Das Thema ist das neue Projekt „Nachhaltige Vertiefung der politischen Verbandsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Gehörlosen-Bundes“. Dieses hat am 1. Juli 2020 mit den beiden neuen Stellen „Referent für politische Arbeit“ und „Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit“ begonnen.

Die Stelle des Referenten für politische Arbeit übernimmt Daniel Büter. Der studierte Sonderpädagoge arbeitet bereits seit 2017 für den Deutschen Gehörlosen-Bund. Neu hinzugekommen ist als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Journalist Wille Felix Zante.

Sie können die Pressemitteilung unter diesem Link herunterladen.

Das Projekt wird für die Dauer von drei Jahren (07/2020 bis 06/2023), durch die Grundlage der Förderung der Partizipation nach § 19 BGG, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Bei weiteren Fragen können Sie den neuen Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne unter der E-Mail-Adresse w.zante@gehoerlosen-bund.de kontaktieren. Das enthaltene Foto kann auf Wunsch in etwas größerer Auflösung zugesandt werden.


Zum 75. Geburtstag von Gerlinde Gerkens am 1. Juli 2020

01. Juli 2020

Gerlinde Gerkens wurde am 1. Juli 1945 als Tochter gehörloser Eltern in Hamm/Westfalen geboren. Sie ist von Geburt an gehörlos und hat einen gehörlosen Bruder. Durch Heirat mit einem gehörlosen Mann zog sie nach Kiel um und ist Mutter eines Sohnes geworden. Lange Zeit war sie als Finanzbuchhalterin in einer Kieler Firma tätig. Aufgrund jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeiten im Gehörlosenbereich und mit Unterstützung des Sozialministeriums des Landes Schleswig-Holstein wurde sie hauptamtlich Sozialberaterin für Gehörlose in Schleswig- Holstein.

Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten übte sie von 1965 bis 1979 mehr in kleinen Selbsthilfegruppen und im Hintergrund aus. Im Jahre 1980 wurde sie stellvertretende Vorsitzende des Kieler Gehörlosenvereins und gleichzeitig in den Vorstand des Gehörlosen-Verbandes Schleswig-Holstein gewählt. Von 1986 bis 2010 fungierte sie als 1. Landesvorsitzende. Darüber hinaus gründete sie 1983 die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung Hörgeschädigter im Großraum Kiel, die sie bis 2004 als 1. Vorsitzende leitete. Im Jahr 1987 wurden im von ihr errichteten Gehörlosenzentrum die Landesdolmetscherzentrale und der Sozialdienst für Gehörlose in Schleswig-Holstein aufgebaut, die lange Zeit unter der Leitung von Gerlinde Gerkens geführt werden.

Gerlinde Gerkens wurde 1989 Mitglied im Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes. 1994 wurde sie dort Vizepräsidentin. Als Frauenbeauftragte des Deutschen Gehörlosen-Bundes mobilisierte sie die Frauenbewegung der gehörlosen Frauen in kürzester Zeit. Im Rahmen ihrer frauenpolitischen Tätigkeit arbeitete sie an der Konzeption und Gestaltung der Dokumentation „Gehörlose Frauen ́95“. Von 1999 bis 2005 wurde Gerlinde Gerkens die erste und einzige weibliche Präsidentin überhaupt in der Geschichte des DGB seit 1927.

Kennzeichnend für ihre vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten waren ihr unermüdlicher Einsatz für die gesetzliche Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache, für die reibungslose Umsetzung dieses Rechts in die Praxis und für die Chancengleichheit gehörloser Menschen auf allen Ebenen im gesellschaftlichen und politischen Leben. Seit 2005 ist Gerlinde Gerkens Ehrenpräsidentin des Deutschen Gehörlosen-Bundes.

Gerlinde Gerkens wurde für ihr Engagement mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der damalige Bundespräsident Horst Köhler verlieh ihr den Orden am 4. Oktober 2007 aus Anlass des 17. Jahrestages der Deutschen Einheit. An den 5. Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen vom Deutschen Gehörlosen-Bund in Erfurt 2012 wurde Gerlinde Gerkens mit dem Kulturpreis, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Gehörlosen-Bundes, geehrt. Somit gehört Gerlinde Gerkens zu den großartigsten Persönlichkeiten der deutschen Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund gratuliert Gerlinde Gerkens ganz herzlich zu ihrem 75. Geburtstag und wünscht ihr alles Gute und in den nächsten Lebensjahren weiterhin viel Freude mit ihren Lieben!


Die Dokumentation zur Fachtagung „Cochlea Implantat – Realitäten ohne Zwang“ ist erschienen!

04. Juni 2020

Am 28.11.2018 fand die vom Deutschen Gehörlosen-Bund e. V. organisierte Fachtagung „Cochlea Implantat – Realitäten ohne Zwang“ in Berlin statt. Nun steht die Dokumentation der Fachtagung zur Verfügung. Wir freuen uns sehr, dass die interessanten Vorträge und Beiträge dieser Tagung nun der gesamten (Fach-)Öffentlichkeit und allen Interessierten zugänglich sind! Die Dokumentation (PDF; 5,2 MB; komprimiert) steht als Download auf unserer Webseite zur Verfügung, die Druckversion können Sie ebenfalls dort (bei Übernahme der Portokosten) bestellen.

Die Dokumentation formuliert eine eindeutige Antwort: Gegen CI-Zwang und für eine bimodal-bilinguale Förderung mit Gebärdensprache zum Wohle aller Kinder mit Hörbehinderung! 

Auch im „Fall Goslar“, der ein Anlass für die Fachtagung war, gab es eine Entscheidung: Im Beschluss vom 29. Januar 2019 hat das Amtsgericht Goslar von familienrechtlichen Maßnahmen gegen hörbehinderte Eltern abgesehen, die ihr gehörloses Kind keiner Cochlea-Implantation unterziehen wollen. Das Amtsgericht sah keine ausreichenden Gründe, um eine Zwangsimplantation eines CIs richterlich anzuordnen, da das Kindeswohl nicht gefährdet sei. Ein „Zwang zum Hören“ sei mit der UN-Behindertenrechtskonvention nicht vereinbar.

Die Pressemitteilung 04/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Stellenausschreibung

26. Mai 2020

Zur Teamverstärkung sucht der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. ab dem 1. Juli 2020

eine/-n Referent/-in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Stellenausschriebung finden Sie hier.

Bewerbungsfrist: 14. Juni 2020

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung.


Online-Umfrage: „Die Sicht tauber Menschen auf automatische Übersetzungstechnologien“

12. Mai 2020

Die Abteilungen „Gebärdensprachpädagogik und Audiopädagogik“ sowie „Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen“ der Humboldt-Universität zu Berlin nehmen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gehörlosen-Bund an einer europäischen Erhebung zum Thema „Übersetzungstechnologien“ teil.

Ziel ist es, die Perspektiven der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaften hinsichtlich automatischer Übersetzungen besser nachzuvollziehen.

Deshalb benötigen wir Ihre Unterstützung: Bitte nehmen Sie an der Umfrage (Deutsch und DGS) teil. Dies wird maximal 15 Minuten dauern. Die Ergebnisse der Umfrage werden für weitere Planungen in der Forschung berücksichtigt. Weiterführende Informationen können der ersten Seite der Umfrage entnommen werden. Sie können diesen Aufruf auch gerne an interessierte Personen weiterleiten. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich.

Link zur Umfrage: https://forms.gle/tfJvKhhkicU7GRDX8


Das Verwenden von Mund-Nase-Masken ohne und mit Sichtfenster erschwert die Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen. Die Möglichkeiten der Kommunikation müssen vielfältiger sein!

22. April 2020

Zum Schutz vor einer Infektion durch das Coronavirus machen inzwischen alle Bundesländer das Tragen von Mund-Nase-Masken zur Pflicht, z. B. in Bussen, Bahnen und Geschäften.
Uns haben hierzu viele Presseanfragen erreicht, z. B.: Sind Gehörlose durch Masken benachteiligt, weil sie dann nicht von den Lippen lesen können? Was bedeuten die Masken für die alltägliche Kommunikation von Gehörlosen? Auch fragen immer mehr gehörlose und stark schwerhörige Menschen nach Empfehlungen für Masken, die ihrem Kommunikationsbedürfnis entgegen kommen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. vertritt vor allem die Interessen der Gehörlosen, d. h. der gebärdensprachigen Menschen mit Hörbehinderung. Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist seit 2002 als eigenständige und vollwertige Sprache gesetzlich anerkannt.

Das „Lippenlesen“, welches eine Maske mit Sichtfenster ermöglichen sollte, spielt für Gehörlose nur eine stark untergeordnete Rolle. „Lippenlesen“ ist sehr anstrengend und führt häufig zu Missverständnissen, denn selbst unter optimalen Bedingungen sind nur etwa 30 % des Gesprochenen bzw. der Laute anhand der Lippenbewegungen des Sprechers visuell wahrnehmbar – 70 % müssen erraten werden! Viele Mundbewegungen sind sich sehr ähnlich, z. B. „Mutter“ und „Butter“ oder „aus“ und „Haus“. Vor allem in angespannten Situationen (Arztbesuch, Klinikbesuch) ist es unmöglich, allein über das Lippenlesen alles zu verstehen.

In der Praxis haben Masken mit Sichtfenster zudem den Nachteil, dass die Fenster durch die Atemluft schnell beschlagen. Dann ist der Mund ohnehin schlecht zu sehen. Alternativ hierzu werden aktuell auch immer wieder durchsichtige Voll-Gesichtsschutz-Masken angesprochen bzw. von Händlern angeboten. Auch hier ergibt sich ein störendes Beschlagen durch die Atemluft, das die Ablese Qualität deutlich herabsetzt. Mehr noch aber enthalten diese Masken u. a. PVC, das z. B. von den Verbraucherzentralen als gesundheitsschädlich eingestuft wird.

Die Mund-Nase-Masken mit Sichtschutz oder aus komplett durchsichtigem Material werden aus den genannten Gründen vom Deutschen Gehörlosen-Bund nur unter Vorbehalt empfohlen. Die Entscheidung zur Nutzung dieser nur sehr begrenzten Hilfsmittel bleibt letztlich jedem gehörlosen und hörbehinderten Menschen entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen selbst überlassen.

Bestehen bleibt die Tatsache, dass die Kommunikation für gehörlose und hörbehinderte Menschen mit einer/m Gesprächspartner/-in, der/die einen durchsichtigen oder undurchsichtigen Mund-Nase-Schutz trägt, stark erschwert ist.

Damit wollen wir aber keineswegs jenen Menschen mit Hörbehinderung widersprechen, die eine Mund-Nase-Maske mit Sichtschutz als hilfreich erachten: In der Gruppe der Menschen mit Hörbehinderung (von leichtgradig schwerhörig bis zu gehörlos) gibt es unterschiedliche, individuelle kommunikative Bedarfe, und manch eine/r profitiert stark vom Mundbild und somit womöglich auch etwas von einer Maske mit Sichtschutz. Wir können daher nur fordern: Es sollte jedes Hilfsmittel, welches Menschen mit einer Hörbehinderung bei der Kommunikation mit ihrem Umfeld unterstützt, aufgegriffen und angewandt werden. Wir vom Deutschen Gehörlosen-Bund e. V. stehen für Bilingualität, d. h. für ein Leben mit Deutscher Gebärdensprache und deutscher Sprache (in Laut- bzw. Schriftsprache). Jeder Weg zu gelingender Kommunikation wird von uns unterstützt.

Auch das Verwenden von Stift und Papier (schriftliche Kommunikation) ist eine hilfreiche und praktische Möglichkeit für die Kommunikation, weiterhin gibt es Spracherkennungsprogramme als App auf dem Smartphone, die im Alltag anwendbar sind (Deutsche Gehörlosenzeitung 04/2019, Seite 28-29 Untertitel zum Mitnehmen - Die Spracherkennung ist im Anmarsch. Aber wie gut funktionieren Smartphone-Apps, die Gespochenes in Text umwandeln? Ein Test.). Alternativ bzw. ergänzend kann bei kurzen Gesprächen das Herunterziehen des Mund-Nase-Schutzes unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln helfen.

Für essenzielle und (vor allem in Corona-Zeiten lebens-) wichtige Gespräche, etwa mit medizinischem Personal, fordern wir jedoch, dass Dolmetscher/-innen für DGS und Deutsch über den Vermittlungsdienst Tess oder über Videotelefonie bzw. Webcam, mit iPad, Smartphone oder Laptop einbezogen werden. Wenn Ärzte und Ärztinnen sowie Pflegekräfte FFP2- oder FFP3-Masken tragen, stellt sich die Frage des Sichtfensters ohnehin nicht.

Mit einer/m gebärdensprachkompetenten Gesprächspartner/in ist dagegen die Kommunikation in Gebärdensprache auch mit Schutzmaske (mit oder ohne Sichtschutz) weitestgehend möglich, weil die Gebärdensprache aus manuellen Komponenten (Handform, Handstellung, Ausführungsstelle und Bewegung) und nichtmanuellen Komponenten (Mimik, Mundbild, Mundgesten, Kopf- und Oberkörperhaltung, Blickrichtung) besteht. Über eine Distanz von zwei, fünf oder zehn Metern ist die Kommunikation per Gebärdensprache relativ problemlos möglich, selbst durch Glasscheiben oder Fenster.

Die Pressemitteilung 03/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


DGB-Film in Gebärdensprache und mit Untertiteln über Stellungnahme 01/2020

14. April 2020

Der Videofilm in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln über Stellungnahme 01/2020 "zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetztes (JVEG-Änderungsgesetz 2020)" ist nun bereitgestellt.


4. Bildungskongress verschoben auf Frühjahr 2021

14. April 2020

Aufgrund der Corona-Krise findet der 4. Bildungskongress vom 11. bis 12.09.2020 in Landshut nicht statt, der Kongress wird auf das Frühjahr 2021 verschoben.


Ostergrüße

08. April 2020

Die Bundesgeschäftsstelle bleibt vom Gründonnerstag (09.04.2020) bis einschließlich Ostermontag (14.04.2020) geschlossen.

Wir wünschen euch trotz der aktuellen Situation der Corona-Krise ein frohes Osterfest. Wir alle werden zusammen gut durch diese Zeit kommen.

Präsidium und Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Gehörlosen-Bundes


Bereitstellung von gesundheitsrelevanten Informationen zur Corona-Krise in Gebärdensprache und mit Untertiteln: zum aktuellen Stand

02. April 2020

In Bezug auf die Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) vom 06.03.2020 weisen wir auf den aktuellen Stand der Entwicklungen in der Frage der Barrierefreiheit bzw. vollen Zugänglichkeit zu gesundheitlichen Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln auf Bundesebene hin.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, fünf behindertenpolitische Sprecher/-innen der Bundestagsfraktionen, Wilfried Oellers (CDU/CSU), Angelika Glöckner (SPD), Jens Beeck (FDP), Sören Pellmann (DIE LINKE) und Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen), der Deutsche Behindertenrat und die BAG Selbsthilfe unterstützen die DGB-Stellungnahme vom 06.03.2020. Wir bedanken uns bei ihnen allen.

Wir haben fünf Anträge bei der Schlichtungsstelle des Bundes (§ 16 BGG) eingereicht. Der Rechtsanwalt Dr. Oliver Tolmein vertritt uns. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat sich mit den Bundesbehörden beraten und eine kurze Handreichung veröffentlicht, die einen schnellen Überblick über barrierefreie Formate und Informationsmöglichkeiten bietet.

Auf Grundlage des Verbots der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen durch die Träger der öffentlichen Gewalt (§ 7 BGG) haben wir einige Forderungen an das Bundeskanzleramt, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Robert Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) sowie das Auswärtige Amt (AA) gerichtet. Wir fassen sie hier zu drei Kernforderungen zusammen:

  1. Tagesaktuelle Informationen öffentlicher Stellen des Bundes über das Coronavirus bzw. die Corona-Krise müssen über Videofilme in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln auf den Websites und in den sozialen Medien zur Verfügung gestellt werden.
  2. Ein simultanes Dolmetschen für DGS und Deutsch/Englisch muss bei der Bundespressekonferenz und bei Pressekonferenzen im Bundeskanzleramt und in den Bundesministerien, besonders im BMG sowie bei nachgeordneten Behörden wie dem RKI, bereitgestellt werden, sofern diese Veranstaltungen live übertragen werden. Die Videos müssen zudem mit Untertiteln versehen werden. Auch die von der Bundeskanzlerin abgegebenen Erklärungen, die sie allein und unabhängig von Pressekonferenzen an die Bevölkerung richtet, müssen simultan und im gleichen Bild gedolmetscht werden, sodass alle Medien, die diese Erklärung verbreiten, damit auch die live gebärdete Übersetzung ausstrahlen.
  3. Direkte Kommunikation und die Erreichbarkeit von Hotlines zum Coronavirus müssen sichergestellt werden (Fax, E-Mail, Telefonnummer des BMG, Notrufnummer 110/112 und die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 über Tess oder über Videotelefonie per Webcam mit Dolmetscher/-innen für DGS und Deutsch).
 

Stellungnahme zum Referentenentwurf des JVEG-Änderungsgesetz 2020

14. März 2020

I. Einführung

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. (DGB) versteht sich als sozialpolitische, kulturelle und berufliche Interessenvertretung der Gehörlosen in Deutschland und als Dachverband für die Gehörlosen- /Gebärdensprachgemeinschaft. Insgesamt haben sich 26 Mitgliedsverbände, darunter 16 Landesverbände und 10 bundesweite Fachverbände, im Deutschen Gehörlosen-Bund zusammengeschlossen. Die Bereiche Förderung der (kommunikativen) Barrierefreiheit, Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für Menschen mit Hörbehinderung sowie Förderung der Bilingualität (Deutsche Gebärdensprache und deutsche Sprache) bilden Schwerpunktthemen der Arbeit des DGB.

Inzwischen gibt es etwa 800 taube und hörende Gebärdensprachdolmetschende in Deutschland, das macht eine/n Dolmetschende/n für 100 Gehörlose (ca. 80.000 Gehörlose in Deutschland). Daher können in vielen Bundesländern nicht flächendeckend Dolmetschende eingesetzt werden. Bei diesem Mangel Abhilfe zu schaffen und die Unterversorgung abzubauen ist ein wichtiges Ziel für den Deutschen Gehörlosen-Bund und dessen Landesverbände.

II. Zum Referentenentwurf eines JVEG-Änderungsgesetzes 2020

Gehörlose Menschen verständigen sich hauptsächlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und sind daher in Lebenssituationen, die Kommunikation erfordern, zumeist auf Dolmetschdienstleistungen angewiesen. Zu nennen ist beispielsweise der Einsatz von Dolmetschenden für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch im Bereich der Justiz, wo gehörlose Menschen in verschiedenen Rollen an den unterschiedlichsten gerichtlichen Verfahren und Verfahrensstadien beteiligt sind.

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Plakat 4. Bildungskongress des DGB

07. März 2020


Call for papers für den 4. Bildungskongress des DGB vom 11. – 12.09.2020 in Landshut

07. März 2020

Hiermit geben wir bekannt, dass ab sofort bis zum 15.4.2020 der „Call for papers“ für den vierten Bildungskongress vom 11. – 12.09.2020 in der Hochschule in Landshut unter dem Motto „Bimodal-bilinguale Bildung verstehen, erleben und voranbringen“ eröffnet ist.

Alle Interessierte aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind herzlich eingeladen, sich für einen Vortrag auf dem Kongress zu bewerben. Gerne informieren wir Sie hiermit über die Beitrags- und Bewerbungsrichtlinien.

Motto und Themenschwerpunkte des Kongresses:
Diesmal stehen die gelebte Bilingualität von gehörlosen und schwerhörigen Menschen und das Thema „bimodal-bilinguale Bildung“ in Bezug auf den Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention im Fokus. Wir wollen wissen: Wo in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz gibt es bereits gute Erfahrungen, sogenannte „Best practise“-Beispiele mit bimodal-bilingualer Bildung? Ihr Beitrag sollte sich auf dieses Motto des Kongresses und auf (mindestens) einen der folgenden Themenschwerpunkt beziehen:

  1. Frühförderung und Elternarbeit:
    Familien, die bimodal-bilingual leben oder überlegen dies zu tun, möchten wir aufzeigen, welche frühen Hilfen und welche Unterstützungsformen es gibt. Wir wollen darstellen, wie Bilingualität gut verwirklicht, selbstverständlich und unkompliziert gelebt werden kann - und das von Anfang an.
  2. Schulische Bildung:
    Bimodal-bilinguale Bildung ist eine Chance und ein Mehrwert für alle, an Förderschulen ebenso wie an allgemeinbildenden Schulen. Das wollen wir darlegen, erörtern und im Austausch weiter voranbringen.
  3. Berufliche Bildung:
    Auch im Bereich berufliche Bildung und in der Arbeitswelt muss bimodal-bilinguale Bildung ihren Platz finden. Wie und wo dies bereits geschieht, soll vorgestellt werden.
  4. Gebärdensprache / Deaf Studies:
    Aktuelle Erkenntnisse aus den verschiedenen Bereichen der Deaf Studies und der Gebärdensprachforschung sowie -lehre sollen dargelegt und die zentrale Bedeutung bimodal-bilingualer Bildung auf allen Ebenen hervorgehoben werden.
  5. Medien:
    Um Bilingualität unkompliziert umzusetzen und spielerisch in den Familienalltag und in den schulischen Alltag einzubinden, müssen Familien und Pädagogen auf qualitativ gutes und ansprechendes Material zurückgreifen können. Es besteht auch die Möglichkeit, diese Materialien auf dem parallel stattfindenden Medienpark für zwei Tage zu präsentieren. Ein gesonderter Aufruf für den „Medienpark“ folgt.
 

Fehlender Zugang zu gesundheitlichen Informationen über das Coronavirus in Gebärdensprache und mit Untertiteln

06. März 2020

Viele Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen sind derzeit wegen des Coronavirus besorgt und verunsichert. Sie stoßen durchgehend auf Barrieren, angefangen bei der Ansteckung. Ganz nach dem Vorbild der Ansteckungskette handelt es sich um eine regelrechte Barrierekette! Ein Videofilm von der Aktionsgruppe "Blitzaktion Corona" unter der Initiative von Lela Finkbeiner gibt dem Protest Ausdruck. Der Film mit dem Titel „Coronavirus – Risiken durch Ignoranz in punkto Aufklärung in Gebärdensprache“ in Deutscher Gebärdensprache und mit Ton und Untertiteln findet weite Verbreitung.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat auf seiner Website über das Coronavirus informiert und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am 04.03.2020 eine Regierungserklärung zur Bekämpfung des Coronavirus abgegeben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) klärt auf seiner Website ausführlich über COVID-19 auf. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus auf ihrer Website veröffentlicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat auf seiner Website den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ veröffentlicht. Das Auswärtige Amt (AA) stellt auf seiner Website Informationen über das Coronavirus für Reisende bereit.

All diese sehr wesentlichen Gesundheitsinformationen sind jedoch nur in deutscher Schriftsprache und deutscher Lautsprache verfügbar. Sie sind nicht barrierefrei bzw. für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen nicht zugänglich, da die deutsche Schrift- und Lautsprache für sie eine Fremdsprache ist. Dies widerspricht der Notwendigkeit, dass sie in der Lage sein müssen, rechtzeitig zugängliche Informationen in Deutscher Gebärdensprache, ihrer Muttersprache, und mit Untertiteln zu erhalten, um bestmöglich für die eigene Gesundheit zu sorgen und die Ausbreitung von Infektionen zu minimieren.

Durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0), die EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen und durch die Artikel 8, 9, 11, 21 und 25 der UN-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet, die Zugänglichkeit zu gesundheitlich relevanten Informationen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln sicherzustellen. Alle fünf Bundesbehörden (BMG, RKI, BZgA, BBK und AA) dürfen laut BGG nicht benachteiligen bzw. diskriminieren. Dies tun sie jedoch in unserem aktuellen Fall. Sie müssen sich umgehend mit der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit in Verbindung setzen und für Abhilfe sorgen.

Andere Länder, z. B. Italien, Österreich und die USA haben bereits umgesetzt, dass Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort bei Pressekonferenzen eingesetzt und live im Fernsehen bzw. Internet übertragen werden. Das sind vorbildhafte Beispiele.

Daher appelliert der Deutsche Gehörlosen-Bund an alle öffentlichen Stellen des Bundes, alle lebenswichtigen Informationen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln auf den Webseiten sowie über die sozialen Medienkanäle (Facebook, Twitter, Instagram) zur Verfügung zu stellen und alle übertragenen öffentlichen Ankündigungen, z. B. Pressekonferenzen, mit Live-Untertiteln zu versehen. Diese Informationen müssen zudem von qualifizierten Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort bereitgestellt werden.

Wir haben fünf Bundesbehörden in den letzten Tagen bereits angerufen und kontaktiert, doch stehen die konkreten Antworten zugunsten der besorgten gehörlosen Mitbürger/-innen bisher noch aus. Mit dieser Stellungnahme möchten wir auf unsere verbrieften Rechte hinweisen. Ansonsten sehen wir uns gezwungen, Anträge auf die Einleitung eines Schlichtungsverfahrens bei der Schlichtungsstelle nach § 16 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGG) einzureichen, um weitere Abhilfe zu erreichen.

Die Stellungsnahme 03/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Aufklärung Corona-Virus

05. März 2020

Dr. med. Ulrike Gotthardt
Stand: Anfang März 2020

Alle gebärden und sprechen derzeit über das Corona-Virus. Aber was muss man dazu wissen, was soll man tun? Im Internet gibt es dazu viele und auch verschiedene Informationen. Leider sind diese Informationen nur in der Schriftsprache gehalten, in der Sprachform der hörenden Menschen. Deswegen können viele gehörlose und hörbehinderte Menschen diese Informationen nicht immer gut verstehen. Auch gibt es dazu keine Videos mit Übersetzungen in die Gebärdensprache. Aus diesen Gründen hat der DGB hier noch einmal schriftlich, aber besser für gehörlose und hörbehinderte Menschen zu verstehen, wichtige Aspekte dieser Krankheit aufgeschrieben. Der DGB ist im Moment dabei, die Finanzierung und Herstellung von Videos mit Übersetzungen in die Gebärdensprache möglich zu machen.

Allgemeine Einleitung zum Corona-Virus:

Das aktuelle, neue Corona-Virus mit dem Namen 2019-nCoV wurde Ende 2019 beim Menschen bekannt. Es hat sich vom Tier auf den Menschen übertragen, es überträgt sich jetzt auch von Mensch zu Mensch. Deswegen ist noch nicht so viel darüber bekannt, z.B. über die Ansteckung und den Krankheitsverlauf. Es gibt noch keine Behandlung dafür und auch noch keine Impfung. Im Moment wird sehr intensiv danach geforscht, aber es braucht noch mindestens ein Jahr.

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Krankenhäuser sind seit 01.01.2020 nicht mehr für die Dolmetscherkosten zuständig, sondern die Krankenkassen

25. Februar 2020

Am 14.12.2019 hat der Bundestag das Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz) beschlossen, das im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 51 verkündet wurde. Dort ist in Artikel 4 „Änderung des Krankenhausentgeltgesetzes“ und Artikel 6 „Änderung der Bundespflegesatzverordnung“ festgehalten:

„Nicht zu den Krankenhausleistungen (…) gehören (…) bei der Krankenhausbehandlung von Menschen mit Hörbehinderung Leistungen der Dolmetscherassistenz zum Ausgleich der behinderungsbedingten Kommunikationsbeeinträchtigungen.“

Diese fast nebensächlich anmutende Einfügung im Rahmen der Gesetzesänderung ist für gehörlose Menschen jedoch von besonderer Wichtigkeit. Sie bedeutet einen großen Fortschritt im Hinblick auf eine gesundheitliche Versorgung, die sich den Möglichkeiten Nichtbehinderter annähert und wie sie entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention gefordert wird. Damit ist endlich ein wichtiger Schritt dahin getan, dass nicht nur eine massive Benachteiligung und ein großes Ärgernis, sondern auch eine nicht selten erfolgte gesundheitliche Gefährdung gehörloser Menschen enden kann.

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Online-Umfrage zu Fernsehen mit virtuellem Gebärdensprachdolmetscher

20. Februar 2020

Das EU-Projekt von der CONTENT4ALL hat das Ziel, ein technisches System zu entwickeln, um Barrierefreiheit und Fernsehinhalte in Gebärdensprache zu verbessern. Die Online-Umfrage zeigt, wie ein Inhalt im Fernsehbildschirm in Gebärdensprache optimal gestaltet und räumlich angeordnet werden kann.

Die Umfrage finden Sie unter http://c4all.human-factors-consult.de/

Wir bitten Sie, bei der Online-Umfrage mitzumachen bzw. diese auszufüllen. Auch bitten wir Sie, diese Umfrage an Ihre Freunde und andere Interessierte weiterzuleiten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Verabschiedung von Sandra Kühling

18. Februar 2020

Helmut Vogel und Daniel Büter haben Sandra Kühling am 31.01.2020, ihrem letzten Arbeitstag, verabschiedet. Seit dem 01.02.2020 arbeitet sie nicht mehr bei uns als Verwaltungsmitarbeiterin. Wir bedanken uns bei ihr für ihre Arbeitsleistung und die zweijährige Zusammenarbeit und wünschen ihr alles Gute für ihre berufliche Zukunft.

Foto: DGB

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Gespräch über barrierefreien Notruf am 30.01.2020

18. Februar 2020

Über den aktuellen Stand des barrierefreien Notrufes und der Notruf-App haben Andreas Muchow, Thomas Bosse und Uwe Schönfeld vom Anbieter „HandHelp“ und Steffen Helbing und Daniel Büter vom DGB-Fachteam „Notruf“ sich am 30. Januar 2020 in der Geschäftsstelle des Deutschen Gehörlosen-Bundes ausgetauscht. Der DGB hat anlässlich des Europäischen Tages des Notrufs 112 eine Pressemitteilung verfasst und diese am 11.02.2020 veröffentlicht. Zudem strebt der DGB ein Gespräch mit dem Innenministerium des Landes NRW an.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


70. Geburtstag des Sozialverbandes VdK Deutschland e. V. am 29.01.2020

18. Februar 2020

Der Sozialverband VdK Deutschland hat am 29. Januar 2020 in Berlin mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, der Sozialgerichtsbarkeit, Verbänden und Institutionen seinen 70. Geburtstag gefeiert. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hielt eine starke Rede. Die Festrede hielt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Der Sozialverband VdK hat sich vom ehemaligen Kriegsopferverband zu einem modernen Sozialverband für alle Menschen und alle Generationen entwickelt und kämpft für soziale Gerechtigkeit, gute Renten, gute Löhne, Barrierefreiheit, eine würdevolle Pflege und eine faire, bezahlbare Gesundheitsversorgung. Der 2. Vize-Präsident des DGB, Steffen Helbing, und Daniel Büter haben mitgefeiert und sind beeindruckt von der VdK-Erfolgsgeschichte.


Fotos: Sozialverband VdK

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Workshop „Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ am 24.01.2020

18. Februar 2020

Am 24. Januar 2020 fand ein Workshop mit dem Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderung – was und wie wird da geforscht?“ statt. Bei diesem Workshop wurden zwei Schwerpunkte behandelt: Einerseits ging es um kleinwüchsige Menschen im Alter und andererseits um barrierefreies Arbeiten für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Zuerst wurde zu den Rahmenbedingungen von Teilhabe und Teilhabeforschung Stellung genommen, und die beiden Begriffe Teilhabe und Partizipation wurden erklärt. Da wir im Zeitalter der Partizipation leben, erscheinen diese beiden Begriffe – Teilhabe und Partizipation – als Leitbegriffe in unserer Gesellschaft. Darunter verstehen wir das Recht aller Menschen, vor allem von Menschen mit Behinderungen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Merkmalen oder ihrer Herkunft gleichberechtigt in der Gemeinschaft zu leben und mitzubestimmen. Vor dem Hintergrund des Grundsatzes „Nichts über uns ohne uns“ ist die Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Ausgestaltung des Inklusionsprozesses essenziell und eine klare Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention. Eben dieser Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ muss auch in der Wissenschaft gelten. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht allein Objekte der Forschung bleiben, sondern sollen im Forschungsprozess selbstbestimmt als Partner/-innen handeln können. Denn die Ergebnisse dieser Forschung können konkrete Auswirkungen auf das Leben von Menschen mit Behinderungen haben. Und wenn Menschen mit Behinderungen als Expert/-innen in eigener Sache rechtzeitig und umfassend einbezogen werden, können Fehlplanungen vermieden und Kosten gesenkt werden.


Foto: DGB

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Neujahrsempfang der Evangelischen Gehörlosengemeinde am 19.01.2020

18. Februar 2020

Am Sonntag, dem 19. Januar 2020 war Steffen Helbing, der 2. Vizepräsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, zum Gottesdienst und Neujahrsempfang der Evangelischen Gehörlosengemeinde in der St.-Lukas-Kirche in Berlin (Kreuzberg) eingeladen. Viele Menschen waren vor Ort und auch viele Gehörlose besuchten den Gottesdienst. Pfarrer Krusche hielt eine beeindruckende Predigt zum Neujahrsempfang, und ein aus vier Personen bestehender Gebärdenchor trug verschiedene Gebärdenlieder vor. In der Pause war Zeit für interessante Unterhaltungen und leckere belegte Brötchen. Im Anschluss gab es einen gedolmetschten Vortrag. Darin ging es um die Frage, wie man die drei Religionen Islam, Christentum und Judentum miteinander verbinden könnte. Jede Religion verdient Respekt und die Menschen sollen friedvoll miteinander leben.


Fotos: DGB

Die Botschaft des Vortrages war: Es ist wichtig, den Menschen an sich zu sehen. Das Bild eines Menschen sollte nicht durch Vorurteile geprägt sein. Jeder Mensch an sich ist wertvoll, jeder Mensch verdient Respekt und alle sollten gleichwertig behandelt werden. Die Gesellschaft sollte das verstehen, und die Menschen sollten ohne Krieg und in Frieden miteinander leben. Alles in allem war es ein schöner Nachmittag und Steffen hat von dem Neujahrsempfang viel für seine zukünftige Arbeit mitnehmen können.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Gespräch mit dem LWL über Gebärdensprach-Avatare am 20.01.2020 in Münster

18. Februar 2020

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat das Projekt „Inklusives Internet“ durchgeführt, um seine Internetseiten barrierefrei zu gestalten und mehr Angebote in DGS bereitzustellen. Da es bei Twitter Kritik und Diskussionen in Bezug auf Gebärdensprach-Avatare gab, haben Ralf Kirchhof als 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Gehörlosen NRW und Daniel Büter am 20. Januar 2020 in Münster an einem runden Tisch mit fünf Vertreter/-innen des LWL konstruktiv über Gebärdensprach-Avatare und dessen Vorteile und Nachteile diskutiert. Mit Besorgnis stellten wir fest, dass dies aktuell dazu führt, dass eine vollständige Wahrnehmung und ein umfassendes Verständnis aufseiten Gehörloser nicht optimal gewährleistet sind. Wir müssen den Gebärdensprach-Avatar mehrmals anschauen, um die Inhalte und Informationen richtig verstehen zu können. Deshalb stehen wir Gebärdensprach-Avataren sehr skeptisch gegenüber. Gebärdensprach-Avatare wirken unnatürlich und nicht authentisch. Der LWL wird eine Mischform umsetzen, sodass der Avatar nur für kurze Sachinformationen mit begrenztem Wortschatz genutzt wird, während wichtige Sachinformationen von menschlichen Gebärdensprachdolmetscher/-innen bereitgestellt werden.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


1. Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses am 16.01.2020

18. Februar 2020

Der Sozialverband VdK Deutschland übernimmt das Sekretariat des Deutschen Behindertenrats (DBR) für ein Jahr. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, eröffnete die erste Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses am 16. Januar 2020. Die Mitglieder und Gäste blickten auf die DBR-Welttagesveranstaltung 2019 zurück und tauschten sich intensiv über weitere Themen aus: die Veranstaltung der Uni Innsbruck zur Umsetzung der UN-BRK und zur Staatenberichtsprüfung am 13.02.2020, das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsge-setz, die Positionierung des DBR zum geplanten Medienstaatsvertrag, die Umsetzung des Bundesteil-habegesetzes, die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes etc. Daran nahm Daniel Büter teil.

Foto. Sozialverband VdK

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Telefongespräch über barrierefreien Notruf am 07.01.2020

18. Februar 2020

Am 07.01.2020 hat Daniel Büter ein langes Telefongespräch mit Frau Husch und Herrn Röske vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geführt. In dem angenehmen und informativen Gespräch ging es um den aktuellen Sachstand in Bezug auf die Notruf-App und den Referentenentwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Januar 2020 (18.02.2020)


Gespräch mit Herrn Staatssekretär Nußbaum vom BMWi am 12.02.2020

14. Februar 2020

Am 12. Februar 2020 haben Steffen Helbing und Daniel Büter sich mit Herrn Staatssekretär Nußbaum und Frau Husch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) getroffen, um sich über den barrierefreien Notruf auszutauschen.

Sie haben Verständnis signalisiert und werden Kontakt zum Innenministerium des Landes NRW aufnehmen, damit wir als Selbstvertretungsorganisation in den Prozess zur Einführung einer Notruf-App einbezogen und zum Gespräch eingeladen werden.

Im März/April 2020 wird das BMWi den Referentenentwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG) versenden. Im Rahmen der Überarbeitung des TKG werden nach jetzigem Stand Notrufe in Deutscher Gebärdensprache und auch alternative Notrufmöglichkeiten, z. B. die Notruf-App, berücksichtigt werden.

Das Gespräch verlief gut und war sehr angenehm.


Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen brauchen mehr staatliche Sicherheit und staatlichen Schutz in Notfall- bzw. Gefahrensituationen!

11. Februar 2020

Anlässlich des Europäischen Tages des Notrufs 112 informiert der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. über den aktuellen Stand des barrierefreien Notrufs.

Die Verpflichtung Deutschlands, einen gleichwertigen Zugang zu Notrufdiensten für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen sicherzustellen, ergibt sich aus Artikel 11 der UN-Behindertenrechtskonvention sowie aus drei EU-Richtlinien: der Universaldienstrichtlinie 2002/22/EG, der EU-Richtlinie 2018/1972 über den europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation („European Electronic Communications Code“, kurz EECC) und der EU-Richtlinie 2019/882 über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen (European Accessibility Act, kurz EAA).

Bis zum Oktober 2019 haben alle 16 Bundesländer eine Vereinbarung zur Einführung einer Notruf-App unterzeichnet. Federführend bei der Beschaffung und dem anschließenden Betreiben einer bundeseinheitlichen Notruf-App ist das Land Nordrhein-Westfalen (NRW), das derzeit das Vergabeverfahren durchführt.

Die Notruf-App soll im gesamten Bundesgebiet eingeführt werden und kostenfrei nutzbar sein. Sie soll es ermöglichen, in einer Notsituation schnell Kontakt zur zuständigen Leitstelle aufzunehmen. Notrufe in Deutscher Gebärdensprache durch TESS-Relay-Dienst und per App auf dem Smartphone und Tablet (Android und iOS) sollen mitberücksichtigt werden. Der aktuelle Standort soll via GPS direkt an die örtlich zuständige Leitstelle übersendet werden, und die direkte Kommunikation mit der Notrufabfragestelle soll durch textbasierten Chat sichergestellt werden.

Eine Entscheidung für einen konkreten Notruf-App-Anbieter ist noch nicht gefallen. Offen ist auch noch, wann und wo genau die Veranstaltung zur Veröffentlichung der Notruf-App im Jahr 2020 im Raum NRW stattfindet.

Wir bedauern sehr, dass wir als Selbstvertretungsorganisation nicht in den Mitwirkungs- und Entscheidungsprozess zur Einführung einer Notruf-App im Beirat bzw. in der Expertengruppe Leitstellen und Notruf (EGLN) eingebunden wurden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) plant, den Referentenentwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG) im März/April 2020 zu versenden. Im Rahmen der Überarbeitung des TKG werden nach jetzigem Stand Notrufe in deutscher Gebärdensprache und auch alternative Notrufmöglichkeiten, z. B. die Notruf-App, berücksichtigt werden. Dann wird der Deutsche Gehörlosen-Bund dem BMWi eine Stellungnahme dazu übermitteln.

Die Pressemitteilung 01/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Verschiebung der Veranstaltung "Gebärdensprache als Minderheitssprache" am 21.02.2020

31. Januar 2020

Es war geplant, die öffentliche Veranstaltung des DGB „Gebärdensprache als Minderheitssprache“ anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache zu organisieren. Diese sollte am 21.02.2020 in Berlin stattfinden.

Bei uns ist nun allerdings etwas Wichtiges dazwischengekommen:

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat uns am 17.12.2019 einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes (JVEG) zugesendet. Es geht um die Erhöhung des Stundensatzes von 75 Euro auf 95 Euro für die Dolmetscher/-innen für alle Sprachen, inklusive Deutsche Gebärdensprache. Bis zum 28.02.2020 müssen wir dem BMVJ die Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes übermitteln.

Nach der Winterpause haben wir vom Präsidium und der Bundesgeschäftsstelle bereits begonnen, uns mit dieser Thematik zu befassen, uns mit anderen Experten darüber auszutauschen und die Meinungen seitens der Gebärdensprachgemeinschaft aufzunehmen. Die Änderung des JVEG ist derzeit ein brennendes Thema. Wir brauchen mehr Zeit für die Bearbeitung bzw. das Verfassen der Stellungnahme und für den weiteren Austausch mit den Mitgliedsverbänden des DGB (Landes- und Fachverbände) und Experten. Das ist von hoher Priorität.

Deshalb fällt die geplante Veranstaltung „Gebärdensprache als Minderheitssprache“ aus und wird auf einen anderen Termin verschoben. Wir bitten dafür um Verständnis!

Präsidium des DGB


Weihnachts- und Neujahrsgrüße

20. Dezember 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Im Namen des Deutschen Gehörlosen-Bundes möchten wir dies zum Anlass nehmen, um Ihnen sehr herzlich für die angenehme und erfolgreiche Zusammenarbeit zu danken.

Die Bundesgeschäftsstelle ist von Montag, 23. Dezember 2019 bis Freitag, 10. Januar 2020 geschlossen.

Wir wünschen euch allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch sowie alles Gute für das neue Jahr 2020!

Ihr Team des Deutschen Gehörlosen-Bundes


Fachveranstaltung „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Teilhabe durch Gebärdensprache(n) aus der Perspektive der Deaf Studies“ am 07.12.2019 in Berlin

20. Dezember 2019

Die Abteilung „Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen“ der Humboldt-Universität Berlin organisierte am 7. Dezember 2019 eine interessante Fachveranstaltung unter dem Motto „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Teilhabe durch Gebärdensprache(n) aus der Perspektive der Deaf Studies“.

In diesem Jahr feiern wir zehn Jahre Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Bei verschiedenen Veranstaltungen im politischen Berlin wurde jedoch das Thema Gebärdensprache nicht so umfassend aufgegriffen und besprochen wie es notwendig wäre. Auch in der Teilhabeforschung wird die Lebenssituation gehörloser Menschen nicht ausreichend berücksichtigt.

Daher kamen auf Einladung der Abteilung „Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen“ unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Rathmann wissenschaftlich Forschende und Lehrende zusammen, um ihre Erkenntnisse zum Thema in Form von Impulsvorträgen einzubringen. In den anschließenden acht Workshops wurden die Aspekte dann aufgegriffen und weitergeführt. Etwa 240 Teilnehmer/-innen, darunter viele Studierende, konnten erfahren, wie sich die verschiedenen Lebenslagen gehörloser und gebärdensprachiger Menschen derzeit abbilden und wo noch Grenzen der Teilhabe verlaufen. Bei der Podiumsdiskussion am Ende der Fachveranstaltung wurde deutlich, dass die Teilhabeforschung noch ausbaufähig ist und die Forschungen im interdisziplinären Fach Deaf Studies in Deutschland vorangetrieben werden sollen.

Helmut Vogel als Präsident des DGB betonte in seinem Grußwort, dass die Erkenntnisse aus der Teilhabeforschung auch wichtig für die politische Arbeit und die Selbstvertretung gehörloser Menschen seien. Ebenso hob er hervor, dass die Förderung der Partizipation, wie sie bereits auf Bundesebene mittels Bundesgleichstellungsgesetz umgesetzt wird, auch auf Länderebene mittels Landesgleichstellungsgesetzen eingeführt werden müsse. Mit hauptamtlich Tätigen in den Landesverbänden der Gehörlosen könne politische Teilhabe noch wirksamer werden.

Das Grußwort von Helmut Vogel ist in pdf-Datei können Sie herunterladen und lesen.


4. Bildungskongress vom 11.-12. September 2020 in Landshut: „Bimodal-bilinguale Bildung verstehen, erleben und voranbringen“

19. Dezember 2019

Am 11./12. September 2020 findet der vierte Bildungskongress des Deutschen Gehörlosen-Bundes in den Räumlichkeiten der Hochschule Landshut statt. Erfreulicherweise wird uns die Hochschule Landshut mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Studiengangs „Gebärdensprachdolmetschen“ als Kooperationspartner bei dieser Veranstaltung unterstützen. Diesmal stehen die gelebte Bilingualität von gehörlosen und schwerhörigen Menschen und das Thema „bimodal-bilinguale Bildung“ in Bezug auf den Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention im Fokus.

Mittels Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen wollen wir gemeinsam mit Ihnen folgende Themenblöcke bearbeiten:

  • Frühförderung und Elternarbeit: Familien, die bimodal-bilingual leben oder überlegen dies zu tun, möchten wir aufzeigen, welche frühen Hilfen und welche Unterstützungsformen es gibt. Wir wollen darstellen, wie Bilingualität gut verwirklicht, selbstverständlich und unkompliziert gelebt werden kann - und das von Anfang an.
  • Schulische Bildung: Bimodal-bilinguale Bildung ist eine Chance und ein Mehrwert für alle, an Förderschulen ebenso wie an allgemeinbildenden Schulen. Das wollen wir darlegen, erörtern und im Austausch weiter voranbringen.
  • Berufliche Bildung: Auch im Bereich berufliche Bildung und in der Arbeitswelt muss bimodal-bilinguale Bildung ihren Platz finden. Wie und wo dies bereits geschieht, wird vorgestellt („Best practise“)
  • Gebärdensprache / Deaf Studies: Aktuelle Erkenntnisse aus den verschiedenen Bereichen der Deaf Studies und der Gebärdensprachforschung sowie -lehre werden dargelegt und sollen die zentrale Bedeutung bimodal-bilingualer Bildung auf allen Ebenen hervorheben.
  • Medien: Um Bilingualität unkompliziert umzusetzen und spielerisch in den Familienalltag und in den schulischen Alltag einzubinden, müssen Familien und Pädagogen auf qualitativ gutes und ansprechendes Material zurückgreifen können. Solche Lernmaterialien wollen wir im parallel stattfindenden Medienpark präsentieren, ausprobieren und diskutieren.

Seit 2010 haben drei Bildungs- und Fachkongresse im deutschsprachigen Raum stattgefunden, den ersten Kongress 2010 hatte der Deutsche Gehörlosen-Bund in Saarbrücken organisiert, es folgte 2013 der Kongress in Wien vom Österreichischen Gehörlosen-Bund (ÖGLB) und schließlich 2016 vom Schweizerischen Gehörlosen-Bund (SGB-FSS) in Bern.

Ein Schwerpunkt der Bildungs- und Fachkongresse war immer die Thematisierung des bimodal-bilingualen Lebens, mit Gebärdensprache(n) als ebenso vollwertige Sprache wie die Deutsche Sprache (Lautsprache und Schriftsprache).

Seit Sommer 2019 haben die Vorbereitungsarbeiten beim Fachteam für Bildung unter der Leitung von Helmut Vogel vom DGB begonnen. Nach der Bewerbungsphase wurde am 1. Dezember 2019 Petra Alaei als hauptamtliche Projektleiterin des Bildungskongresses beim DGB angestellt. Der DGB wird bei der Umsetzung dieses Projekts finanziell vom Europäischen Gehörlosenverband (EUD = European Union of the Deaf) unterstützt.

Demnächst folgen weitere Informationen, die Sie auch unserer Homepage (www.gehoerlosen-bund.de) entnehmen können.

Wir freuen uns jetzt schon auf einen sicherlich interessanten und spannenden Bildungskongress mit Ihnen!

Das Präsidium des DGB

Die Pressemitteilung 11/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Stellungnahme "Musikperformance und Empowerment"

17. Dezember 2019

Hintergrund
Das Thema Musikperformance beschäftigt unsere Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft (sprich: taube, schwerhörige und hörende Gebärdensprachnutzer/-innen) – und das zu Recht, denn die Anzahl der in Musikkonzerten performenden hörenden Dolmetscher/-innen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsche Sprache nimmt zu. Dies stellt alle unmittelbar Beteiligten, insbesondere die gehörlosen Menschen, aber auch ihre Umgebung, vor erhebliche Herausforderungen. Die Begeisterung darüber, wie die Liedtexte, Rhythmen, Melodien und Tanzeinlagen durch die Gebärdensprache sichtbar werden, ist riesengroß.

Auf einmal entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass auch gehörlose Menschen Zugang zur Musik haben. Was die Dolmetscher/in auf der Bühne angeblich dolmetschen, ist keine Übersetzung des Liedtextes, sondern vielmehr eine Performance. Somit sind vorhandene Liedtexte nicht wirklich für Gehörlose verständlich. Fragen über die Gebärdensprache und Gehörlosenkultur von Veranstalter/-innen und hörenden Konzertteilnehmer/-innen wurden nach Konzerten von einigen hörenden Dolmetscher/-innen, die selber nicht betroffen sind, beantwortet.

Martin Vahemäe-Zierold brachte mit einem Beitrag in der taz die Debatte um das Thema Dolmetschen und Musik ins Rollen („Eine optische Täuschung“ in taz, 25.08.2018). Aus der Sicht einer tauben Person äußerte er sich wie folgt: „Beim Übersetzungsvorgang sind die Dolmetscher/-innen sowohl Sprachmittler/-innen als auch Kulturmittler/-innen. Übersetzungen etwa von spanischsprachigen Liedtexten ins Englische werden in der Regel von englischen Muttersprachler/-innen erarbeitet. Warum kommen im Bereich des gebärdensprachlichen Musikdolmetschens trotzdem kaum taube Muttersprachler/-innen zum Zuge? Die Auftraggeber/-innen wissen es meist nicht besser. Wer es aber besser wissen könnte und sollte – das sind die hörenden Dolmetscher/-innen.“

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Stellenausschreibung für die Bundesgeschäftsstelle

16. Dezember 2019

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine/n Kauffrau/-mann für Büromanagement und
eine Buchhaltungskraft.

Die Stellenausschriebung für eine/n Kauffrau/-mann für Büromanagement finden Sie hier.
Die Stellenausschreibung für eine Buchhaltungskraft finden Sie hier.

Bewerbungsfrist: 15. Januar 2020

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung.


Fachtagung von der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten: „Gebärdensprache an Schulen jetzt!“ am 18.11.2019 in Berlin

13. Dezember 2019

In der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e. V. (DG) als Dachverband der 26 Mitgliedsverbände gibt es bereits seit mehreren Jahren den Fachausschuss Bildung, in dem folgende Personen aus verschiedenen Mitgliedsverbänden mitwirken: Prof. Dr. Christian Rathmann und Prof. Dr. Claudia Becker aus dem wissenschaftlichen Kreis, Susanne Keppner und Dietmar Schleicher aus dem Kreise der Pädagogen, Kathrin Pflugfelder vom Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V. und Ines Helke vom Schwerhörigen-Bund e. V. Der momentane Schwerpunkt des Fachausschusses mit Prof. Dr. Christian Rathmann als Sprecher liegt in der Einführung und Etablierung des Unterrichtsfaches „Deutsche Gebärdensprache“ (DGS) an Förderschulen für Gehörlose und Schwerhörige sowie an Regelschulen.

Es wurde für diese Thematik bereits eine Arbeitsgruppe bei der Kultusministerkonferenz (KMK) initiiert. In dieser Arbeitsgruppe ist es leider noch nicht zu einem Konsens gekommen, da nicht alle anwesenden Landesvertreter eine Einführung der DGS als Unterrichtsfach in den Schulen ihres Bundeslandes befürwortet haben.

Deswegen führte die Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten eine Fachtagung unter dem Motto „Gebärdensprache an Schulen jetzt!“ am 18. November 2019 in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin durch. Im Fokus der Veranstaltung „Berliner Sinnphonie 2019“ stand die Umsetzung einer konkreten Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel 24, Absatz 3 und 4), nämlich die Implementierung des Unterrichtsfachs Deutsche Gebärdensprache.

Zuerst begrüßte der Vorsitzender der DG, Professor Dr. Ulrich Hase, die etwa hundert Tagungsbesucher, darunter zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer und pädagogische Fachkräfte. Die drei Grußworte hielten der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Ministerialrat der Kultusministerkonferenz, Sönke Asmussen sowie der Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Helmut Vogel.

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Nachruf an Heiko Zienert

12. Dezember 2019

Heiko Zienert

Nachruf an Heiko Zienert (*1949 - † 2019)

 Am 5. Dezember 2019 ist Heiko Zienert aus Lübeck von uns gegangen. Der 1949 geborene Heiko war ein hervorragender Gebärdensprachdozent und arbeitete von 1987 bis 2006 als Lektor im neugegründeten Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser an der Universität Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Siegmund Prillwitz. Er war maßgeblich beteiligt an der Schaffung der Unterrichtsmaterialien für die DGS und bildete jahrelang die Studentinnen und Studenten zu Dolmetscher/-innen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch aus. 1985 referierte er über die DGS-Grammatik beim internationalen Kongress zur Bildung und Erziehung der Gehörlosen in Hamburg. Seit 1982 haben Siegmund Prillwitz, Wolfgang Schmidt, Heiko Zienert, Alexander von Meyenn und Regine Leven die Grammatik der DGS gemeinsam erforscht und den Weg zum Selbstbewusstsein der Gehörlosen zu ihrer Sprache und Kultur geebnet. Diese allen (und Bernd Rehling) wurden 1997 bei zweiten Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen in Dresden mit dem Kulturpreis, der höchsten Auszeichnung, vom Deutschen Gehörlosen-Bund geehrt. 2012 wurde Heiko Zienert bei der 25jährigen Jubiläumsfeier des Instituts für DGS die Karl Wacker-Plakette (einer besonderen Auszeichnung für die überregionale Arbeit) ebenso vom DGB überreicht. Wir werden das Andenken an Heiko Zienert herzlich bewahren und danken ihm sehr für sein engagiertes Wirken für die Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft. Herzliches Beileid an seine Familie, Angehörigen und Freunde zum schweren Verlust!


Abbau kommunikativer Barrieren als Voraussetzung für soziale Teilhabe – E-Learning-Programm für Deutsche Gebärdensprache

27. November 2019

Wie im jüngst von der Bundesversammlung verabschiedeten Forderungskatalog des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. (siehe DGB-PM 09/2019) betont, kann gesellschaftliche Teilhabe gehörloser/gebärdensprachiger Menschen nur gelingen, wenn kommunikative Barrieren im Alltag abgebaut werden. Der Einsatz von Dolmetscher/-innen für Deutsche Gebärdensprache (DGS) und deutsche Sprache ist dabei eine Möglichkeit, aber nicht die einzige. Mehr gebärdensprachkompetente Menschen im Dienstleistungssektor (Gastronomie, Banken etc.), im Gesundheitssektor (Ärzt/-innen, Pflegepersonal, Apotheker/-innen etc.) oder im Bildungssektor (Lehrer/-innen, Kolleg/-innen etc.) würden u. a. die Möglichkeit sozialer Teilhabe von gehörlosen Menschen deutlich verbessern.

Es gibt zwar immer mehr hörende Menschen, die sich für das Erlernen der Deutschen Gebärdensprache interessieren, doch besteht kein ausreichendes bzw. flächendeckendes Angebot an qualifizierenden Gebärdensprachkursen. Daher werden nach wie vor der Ausbau von Kursen für DGS sowie die Förderung der Gebärdensprachdozent/-innen bzw. Gebärdensprachlehrer/-innen als qualifizierte Expert/-innen in eigener Sache angestrebt.

Seit Anfang des Jahres gibt es nun die Möglichkeit, die Deutsche Gebärdensprache auch mittels eines E-Learning-Programms der Firma „manimundo“ aus Hamburg online zu erlernen. Ein E-Learning-Programm hat den Vorteil, dass es mehr interessierte Menschen erreicht und bedarfsorientierter genutzt werden kann: Die Teilnehmer/-innen des Programms können ihrem eigenen Zeitbudget und Lernrhythmus folgen – und das ortsunabhängig von überall dort aus, wo es einen Internetzugang gibt.

Das Programm wurde von staatlich geprüften Gebärdensprachdozent/-innen konzipiert und wird von ihnen durchgeführt und begleitet. Die Kursstruktur und die Inhalte orientieren sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachen (GER). Derzeit werden Kurse für Deutsche Gebärdensprache in den Stufen A1 und A2 angeboten. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.manimundo.de.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. begrüßt dieses Angebot und sieht darin eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu den derzeit bestehenden Möglichkeiten, die Deutsche Gebärdensprache vor Ort zu erlernen. Wir werden uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass kommunikative Barrieren gehörloser/gebärdensprachiger Menschen auf verschiedenen Wegen abgebaut werden und soziale Teilhabe dadurch weiter vorangetrieben wird.

Die Pressemitteilung 10/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Forderungskatalog des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. als ein wichtiges Handlungsinstrument zur politischen Verbandsarbeit

26. November 2019


Ergebnisse des Gesprächs mit Frau Raab

24. November 2019


Gemeinsam vom Gesetz zur Praxis: Bilanz und Ausblick zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes vom 16. bis zum 17.09.2019 in Berlin

22. November 2019


Der Forderungskatalog des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. als ein wichtiges Handlungsinstrument zur politischen Verbandsarbeit

15. November 2019

Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V., die vom 26. bis zum 27.Oktober 2019 in Augsburg stattfand, ist ein umfangreicher Forderungskatalog einstimmig angenommen bzw. beschlossen worden.

Die Forderungen des DGB orientieren sich an dem Nationalen Aktionsplan 2.0 der Bundesregierung (NAP 2.0) zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), der 175 Maßnahmen in 13 Handlungsfeldern enthält und eine Laufzeit bis zum Jahr 2021 hat, an den abschließenden Bemerkungen des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands (13.05.2015) sowie an dem zweiten und dritten Staatenbericht zur Umsetzung der UN-BRK (17.07.2019).

Deutschland ist seit dem 26. März 2009 rechtsverbindlich verpflichtet, die UN-BRK vollständig umzusetzen und dazu alle geeigneten Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört es, die Rechte von gehörlosen Menschen als individuelle und kollektive Rechte zu achten und wirksam zu schützen.

Der Forderungskatalog ist eine wichtige Grundlage unserer politischen Verbandsarbeit und eine gute gemeinsame Orientierungs- und Argumentationshilfe. Er unterstützt die Umsetzung unserer Forderungen auf der Bundes-, Landes und Kommunalebene. Die digitale Version steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

Der Forderungskatalog ist als dynamischer Prozess einer Arbeitsleitlinie für die jeweils kommenden Jahre zu verstehen, der einer Evaluation und Verbesserung unterzogen wird. Er wird sich an den jeweiligen individuellen, gesellschaftlichen und politischen Veränderungen innerhalb und außerhalb der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft orientieren und in der Weiterentwicklung vor allem den Bedarf der taubblinden Menschen im Blick haben.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. setzt sich mit seinen 16 Landesverbänden und zehn Fachverbänden in der Behinderten- und Sprachpolitik dafür ein, die Lebenssituation von Gehörlosen und Gebärdensprachnutzer/-innen kontinuierlich zu verbessern, kommunikative Barrieren abzubauen und die Rechte der Gehörlosen konsequent und nachhaltig umzusetzen.

Die Pressemitteilung 09/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Inklusionstage 2019 „Kultur, Freizeit, Sport und Tourismus“

14. November 2019


Das Gespräch mit Medienstaatssekretärin Heike Raab am 07.11.2019

10. November 2019


Unsere 1. Vize-Präsidentin, Elisabeth Kaufmann, berichtet über den Weltkongress des WFD in Paris im Bereich "Deaf Studies".

20. Oktober 2019


Eingliederungs­hilfe für Menschen mit Be­hin­de­rung beschlossen

18. Oktober 2019

Zu der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am 14.10.2019 finden Sie den Kurzbericht „Geteiltes Echo auf geplante Regelungen für Menschen mit Behinderungen“ unter dem Link hier.

Einen Textauszug aus dem Plenarprotokoll der 2. und 3. Lesung am 17.10.2019 können Sie unter dem Link hier lesen.


Stellenausschreibung für den 4. Bildungskongress 2020

16. Oktober 2019

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Bundesgeschäftsstelle in Berlin, auch im Homeoffice eine/n

Projektleiter/-in für den 4. Bildungskongress 2020.

Die Wochenarbeitszeit beträgt 20 Stunden.

Die Stellenausschreibung finden Sie als pdf-Datei.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung.


Unsere 1. Vize-Präsidentin, Elisabeth Kaufmann, erklärt das Motto der 7. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen 2022 in Friedrichshafen: „Eine Kultur überwindet Grenzen“.

11. Oktober 2019


Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz) BT-Drs. 19/13397 und zur öffentlichen Anhörung zur Reform des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) am 14.10.2019

10. Oktober 2019

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. vertritt die Interessen der deutschen gehörlosen und hörbehinderten Gebärdensprachnutzer/-innen. Zu diesen gehört neben den rund 83.000 Gehörlosen auch ein sehr großer und zunehmender Anteil von Hörbehinderten mit Hörrestigkeit und CI-Trägern, deren akustisches Verstehen trotz technischer Hilfen kaum dem entspricht, was Hörende als selbstverständlich empfinden. Diese Betroffenen sind zur Kommunikation mit Hörenden auf den Einsatz von Gebärdensprachdolmetscher/-innen angewiesen.

In der ärztlich-medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung bevorzugen Gehörlose, wie Hörende auch, die direkte und ungefilterte Kommunikation mit den Behandler/-innen und dem Behandlungsteam. Die hierfür notwendige Gebärdensprachkompetenz des Personals ist in Deutschland bei nur sehr wenigen Diagnostik- und Behandlungsangeboten gegeben. So gibt es einzelne ambulant tätige Psychotherapeut/-innen und im stationären Krankenhausbereich neben einzelnen rehabilitativ ausgerichteten Kliniken zwei psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungszentren in Erlangen und Lengerich.

In Anbetracht dieses sehr geringen Angebots für Gehörlose sind sie in nahezu der gesamten ambulanten und stationären somatischen Versorgung, sowie in einem Großteil der ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen und einem kleineren Anteil der stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung auf Gebärdensprachdolmetscher/-innen angewiesen. Mittlerweile hat sich die Möglichkeit, im gesamten ambulanten Bereich Gebärdensprachdolmetscherhilfe mit unkomplizierter, direkter Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu erhalten, als sehr effektiv und praktikabel erwiesen. Hierdurch erfahren Gehörlose mittlerweile eine ambulante Gesundheitsversorgung, die mit der von Hörenden vergleichbar ist. Dies hat den Rückmeldungen der Gehörlosen und unseren Beobachtungen zufolge den Gesundheitszustand der Gehörlosen in den zurückliegenden Jahren deutlich verbessert.

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2. Expertengespräch mit dem Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) am 18.07.2019 in Berlin

05. Oktober 2019


Kurze Hintergrundgeschichte:

Das Phantasialand in Brühl hat zwei Gehörlosen die Fahrt in der Achterbahn verboten mit der Begründung, die Fahrgäste müssten schnell und ohne Hilfe in Sicherheit gelangen können, was bei den Gehörlosen nicht möglich sei, da sie wichtige Durchsagen nicht mitbekämen. Bei diesem Ausschluss von der Nutzung von Fahrattraktionen handelte es sich schlichtweg um einen Fall v Diskriminierung.

Am 12.01.2018 fand das erste Expertengespräch in Berlin statt, an dem Daniel Büter und Andreas Kammerbauer als Vertreter der großen Verbände Deutschlands teilnahmen. Bei diesem ersten Teil des Expertengesprächs wurde das Thema behandelt, dass die Nutzung von Fahrattraktionen diskriminierungsfrei erfolgen muss. Es soll deswegen ein Verfahren entwickelt werden, um die Nutzungsbedingungen transparent und nachvollziehbar festzulegen. Zur Aufgabenerfüllung gehören unter anderem auch Gutachten zu Rechtspflichten des Freizeitparks, die Sicherheit von Fahrgeschäften und Bauverordnungen. Die Teilnehmer beschlossen zum Abschluss dieses Gesprächs, dass die Frage des diskriminierungsfreien Zugangs zu Attraktionen geklärt werden sollte und dass die Behindertenverbände bei solchen Entscheidungen eingebunden werden müssten.

Nun fand das zweite Expertengespräch statt, an dem die erste Vizepräsidentin des Deutschen Gehörlosen-Bundes Elisabeth Kaufmann teilnahm. Der Präsident des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. Klaus-Michael Machens sowie der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel begrüßten die Runde.

Foto: Elisabeth Kaufmann

Man ist zu der Einsicht gelangt, dass viele Mitarbeiter/-innen der Freizeitparks hinsichtlich des Umgangs mit behinderten Menschen nicht sensibilisiert sind.

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„Gebärdensprachrechte für alle!“ – so lautet das Motto des diesjährige Internationalen Tages der Gebärdensprachen und der Internationalen Woche der Gehörlosen, die vom 23. bis zum 29. September 2019 zum zweiten Mal stattfinden.

19. September 2019

Der Internationale Tag der Gebärdensprachen wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (durch die Resolution A/C.3/72/L.36/Rev.1) anerkannt. Er wird von 2018 an jährlich am 23. September gefeiert, um den Status der Gebärdensprachen und die Rechte von gehörlosen Menschen zu fördern und zu schützen. In der „Charta des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) zu Gebärdensprachrechten für alle“ vom 27.07.2019 wird betont, dass diese Anerkennung förderlich für „die rechtliche Anerkennung nationaler Gebärdensprachen als offizielle Sprachen“ ist und diese vorantreibt.

Die Internationale Woche der Gehörlosen wird jährlich von der weltweiten Gehörlosengemeinschaft in der letzten vollen Septemberwoche gefeiert, um an den ersten Weltkongress des WFD zu erinnern, der in Rom 1951 im gleichen Monat stattfand.

Dieses Jahr hat der WFD für jeden Wochentag von Montag, 23.09.2019, bis Sonntag, 29.09.2019, ein Unterthema festgelegt. Die Termine und die entsprechenden Unterthemen lauten wie folgt:

  • Montag, 23.09.2019: Gebärdensprachrechte für alle!
  • Dienstag, 24.09.2019: Gebärdensprachrechte für alle Kinder
  • Mittwoch, 25.09.2019: Gebärdensprachrechte für gehörlose Seniorinnen und Senioren
  • Donnerstag, 26.09.2019: Gebärdensprachrechte für taubblinde Menschen
  • Freitag, 27.09.2019: Gebärdensprachrechte für gehörlose Frauen
  • Samstag, 28.09.2019: Gebärdensprache für gehörlose LGBT (lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, queere, intersexuelle und asexuelle Menschen)
  • Sonntag, 29.09.2019: Gebärdensprachrechte für gehörlose Flüchtlinge
Seit den späten 1970er Jahren wird sowohl vom Deutschen Gehörlosen-Bund als auch von Landesverbänden der Gehörlosen der Tag der Gehörlosen veranstaltet. Solche Aktivitäten brauchen die Partizipation und Beteiligung verschiedener Interessengruppen, zu denen Familien, Peers, Regierungsstellen, professionelle Dolmetscher/-innen für Gebärdensprache und Organisationen von Menschen mit Behinderungen gehören.
 

Pressemitteilung zur bundesweiten Einführung der DGS-Sprachzertifizierung

04. September 2019


Das Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. freut sich mitteilen zu können, dass eine Sprachzertifizierung der Deutschen Gebärdensprache (DGS-Sprachzertifizierung) unter der federführenden Leitung der Abteilung Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen an der Humboldt-Universität zu Berlin voraussichtlich im Jahr 2021 eingeführt wird.

Mittels solch eines bundesweiten Verfahrens zur Sprachstandsfeststellung in Deutscher Gebärdensprache (DGS) kann sichergestellt werden, dass die Sprachkompetenzen von Personen, die in DGS kommunizieren (d. h. DGS produzieren, rezipieren und in ihr interagieren), klassifiziert werden können. Weiterführende Informationen werden von der Abteilung Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen an der Humboldt-Universität zu Berlin Mitte 2020 über verschiedene Wege bekannt gegeben.

Diese Sprachzertifizierung ist ein essenzieller Beitrag zur Qualitätssicherung der Deutschen Gebärdensprache und führt zu der so notwendigen Professionalisierung und Weiterentwicklung in zahlreichen Arbeitsfeldern wie etwa im Bildungsbereich (DGS im Unterricht an Schulen für hörbehinderte Kinder und Jugendliche; DGS als Fremdsprache an allgemeinbildenden Schulen) oder auch auf dem Arbeitsmarkt (Ausbildung von Gebärdensprachdolmetscher*innen, Begleitung/Beratung von hörbehinderten Menschen usw.).

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Arbeitstagung des Deutschen Gehörlosen-Bundes vom 28.-29.06.2019 in Frankfurt/Main

02. September 2019

Bei der Arbeitstagung des DGB im Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum waren vierzehn Vertreter*innen aus elf Mitgliedsverbänden, drei Fördermitglieder, sechs Präsidiumsmitglieder und der DGB-Referent Daniel Büter anwesend.

Es wurde eine Gedenkminute für Karin Kestner eingelegt. Anschließend erläuterte der Präsident Helmut Vogel die Arbeitsverteilung innerhalb des DGB (Präsidium, Beirat und Bundesgeschäftsstelle). In Anlehnung an die Handlungsfelder des Nationalen Aktionsplans 2.0 hat das Präsidium 15 Fachteams gebildet. Jede Leitung des jeweiligen Fachteams ist für die eigene Arbeit selbst verantwortlich. Danach stellten die anwesenden Leiter*innen der Fachteams ihre jeweiligen Forderungen vor und erhielten wichtige Rückmeldungen von den Teilnehmer*innen. Der Forderungskatalog des DGB wird derzeit noch weiterbearbeitet.


Fotos: Hans-Jürgen Kleefeldt

Darüber hinaus gab Daniel Büter einen Einblick in die Organisationen der 26 nationalen Gehörlosenverbände im Europäischen Gehörlosenverband (EUD).

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DGB-Film 10/2019 in Gebärdensprache und mit Untertiteln

26. August 2019 | Stellungnahme 06/2019: "Der Deutsche Gehörlosen-Bund nimmt Stellung zu den Zahlen der Schwerbehindertenstatistik – 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind gehörlos, also ca. 83.000 Menschen in Deutschland"


Stellungnahme zum überarbeiteten Entwurf für einen Medienstaatsvertrag

09. August 2019

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. bedankt sich für die Möglichkeit, im Rahmen der Anhörung zum überarbeiteten Entwurf für einen Medienstaatsvertrag Stellung nehmen zu können.

Wir setzen uns in unserer Stellungnahme zu den leider bislang im Medienstaatsvertrag selbst, aber auch in den eingearbeiteten bisherigen Stellungnahmen offensichtlich nur unzureichend thematisierten Fragen der Barrierefreiheit des Medienangebots auseinander.

Grundlage hierfür stellen insbesondere Erwägungsgrund 23 und Artikel 7 der Richtlinie (EU) 2018/1808 vom 14. November 2018 zur Änderung der Richtlinie 2010/13/EU dar. Diese Richtlinie muss bis zum 19. September 2020 in deutsches Recht umgesetzt werden.

Die Bundesregierung verweist in ihrem 2. und 3. Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auf Anfrage des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen unter Frage 22. (Seite 41 ff. zu Artikel 21 UN-BRK) darauf, dass Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland bei Menschen mit Beeinträchtigungen das meistgenutzte Medium sei. Sie behauptet, dass in der ARD „alle Erstsendungen“ mit Untertitelung angeboten würden. Ebenso hätten die neun ARD-Landesrundfunkanstalten die Zahl der untertitelten Sendungen in den vergangenen Jahren gesteigert. Es würde darüber hinaus eine „stetig wachsende Zahl“ von Sendungen mit Gebärdensprache „zum zeitsouveränen Abruf“ angeboten. Auch für das ZDF werden hohe Zahlen von Untertitelungen angeführt. Es wird – weniger konkret – zudem hervorgehoben, dass „Personen mit Hörbehinderungen“ Inhalte mittels „Gebärdensprache live in der ZDF Mediathek verfolgen.“

Um so mehr überrascht es uns, dass die Aspekte der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit des Fernsehens im überarbeiteten Entwurf des Medienstaatsvertrages nur am Rande in § 3 Absatz 2 und 3 sowie in § 52e Absatz 5 Nummer 4 eine Rolle spielen.

Das entspricht weder der gesellschaftlichen Bedeutung von Barrierefreiheit noch den rechtlichen Vorgaben, die wir dem Benachteiligungsverbot des Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 GG, der AVMD-Richtlinie, der UN-BRK und den Behindertengleichstellungsgesetzen des Bundes und der Länder entnehmen.

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Kurzes Feedback über die Generalversammlung des WFD vom 21.-22.7.19 und Weltkongress der Gehörlosen

01. August 2019

Kurzes Feedback über die Generalversammlung des WFD vom 21.-22.7.19 und Weltkongress der Gehörlosen vom 23.-27.7.19 in Paris - fünf anwesende Vertreter/-innen des DGB (Helmut Vogel, Elisabeth Kaufmann, Steffen Helbing, Dr. Ulrike Gotthardt und Daniel Büter) werden demnächst über sechs Themenschwerpunkte des Kongresses berichten.

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Interview mit Ronit Laquerrière-Leven, Vorsitzende des Organisationskomitees und Vizepräsidentin vom Französischen Gehörlosen-Verband (FNSF)

01. August 2019

Interview mit Ronit Laquerrière-Leven, Vorsitzende des Organisationskomitees und Vizepräsidentin vom Französischen Gehörlosen-Verband (FNSF) für den 18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) in Paris. Heute am 27.7.2019 geht der Weltkongress zu Ende. Mit Wehmut blickt Ronit dem Ende des Kongresses entgegen. Das Kongressmotto "Gebärdensprachrechte für alle" war ganz gut ausgewählt, in vielen Vorträgen war die rechtliche Lage besonders wichtig. Der Deutsche Gehörlosen-Bund gratuliert dem FNSF für die grossartige Ausrichtung des 18. Weltkongresses mit dem WFD als Veranstalter.

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Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland an der 18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen in Paris

01. August 2019


Foto: DGB


Der Deutsche Gehörlosen-Bund übergibt Spende in Höhe von 500 Euro dem Weltverband der Gehörlosen.

01. August 2019

Das Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes übergibt Spende in Höhe von 500 Euro dem Weltverband der Gehörlosen.

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Kurzbericht in DGS über den 18. Weltkongress der Gehörlosen in Paris

01. August 2019

Das Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes berichtet kurz über den 18. Weltkongress der Gehörlosen in Paris.

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Rückblick zum 3. Weltkongress der Gehörlsoen 1959 in Wiesbaden

01. August 2019

Hier einen Rückblick zum dritten Weltkongress der Gehörlosen des WFD 1959 in Wiesbaden - der DGB unter dem damaligen Präsidenten Max Härdtner aus Frankfurt hat den Weltkongress ausgerichtet. Heute am 23. Juli 2019 wird der 18. Weltkongress der Gehörlosen vom Weltverband der Gehörlosen (WFD) in Paris mit der Eröffnungsfeier beginnen. Der französische Gehörlosen-Verband (FNSF) hat den 6. Weltkongress 1971 in Paris ausgerichtet, macht es nun das zweite Mal. Es ist eine Neuheit in der WFD-Geschichte seit 1951. (HV)


Steffen Helbing als neuer Vorstandsmitglied des Weltverbandes der Gehörlosen

01. August 2019

Wir vom DGB teilen mit grosser Freude mit, dass Steffen Helbing, der 2. Vizepräsident des DGB, heute am 22. Juli 2019 als der neue Beisitzer beim Weltverband der Gehörlosen (WFD) von der Generalversammlung in Paris gewählt worden ist. Helmut Vogel als Präsident des DGB und Elisabeth Kaufmann als 1. Vizepräsidentin des DGB freuen sich sehr darüber. Nach fast 55 Jahren hat sich eine Person vom DGB wieder bereit erklärt, beim WFD-Präsidium mitzuwirken. Die letzte Person vom DGB war der damalige DGB-Präsident Max Härdtner aus Frankfurt. Er war der verantwortliche Leiter des 3. Weltkongresses des WFD 1959 in Wiesbaden und für ein paar Jahre bis 1963 im Präsidium des WFD. Der WFD von heute ist das Dachverband für 127 nationale Mitgliedsverbände und vertritt die Interessen der Gehörlosen und Gebärdensprachnutzer auf der Ebene der Vereinten Nationen (UN) in New York und Genf, insbesondere bzgl. Gebärdensprache, Sprachenrecht und Behindertenrecht (UN-BRK und SDG). (HV)


Generalversammlung des Weltverbandes der Gehörlosen

01. August 2019

Elisabeth Kaufmann und Steffen Helbing als 1./2. Vizepräsidenten vertreten den DGB bei der Generalversammlung des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) von gestern, 21.7. bis heute, 22.7.2019 in Paris. Es sind zahlreiche Delegierte aus 88 Ländern aus aller Welt gekommen. Das ist eine Rekordbeteiligung seit der Gründung des WFD 1951! Der DGB war von Anfang immer vertreten (parallel auch der GSV der DDR von 1963-1987) und hat einmal einen Weltkongress des WFD ausgerichtet, das war der dritte Weltkongress in Wiesbaden 1959. (HV)


Trauerfeier von Karin Kestner am 28.06.2019 in Baunatal bei Kassel

01. August 2019

Am 4. Juni 2019 ist Karin Kestner nach langem Krebsleiden von uns gegangen. Sehr viele haben sich in Nachrufen bei ihr für ihr großartiges Engagement bzgl. der Elternberatung, der Herausgabe zweisprachiger Lernmaterialien, juristischer Auseinandersetzungen für die inklusive bimodal-bilinguale Bildung usw. bedankt (www.kestner.de/n/verlag/karin/Karin-Kestner-Trauer.htm). Der DGB hat ebenfalls einen Nachruf auf seiner Homepage, in sozialen Medien und in der DGZ veröffentlicht. An der Fachtagung des DGB über CI-Zwang im November 2018 hat Karin Kestner als Referentin teilgenommen. Es war ein ganz guter Abschluss für ihr jahrelanges Engagement, so hat sie rückblickend bei der „Sehen statt Hören“-Sendung im Februar 2019 gesagt. Sie hat von 2006 bis 2007 als Referentin für Elternfragen für den DGB ehrenamtlich gewirkt. Zur Trauerfeier am 29. Juni 2019 in Baunatal bei Kassel sind etwa 250 Trauergäste aus ganz Deutschland gekommen. Vom DGB waren Helmut Vogel, Elisabeth Kaufmann, Steffen Helbing, Michael Wohlfahrt und Daniel Büter anwesend. Die Trauerfeier war mit verschiedenen Trauerreden würdevoll verlaufen. Karin Kestner hat eine große Lücke in der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft hinterlassen und bleibt in unseren Herzen als engagierte Kämpferin für die (inklusive) Zweisprachigkeit der Gehörlosen und für die Barrierefreiheit. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


NDR-Sitzung am 25.06.2019 in Hamburg

01. August 2019

Am 25. Juni 2019 hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) zum Treffen mit den Vertretern der Gehörlosenverbände in Hamburg eingeladen. Die Verbände wurden durch Ralph Raule und Stefan Palm-Ziesenitz (Gehörlosenverband Hamburg e. V.), Cortina Bittner (Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e.V.), Jürgen Dietze und Marion Berger (Gehörlosen Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.), Ludmila Schmidt (Gehörlosenverband Niedersachsen e.V.) und Bernd Schneider (DG/DGB) vertreten. ARD und NDR haben das Untertitelangebot weiter ausgebaut. Die UT-Quoten liegen aktuell bei: Das Erste 98 % / MDR 88 % / NDR 85 % / RB 83 % / BR 79% / SWR 77% / HR 78%/ RBB 77 % / WDR 74% und SR 68% (Stand: März 2019).


Foto: Bernd Schneider

Die ARD strahlt bereits die Sendungen „Hart aber fair“, „Anne Will“ sowie die Politmagazine mit Gebärdensprache aus und wird zukünftig auch den „Brennpunkt“ mit Gebärdensprache ausstrahlen. Die Verbände begrüßen den Ausbau, kritisierten jedoch, dass die Angebote in Gebärdensprache nur im Internet und nicht im Fernsehen zu sehen sind. Auf dem Smartphone lassen sich die Sendungen nicht genießen, da die Gebärdenspracheinblendungen die Größe einer Briefmarke haben und das Datenvolumen bei Videos sehr schnell verbraucht ist. Wer die Sendungen mit Gebärdensprache im Fernsehen sehen möchte, braucht zwingend einen HbbTV-tauglichen Fernseher und einen Internetanschluss. Der NDR hat in den letzten Jahren viele Wünsche der Gehörlosenverbände umgesetzt. Er arbeitet zurzeit an einem Konzept, um die Sendungsankündigungen und -vorschauen ebenfalls zu untertiteln. Auch wenn wir unsere Ziele mit 100% Untertitel und 5% Gebärdensprache im TV noch nicht erreicht haben, sind wir auf einem sehr guten Weg und danken dem NDR für den konstruktiven Austausch! (BS)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


3. Workshop im Verbandsklageprojekt am 25.06.2019

01. August 2019

Judith Hartmann nahm als DGB-Vertreterin an dem dritten Workshop des von der Aktion Mensch geförderten behinderungsübergreifenden Muster- und Verbandsklageprojekts am 25.06.2019 in Berlin teil. Organisatoren waren der deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. in Kooperation mit der Rechtsberatungsgesellschaft „Rechte behinderter Menschen“ gemeinnützige GmbH. Thema des Workshops war dieses Mal die Rechtsdurchsetzung barrierefreier Mobilität. Die Hürden sind vielfältig. Die Problemlagen sollten anhand von Fällen aus der Beratungspraxis analysiert und einer rechtlichen Bewertung zugeführt werden. Im ersten Teil des Workshops ging es dabei um die Barrierefreiheit bei der Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs – von fehlenden Informationen am Bahnsteig über Probleme mit Ein-, Aus- und Umstiegshilfen bei Bahnreisen bis zur verweigerten Mitnahme von Assistenzhunden. Im zweiten Teil des Workshops wurde dann die Barrierefreiheit im Straßenraum adressiert – von Problemen mit Ampeln über stufenlose Zugänge bis zur Gestaltung öffentlicher Plätze. Ein besonderes Augenmerk wurde daraufgelegt, wie die Rechtsdurchsetzung mit Muster- und Verbandsklagen sowie weiteren rechtlichen Instrumenten vorangebracht werden kann. (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Sitzung zur Entwicklungszusammenarbeit am 17.06.2019 in Bonn

01. August 2019

Steffen Helbing, der 2. Vizepräsident und Leiter des Fachteams „Internationales“, hat an der Sitzung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn teilgenommen. Dort traf sich wieder das ‚Expertenteam Inklusion’ zu einer Sitzung. Es ging u. a. um einen übersektoralen Konzeptentwurf zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das Expertenteam kämpft mit guten Ideen für dieses Ziel! Die Zivilgesellschaft müsse mehr eingebunden werden. Es solle eine Botschaft an die Politik gehen, damit ein Umdenken erreicht und das Thema ‚Menschen mit Behinderung‘ auch bei der Arbeit des BMZ noch mehr berücksichtigt wird, um eine bessere Förderung zu ermöglichen. Nur so kann Inklusion gelebt werden! (SH)


Foto: Steffen Helbling

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Verbändetreffen zum Dolmetschen am 15.6.2019 in Recklinghausen

01. August 2019

Nach zwei Jahren hat das Verbändetreffen im Gehörlosenzentrum Recklinghausen wieder stattgefunden. Der Vorstand um Alexandra Lorenz und Andrea Knipping vom Bundesverband der Gebärdensprachdolmetscher/innen Deutschlands e.V. hat diverse Verbände, die allesamt Nichtmitglied im Bundesverband sind, eingeladen. Es sind die Vertreter*innen von den überregionalen Dolmetscherverbänden wie die von Bayern, Bremen, Norddeutschland, dem Berufsverband der tauben GebärdensprachdolmetscherInnen, dem Bundesverband der Schriftdolmetscher und dem Taubblinden-Assistenten-Verband und dem DGB gekommen.


Fotos: Sandra Gogol

 In den Jahren 2016 und 2017 war die neue Umsatzsteuerregelung das beherrschende Thema bei den vier Verbändetreffen. Diesmal wurden neben diesem Thema verschiedene Themen behandelt: Neue Marktanalyse bezüglich des JVEG, Dolmetschereinsätze im Krankenhaus und in der Polizei, taube Gebärdensprachdolmetscher, Musikperformance („Musikdolmetschen“) usw. Mit mehr Auswahlmöglichkeiten können und sollen diverse Bedürfnisse der tauben und taubblinden Kunden besser erfüllt werden. Für das nächste Verbändetreffen sind verschiedene Aufgaben verteilt worden, damit die Verbände ihre Arbeiten effektiv weiterführen können. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


3. Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses am 06.06.2019

01. August 2019

An dieser Sitzung am 06.06.2019 nahm Daniel Büter als Vertretung des DGB teil. Wichtige Tagesordnungspunkte waren die Staatenberichtsprüfung, der ESF-Beirat, die Geschäftsordnung der PatV, die Schlichtungsverfahren, das Bundesteilhabegesetz, der 3. Teilhabebericht, die Welttagsveranstaltung am 03.12. etc. (DB)


Foto: DBR - Franziska VU

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


31. Konsultationen der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention mit den behindertenpolitischen Verbänden am 05.06.2019

01. August 2019

Daniel Büter nahm an der Verbändekonsultation am 05.06.2019 teil. Als Schwerpunkt wurde über „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Ist ihre Umsetzung in Deutschland ein Erfolg?“ diskutiert. Die Aussprache erfolgte auf der Basis des Berichts der Monitoring-Stelle „Wer Inklusion will, sucht Wege: Zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland“. Der Bericht befasst sich mit neun Themenfeldern, die die Alltagsgestaltung von Menschen mit Behinderungen stark berühren (Wohnen, Mobilität, Bildung und Arbeit) und ihre Persönlichkeitsrechte betreffen (gleiche Anerkennung vor dem Recht, Wahlrecht, Gleichstellungsrecht) sowie mit der Frage, inwiefern die deutsche Politik im In- und Ausland die Umsetzung der Konvention systematisch mitdenkt (Aktionspläne zur UN-BRK, Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit). (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Sponsoring-Gespräch mit Herrn Salo am 04.6.2019 in Berlin

01. August 2019

In der Niederlassung des Salo in der Prenzlauer Allee in Berlin trafen sich Herr Salo, Firmeninhaber aus Hamburg und langjähriger Sponsor des DGB, und der Präsident Helmut Vogel. Die Sponsoringkontakte zwischen dem DGB und dem Salo haben in den 90er Jahren unter dem damaligen Präsidenten Ulrich Hase begonnen und werden bis heute fortgeführt. Salo hat dem DGB in der schweren Krise im Jahr 2014 beigestanden und dem DGB einen Raum in der Berliner Niederlassung zur Verfügung gestellt. Seit 2015 hat der DGB dort seine Bundesgeschäftsstelle.


Foto: Daniel Büter

Beim Gespräch am 04.06.2019 war der 18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen, der vom 23. bis zum 27. Juli 2019 in Paris stattfindet, ein besonderes Thema. Der Weltkongress mit mehr als 100 Vorträgen ist von hoher Bedeutung für die politische Arbeit des DGB und die Gehörlosen. Herr Salo erklärt sich bereit, die Finanzierung der Teilnahme von vier Präsidiumsmitgliedern (H. Vogel, E. Kaufmann, S. Helbing und U. Gotthardt) und die des Referenten (D. Büter) beim Weltkongress zu unterstützen. Herr Salo wird ebenfalls am Weltkongress teilnehmen. Bei den Berichten über den Weltkongress seitens des DGB wird Salo als Sponsor erwähnt. Der DGB unterstützt gerne die verschiedenen beruflichen Angebote von Salo für Menschen mit Hörbehinderungen, sowohl im Inland als auch im Ausland. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Kommunikationsforum: „Soziale Isolierung der älteren Gehörlosen“ am 01.06.2019

01. August 2019

Viele Zuschauer*innen, darunter Daniel Büter, sahen einen beeindruckenden Vortrag zum Thema „Soziale Isolierung der älteren Gehörlosen“ von Marcus Willam am 01.06.2019 im vollen Raum des Gehörlosenzentrums Berlin. Sie wurden über Sorgen, Ängste und Alarmglocken für die Zukunft der Gehörlosen im Seniorenalter sowie die mangelhafte Versorgung, Pflege und Unterbringung gehörloser Senioren informiert und gewarnt. Das Seniorenheim „De Gelderhorst“ in Holland ist vorbildlich und das beste Beispiel. Die zukünftige Situation der gehörlosen Senioren soll verbessert und die soziale Isolierung vermieden werden. Es war eine lebhafte Veranstaltung. (DB)


Foto: Martin Vahemäe-Zierold

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Frühere Gewaltopfer in Heimen – neuer Beauftragter des DGB ist Christian Ebmeyer

01. August 2019

Menschen mit Behinderungen haben ab den 1950er Jahren in Heimen und psychiatrischen Einrichtungen Prügel und Übergriffe erlitten. Es gibt verschiedene Gewaltformen. Das haben viele Gehörlose selbst erlebt. Vor diesem Hintergrund gibt es seit 2017 die Stiftung Anerkennung und Hilfe mit Anlaufstellen in jedem Bundesland (www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de) In diesem Bereich war Christian Ebmeyer aus Hamburg schon länger auf freiwilliger Basis aktiv. Das Präsidium hat ihn Anfang Mai zum ehrenamtlichen Beauftragten des DGB für frühere gehörlose Gewaltopfer ernannt. Ebmeyer möchte insbesondere die Landesverbände bei diesem Thema unterstützen, damit diese den gehörlosen Opfern in ihren Bundesländern beim Gang zu den Anlaufstellen und bei der Antragstellung helfen können. Bis Ende 2020 können sie eine Entschädigungszahlung von bis zu 14.000 Euro von der Stiftung bekommen. Der Staat möchte auch die verschiedenen Formen der Gewalt an Menschen mit Behinderungen als Teil der Gesellschaftsgeschichte annehmen.

Die Stiftung hat am 13.05.2019 eine bundesweite Veranstaltung mit dem Titel „Zeit, über das Leid zu sprechen“ durchgeführt. Die Stiftung hat sich beim DGB dafür entschuldigt, keine Einladung ausgesprochen zu haben. Auch sonst hat fast niemand aus den Verbänden des Deutschen Behindertenrates eine solche bekommen. Das ist bei einer derart wichtigen Veranstaltung bedauerlich. Es wird einen weiteren Austausch zwischen dem DGB und der Stiftung geben. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Verbändeanhörung zu dem Entwurf des 2./3. Staatenberichts der Bundesrepublik Deutschland zum Umsetzungsstand der UN-BRK am 27.05.2019

01. August 2019

Die Fragenliste („List of issues prior to reporting – LoIPR“) vom UN-Fachausschuss wurde am 21.09.2018 veröffentlicht. Deutschland muss den Staatenbericht im nun anstehenden kombinierten zweiten und dritten Berichtszyklus dem UN-Fachausschuss bis zum 1. Oktober 2019 vorlegen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat uns den Antwortentwurf am 15.05.2019 per Mail zugesendet. Der Referent für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Daniel Büter, nahm an der Verbändeanhörung am 27.05.2019 teil und gab mündlich die Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V. ab.


Foto: DGB

Am 04.06.2019 wurde bereits die schriftliche Stellungnahme des DGB an das Ministerium versandt. In den nächsten Wochen wird das Ministerium den Staatenbericht finalisieren. Die finale Fassung soll im Juli dem Ausschuss zum Nationalen Aktionsplan vorgelegt werden. Ende Juli soll der Bericht im Kabinett verabschiedet werden. Er wird dann ins Englische übersetzt und im Herbst an den UN-Ausschuss in Genf geschickt. (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


70 Jahre Grundgesetz (BMJV) am 23.05.2019

01. August 2019

Am 23.05.2019 wird das Grundgesetz siebzig Jahre alt. Bis heute gilt es für viele als das wichtigste Regelwerk der Nachkriegszeit. Bei der Podiumsdiskussion „70 Jahre Grundsetz: Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft?“ mit der Bundesjustizministerin Katarina Barley und Prof. Dr. Bernhard Schlink hat Daniel Büter vor Ort mitgesehen. (DB)


Foto: photothek

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)

 


SALO-Fachtag am 22.05.2019

01. August 2019

Seit mehr als 15 Jahren arbeitet die Salo Bildung und Beruf GmbH in Berlin an der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Daniel Büter nahm an dem Fachtag „Teilhabe am Arbeitsleben“ am 22.05.2019 teil. (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


GFTB-Tagung für Taubblinde am 21.05.2019 in Kassel

01. August 2019

Zweimal im Jahr trifft sich der Gemeinsame Fachausschuss für Taubblinde (GFTB). In diesem Fachausschuss kommen diverse Vertreter*innen aus den Einrichtungen und Verbänden zusammen. Die BAT und der DGB gehören ebenfalls diesem Fachausschuss an. Der Fachausschuss befasst sich mit der Lebenssituation der lautsprachlich und gebärdensprachlich orientierten Taubblinden und ist vor etwa zehn Jahren vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) gegründet worden. Bei der Tagung waren der Vorsitzende Dieter Zelle und die 2. Vorsitzende Inna Shevchuk von der BAT sowie Benjamin Gutwein und Helmut Vogel anwesend. Insbesondere wurde die Ausbildung der Taubblindenassistenz besprochen. Weiterhin wurde Rainer Delgado vom DBSV als Vorsitzender des GFTB für die nächsten drei Jahre wiedergewählt. Der DGB und die BAT wünschen Rainer Delgado viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe. (HV)


Foto: Lars Neuhaus

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Neues Fachteam für Taubblinde mit dem Beauftragten Benjamin Gutwein

01. August 2019

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e. V. (BAT) und der DGB stehen seit einigen Jahren vermehrt in intensiverem Kontakt wegen des Einsatzes für das Merkzeichen „Taubblind“ und das bessere Bundesteilhabegesetz. Die BAT ist die Interessenvertretung für die gebärdensprachlich orientierten Taubblinde und ist Mitglied im Europäischen Taubblindenverband (EDBU). In diversen Vereinen und Verbänden des DGB sind auch viele Taubblinden und Usher-Betroffene als Mitglieder vertreten. Manche Vorstände kennen die Bedürfnisse der Taubblinden nicht. Bei der DeafMentoring-Abschlussveranstaltung am 10.05.2019 in Köln haben sich Dieter Zelle, Uwe Zelle, Helmut Vogel und Benjamin Gutwein nach dem Gespräch am 18.01.2019 wieder getroffen. In Absprache mit der BAT hat das Präsidium ein neues Fachteam Taubblinde einberufen, dem die folgenden Personen angehören: B. Gutwein (Balingen), Sabine Springer (Berlin) und Barbara Niese (Weilheim). B. Gutwein hat sich bereit erklärt, ehrenamtlich als Taubblindenbeauftragter und Leiter des Fachteams zu wirken. Er arbeitet beruflich als Berater bei EUTB-Beratungsstellen in Rottweil (für Taubblinde) und in Stuttgart (für Gehörlose). Bei Fragen der Mitgliedsverbände des DGB ist B. Gutwein als Ansprechpartner da. (HV)


Foto: Marion Nistor

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


EUD Workshop, Seminar und Mitgliederversammlung von 16.–19.05.2019 in Bukarest

01. August 2019

An der Mitgliederversammlung der Europäischen Union der Gehörlosen (EUD) vom 16. bis 19. Mai 2019 in Bukarest nahmen der 2. Vize-Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Steffen Helbing, und EUD-Vorstandsmitglied Daniel Büter teil. Der EUD-Workshop fand am Donnerstag, 16.05.2019 statt. „European Accessibility Act“ (EAA), „Audiovisual Media Services Directive“ (AVMSD) und „European Electronic Communications Code“ (EECC) waren drei politische Themenpunkte, die die Vorträge und Diskussionen beschäftigten. Dafür war die Grundlage durch die Mitgliederversammlung vorbereitet worden. Am Freitag, 17.05.2019 hat die EUD gemeinsam mit dem rumänischen Gehörlosenverband ein Seminar „Übersicht über die europäischen Organisationen“ durchgeführt. Alle 26 nationalen Gehörlosenverbänden gaben kurze Vorträge über den Vorstand und die Geschäftsführung mit der Angabe von Männern und Frauen, Hörenden und Gehörlosen, über finanzielle Einnahmen und Hauptziele des Verbandes. Es war ein sehr interessantes und informatives Seminar.


Fotos: David Hay (EUD)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Fachtagung „Inklusive Bildung durch Gebärdensprache“ von 17.–19.05.2019 in München

01. August 2019

Zur dreitägigen Fachtagung „Inklusive Bildung durch Gebärdensprache“ des Gehörlosenverbands München und Umland e.V. (GMU) sind viele Gehörlosen, Eltern und Fachleute aus dem bayerischen Raum gekommen. Ebenso waren Vertreter des bayerischen Sozial- und Kultusministeriums wie auch einige Professoren für Gehörlosen-/Schwerhörigenpädagogik von deutschen Hochschulen anwesend. An einer abendlichen Diskussionsrunde nahm auch Helmut Vogel als Präsident und Leiter des Fachteams „Bildung“ teil. Der GMU hat am 18.06.2019 eine ausführliche Pressemitteilung veröffentlicht. Demnächst wird ein konkreter Forderungskatalog für die bayerische Schulpolitik veröffentlicht. Es war ein großes zweites Treffen nach dem Fachtreffen des DGB am 20.09.2018 in Hannover. Im Frühjahr 2020 wird es erneut ein DGB-Fachtreffen mit Bildungsbeauftragten der Landesverbände und Stadtverbände geben. (HV)

Foto: Hatice Yildirim-Dähne

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Maiempfang des Pankower Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup am 10.05.2019

01. August 2019

Am 10.05.2019 war Daniel Büter eingeladen zum Maiempfang. In gemütlicher Atmosphäre hatte er Gelegenheit, sich mit Vertretern des Bezirks Pankow, des Landes Berlin, mit Bundestagsabgeordneten und Vertretern anderer Vereine auszutauschen. (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


DeafMentoring – Abschlussveranstaltung am 10.05.2019 in Köln

01. August 2019

Zahlreiche Mitarbeiter*innen der Universität Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kaul und der Rheinisch-Westfälischen Hochschule Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Willmes von Hinckeldey sind seit 2015 im Rahmen des Projekts „DeafMentoring“ tätig. Diese Mitarbeiter*innen haben etwa 100 Gehörlose und Schwerhörige in diversen Städten in Deutschland unterrichtet und gecoacht. Die Teilnehmer*innen haben ihre Erfahrungen an interessierte gehörlose und schwerhörige Jugendliche und Erwachsene weitergegeben und sie für ihr weiteres Leben fördern können, insbesondere in der Arbeit, im Ehrenamt und in der Freizeit. Nach der erfolgreichen Qualifizierung haben bisher etwa 60 das Zertifikat als DeafMentor*innen erhalten. Das erfuhren viele Teilnehmer*innen der ganztägigen Abschlussveranstaltung an der Universität Köln am 10. Mai. Dort hielt unter anderem Helmut Vogel als DGB-Präsident ein Grußwort. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat das Projekt aus den Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. Das Projekt wird im Herbst 2019 enden. (HV)

Foto: Nina Hoffmann, SignGes RWTH Aachen

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


2. Jahresempfang des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel am 09.05.2019

01. August 2019

Über 400 Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, darunter Daniel Büter als Vertretung im Namen des DGB, nahmen an diesem 2. Jahresempfang am 09.05.2019 in Berlin teil und hörten bzw. sahen die Festrede von der Juristin und Professorin für Recht und Disability Studies, Theresia Degener, sowie von Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler. Die Veranstaltung stand auch im Zeichen des 10-jährigen Jubiläums der Ratifizierung der UN-BRK in Deutschland und der anstehenden Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-BRK. Jürgen Dusel betonte in seiner Eröffnung, dass Inklusion in Deutschland noch lange keine Selbstverständlichkeit sei - auch wenn sich schon viel bewegt habe. „Im Jahr des Jubiläums der UN-BRK zeigt sich, dass Menschen mit Behinderungen noch immer häufig mit zahlreichen Hürden kämpfen müssen. Sei es bei der steuerlichen Gleichstellung oder auch bei der Suche nach bezahlbarem barrierefreiem Wohnraum, führte Dusel aus. Ein wichtiges Thema sei auch die medizinische Versorgung von Menschen mit schweren Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf.


Fotos: Konrad Schmidt

So gebe es bei der Kostenübernahme von Assistenz im Krankenhaus eine gesetzliche Regelungslücke zulasten der betroffenen Menschen. Diese führe im schlimmsten Fall dazu, dass Menschen trotz schwerwiegender gesundheitlicher Probleme nicht behandelt werden könnten. Das sei eines modernen Sozialstaats im 21. Jahrhundert nicht würdig. „Deutschland wird in diesem Jahr von der Staatengemeinschaft zum zweiten Mal auf den Inklusions-Prüfstand gestellt. Und ich kann jetzt schon sagen: Wir werden sicher an einigen Stellen nacharbeiten müssen. Denn bei der Inklusion geht es um die Umsetzung fundamentaler Grundrechte.“ Auch die Teilhabe am Arbeitsleben müsse verbessert werden. Es sei inakzeptabel, dass rund ein Viertel aller beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber gar keine Menschen mit Behinderung beschäftige. Neben Anpassungen der Ausgleichsabgabe schlug Dusel vor, dass Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung einstellen wollen, nur noch das Integrationsamt als alleinigen Ansprechpartner haben sollten, denn Leistungen aus einer Hand beschleunigten und vereinfachten Prozesse. Bundesfinanzminister Olaf Scholz zeigte sich in seiner Rede zuversichtlich, dass die Forderung nach einer Verdopplung des Pauschbetrags für behinderte Menschen im Einkommenssteuerecht erfüllt werde. Diese werde derzeit geprüft und brauche die Zustimmung der Länder.


Fotos: Konrad Schmidt und Daniel Büter

Dazwischen haben Kassandra Wedel mit Partnerin Rosalie Wanka auf der Bühne wunderschön getanzt. Beide trugen dabei lange Kleider und keine Schuhe, sie bewegten sich beim Tanzen synchron. Dieser Jahresempfang war eine der schönsten Veranstaltung. (DB)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Inklusionsbeiratssitzung am 08.05.2019

01. August 2019

Die Koordinierungsstelle für die UN-Behindertenrechtskonvention hat die 16 Beiratsmitglieder zur zweiten Sitzung des neuen Jahres eingeladen. Diese Stelle ist dem Behindertenbeauftragten Dusel beigeordnet. Der Deutsche Gehörlosen-Bund als Vertreter der Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft war durch Helmut Vogel vertreten. Die Koordinierungsstelle hat die Geschäftsordnung ausgearbeitet, und der Beirat hat diese nach gemeinsamen Diskussionen angenommen. Sie wird demnächst einen Expertenkreis mit den bisherigen und mit neuen Experten zu verschiedenen Themen bzgl. des Lebens von Menschen mit Behinderungen einrichten. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Neue Filme in Gebärdensprache und mit Untertitelung über Monatsberichte 2019

01. August 2019

Im Februar 2019 hat der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. erstmals den Monatsbericht in Deutsch veröffentlicht. Danach haben wir positive Rückmeldungen zu diesem neuen Format bekommen. Im Mai berichtete Elisabeth Kaufmann als 1. Vizepräsidentin erstmals über ihre Arbeiten in Gebärdensprache mit Untertitelung (DGB Film 3/2019). Im Juli berichtete Daniel Büter von der Geschäftsstelle über seine Arbeiten auf dem gleichen Weg (DGB Film 4/2019 bis 9/2019). Es wird zunehmend solche Filme vom Präsidium, vom Beirat und von der Geschäftsstelle geben. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz in der politischen Arbeit des DGB neben dem alle ein bis zwei Wochen erscheinenden DGB-Newsletter der Bundesgeschäftsstelle. Für viele Gehörlose und Gebärdensprachnutzer*innen ist die Vermittlung in der Gebärdensprache wichtig! An dieser Stelle bedanken wir uns bei dem BKK Dachverband für die Förderung des barrierefreien Zugangs zu Informationen des DGB. (HV)

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 (19.07.2019)


Neuer Vorstand des Weltverbandes der Gehörlosen (2019-2023) gewählt

26. Juli 2019

Nach einem spannenden Rennen zwischen den drei Präsidentschaftskandidaten im Vorfeld der Wahl wurde Dr. Joseph Murray aus den USA bei der Generalversammlung am 22. Juli 2019 in Paris mit 46 Stimmen zum neuen Präsidenten des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) gewählt. Auf die anderen Kandidaten entfielen weniger Stimmen: Humberto Insolera aus Italien erhielt 26 Stimmen und Bruno Druchen aus Südafrika 9 Stimmen. Der Deutsche Gehörlosen-Bund gratuliert Murray sehr herzlich.

Joseph Murray hat insgesamt 16 Jahre lang im Vorstand mitgewirkt, die letzten acht Jahre als Vizepräsident. Er bringt seine wertvollen Erfahrungen aus zahlreichen Besuchen bei verschiedenen nationalen Mitgliedsverbänden des WFD und aus der politischen Arbeit bei den Vereinten Nationen (UN) in New York und Genf ein. Murray arbeitet als Professor für Deaf Studies an der Gallaudet-Universität in Washington, D.C., der einzigen Universität weltweit für Gehörlose und Gebärdensprachnutzer*innen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund dankt dem vorherigen Präsidenten, Colin Allen aus Australien, für seine hervorragende Leitung des Weltverbandes der Gehörlosen. Es war eine harte und ausdauernde Arbeit für ihn und den Weltverband, bei dem nur wenige hauptamtliche Mitarbeiter*innen in der Geschäftsstelle in Helsinki, Finnland arbeiten.

Der DGB freut sich mitteilen zu können, dass Steffen Helbing, der 2. Vizepräsident des DGB, von der Mitgliederversammlung als einer der neun Beisitzer*innen beim WFD gewählt worden ist. Das DGB-Präsidium gratuliert Steffen Helbing zu seinem neuen Amt und wünscht ihm viel Freude und Erfolg. Es ist ein gutes Zeichen für die internationale Zusammenarbeit, dass sich nach fast 55 Jahren wieder eine Person aus dem DGB bereit erklärt hat, beim WFD-Vorstand mitzuwirken.

Foto: Florjan Rojba

Damals war es der zu dieser Zeit amtierende DGB-Präsident Max Härdtner aus Frankfurt, der die Rolle des verantwortlichen Leiters des 3. Weltkongresses des WFD 1959 in Wiesbaden übernahm und für einige Jahre, bis 1963, im Präsidium des WFD war. Für Interessierte gibt es hier einen Link zum Film des dritten Weltkongresses: https://youtu.be/FRhJmt7k11U

Der Weltverband der Gehörlosen (WFD) wurde am 23. September 1951 in Rom, Italien, gegründet und ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die die Menschenrechte von schätzungsweise 70 Millionen gehörlosen Menschen weltweit vertritt und fördert. Der WFD ist ein Zusammenschluss von Gehörlosenorganisationen aus 125 Nationen; seine Aufgabe besteht in der Förderung der Menschenrechte von gehörlosen Menschen und eines uneingeschränkten, hochwertigen und gleichberechtigten Zugangs zu allen Lebensbereichen, einschließlich Selbstbestimmung, Gebärdensprache, Bildung, Beschäftigung und Gemeinschaftsleben. Der WFD hat einen beratenden Status bei den Vereinten Nationen und ist ein Gründungsmitglied der International Disability Alliance (IDA).

Die Pressemitteilung 06/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Eröffnungsfeier des 18. Weltkongresses der Gehörlosen

24. Juli 2019

Ronit Laquerrière-Leven, Vorsitzende des Organisationskomitees, eröffnete den Weltkongress. Sie freute sich, bekannt zu geben, dass 2.400 Personen aus 130 Ländern daran teilnehmen.

Im Anschluss gab es zahlreiche Grußworte: von Sophie Cluzel, der Staatsekretärin für Menschen mit Behinderung; von Anna Hidalgo, der Bürgermeisterin von Paris, die möchte, dass die Anerkennung der Französischen Gebärdensprache (LSF) in der französischen Verfassung verankert wird; von Bobby Cordano, der Präsidentin der weltweit einzigen Universität für gehörlose Menschen, der Gallaudet University; von Ana Lucia Arellano, der Vorsitzenden der International Disability Alliance (IDA); von Mark Berry, dem Präsidenten des WFDYS; von Debra Russell, der Ehrenpräsidentin des WASLI; von Vincent Cottineau, dem Präsidenten des Französischen Nationalen Gehörlosenverbandes (FNSF); und von Colin Allen, dem Ehrenpräsidenten des WFD.

Nach dem schönen und lebhaften Theaterauftritt „Paris I love You“ erhielt Colin Allen den Liisa Kauppinen-Menschenrechtspreis für seine unermüdliche Arbeit für die Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft auf internationaler Ebene. Er bekommt zudem eine neue Professorenstelle am Nationalen Technischen Institut für Gehörlose (RIT/NTID) in Rochester, New York, USA.

Professor Dr. Fernand de Varennes hielt einen Plenarvortrag zum Thema „Die Bedeutung von Sprachrechten als Menschenrechte für Gebärdensprachen“. Seit August 2017 hat er das Mandat als UN-Sonderberichterstatter für Minderheitenfragen. Er ist als einer der weltweit führenden Expert*innen zu internationalen Menschenrechten von Minderheiten bekannt und hat einen besonderen Schwerpunkt auf Fragen rund um Sprachen gelegt. Er betonte, dass gehörlose Personen das Recht auf ihre Sprachen – Gebärdensprachen – haben, nicht aufgrund von Behinderung oder weil sie eine Minderheit sind, sondern weil es ein Menschenrecht ist, Zugang zur eigenen Sprache zu haben. Die slowenische Regierung kündigte an, dass sie die Gebärdensprache als Amtssprache anerkennen wird. Hinsichtlich der Bedeutung der Gebärdensprache als vollwertiger Sprache gehörloser Personen ist die Tatsache zu begrüßen, dass mehrere Staaten ihren nationalen Gebärdensprachen den Status einer Amtssprache verleihen. Dadurch wird anerkannt, dass es wichtig ist, das Verständnis dafür zu verbessern, wie Gebärdensprachen in allen Staaten geschützt und gefördert werden können.

Auf dem Foto von links nach rechts: Helmut Vogel, Dr. Fernand de Varennes und Daniel Büter

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18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) eröffnet.

23. Juli 2019

Heute hat der fünftägige 18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen unter der Schirmherrschaft des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris begonnen, nachdem er vor 48 Jahren schon einmal dort stattgefunden hat. Mehr als 1.800 Teilnehmer*innen aus 120 Ländern der Welt werden erwartet.

Der Weltkongress bekundet mit seinem innovativen Thema „Gebärdensprachrechte für alle“ den Willen zu inklusiver Politik und unterstreicht, dass die vollständige Inanspruchnahme von Sprachrechten für die Ermöglichung einer vollen Inklusion der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft in die nationale Gesellschaft unverzichtbar ist.

Das Kongressthema ergänzt das Internationale Jahr der indigenen Sprachen der UNESCO, die ihren Hauptsitz in Paris hat, und bietet die Möglichkeit aufzuzeigen, dass allen Gebärdensprachen der gleiche Status wie Lautsprachen zugestanden werden sollte. Gebärdensprache ist ein kulturelles und sprachliches Gut des 21. Jahrhunderts. Deshalb ist es wesentlich, sie als Menschenrecht anzusehen und umzusetzen.

Das Kongressprogramm umfasst sechs Hauptthemen: Gebärdensprache und Deaf Studies, Bildung für Gehörlose, Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Technologie und Zugänglichkeit/Barrierefreiheit, Gesundheit sowie Arbeit und Beschäftigung. An fünf Tagen gibt es insgesamt sieben Plenarvorträge und 93 Vorträge.

Vier Präsidiumsmitglieder und ein Referent des Deutschen Gehörlosen-Bundes (Helmut Vogel, Elisabeth Kaufmann, Steffen Helbing, Dr. Ulrike Gotthardt und Daniel Büter) nehmen an diesem Weltkongress, einem der wichtigsten internationalen Treffen der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft, teil. Der DGB bringt vier Gebärdensprachdolmetscherinnen mit, damit die volle Zugänglichkeit/Barrierefreiheit in Deutscher Gebärdensprache für das Präsidium und für zahlreiche Teilnehmer*innen aus Deutschland ermöglicht ist. Der DGB dankt dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Finanzierung der Gebärdensprachdolmetscherinnen aus dem Partizipationsförderung nach dem Behindertengleichstellungsgesetz.

Die Pressemitteilung 04/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen

19. Juli 2019

Alle vier Jahren veranstaltet der WFD einen Weltkongress. Vom 23.-27. Juli 2019 findet der 18. Weltkongress im Palais des Congrès de Paris (Porte Maillot) in Paris, Frankreich, statt. Es ist eines der wichtigsten internationalen Treffen der Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft. Aus dieser Zielgruppe werden bis zu 3.000 Teilnehmern aus den 135 nationalen Gehörlosenverbänden in der ganzen Welt erwartet.

Das Kongressthema „Gebärdensprache für alle“ unterstreicht, dass die uneingeschränkte Wahrnehmung der sprachlichen Rechte entscheidend ist für die vollständige Einbeziehung der Gehörlosengemeinschaft in die Gesellschaft.

Das Kongressprogramm wird diese sechs im Folgenden aufgeführten Hauptthemen behandeln:

  1. Gebärdensprache und Deaf Studies
  2. Bildung für Gehörlose
  3. Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung
  4. Technologie und Zugänglichkeit
  5. Gesundheit
  6. Arbeit und Beschäftigung

Alle Informationen zum Weltkongress finden Sie hier.
Die Broschüre bzw. das Programmheft des Weltkongresses (70 Seiten) finden Sie hier.

Das Programmheft für den 18. WFD-Kongress in Paris haben wir für Sie komplett vom Englischen ins Deutsche übersetzen lassen. Der Link dazu ist hier zu finden.

Da das Programm für den 18. Weltkongress geändert wurde und es nun drei statt vier Themenblöcke gibt, haben wir das deutschsprachige Programm überarbeitet und angepasst. Das Programm als PDF-Datei befindet sich hier.

Insgesamt gibt es 7 Plenarvorträge und 93 Vorträge. Außerdem haben wir eine Referentenübersicht zu den sechs Hauptthemen erstellt. Dazu ist der Link hier zu finden.

Wir bringen vier Gebärdensprachdolmetscherinnen mit, damit die volle Zugänglichkeit und eine bessere Verständigung in Deutscher Gebärdensprache für uns alle, ca. 50 Teilnehmer*innen aus Deutschland, gesichert ist. Wir danken dem BMAS für die Finanzierung der Gebärdensprachdolmetscherinnen nach dem Partizipationsfonds.


1. Norddeutschen Gehörlosen-Seniorentreff vom 14.-16. Juni 2019 in Hamburg

18. Juli 2019

Der Beauftragte für Senioren Bernd Siebert ist im Auftrag des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. dort gewesen.

Am ersten Tag (Freitag) hielt ich für das DGB-Präsidium eine kurze an die gehörlosen Senioren aus Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gerichtete Begrüßungsrede. Alle Teilnehmer waren erstaunt, dass auch der DGB dabei war. Der Leiter der Veranstaltung, Alexander von Meyenn, hatte mich eingeladen. Es kamen über 190 Teilnehmer. Die Veranstaltung fand im Gehörlosen-Clubheim statt.
Am Abend gab es eine Quizshow, die von den Quizshow-Leitern Simon Kollien und Stefan Palm-Ziesenitz geführt wurde. Vier Länder nahmen teil und die meisten Punkte bekam Niedersachsen.

Foto: Alexander von Meyenn

Am zweiten Tag (Samstag) fand die Eröffnung der Fachtagung im Hamburg-Haus statt. Der 1. Vorsitzende Ralph Raule leitete diese Veranstaltung. Das DGB-Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Kleefeldt hielt eine kurze Rede, in der er betonte, dass diese großartige Veranstaltung ein Vorbild auch für andere Bundesländer sein solle.

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Der Deutsche Gehörlosen-Bund nimmt Stellung zu den Zahlen der Schwerbehindertenstatistik – 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung sind gehörlos, also ca. 83.000 Menschen in Deutschland

17. Juli 2019

Es gibt immer wieder neue Anfragen, wie viele Gehörlose in ganz Deutschland leben. In dem Artikel der Deutschen Gehörlosenzeitung (08/2018, Seite 17) „Vom Mythos der 80.000“ wird dies beschrieben. Auf diese Frage gibt es scheinbar keine einfache Antwort, denn es werden immer wieder unterschiedliche Statistiken dazu veröffentlicht. Doch in Deutschland gibt es keine offizielle Statistik, die alle Personen in Deutschland, die eine Hörbehinderung haben bzw. gehörlos sind, erfasst.

Seit vielen Jahren gibt der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. bekannt, dass ca. 80.000 gehörlose Personen in Deutschland leben. Gerechnet wird im Allgemeinen mit einem Gehörlosen-Anteil von 0,1 % in Bezug auf die Gesamtbevölkerung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Diese Annahme von einem Promille wird durch wissenschaftliche Quellen bestätigt.
Laut dem Statistischen Bundesamt (Stand: 31.12.2018) leben insgesamt 83.019.200 Menschen in Deutschland. Demnach wäre von ca. 83.000 Gehörlosen auszugehen.

Nun gibt es aber auch andere Angaben, die dieser Zahl (auf den ersten Blick) widersprechen: Ende 2017 gab es laut Schwerbehindertenstatistik 28.228 Gehörlose und zusätzlich 20.139 gemeldete Personen mit Taubheit in Kombination mit Störungen der Sprachentwicklung und entsprechenden Störungen der geistigen Entwicklung, also 48.367 gehörlose Menschen in Deutschland.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 13, Reihe 5.1.2017

Um aber diese Zahlen richtig zu interpretieren, müssen die Gründe bekannt sein, warum die obige Statistik zu abweichenden Zahlen kommt. Der erste Grund dafür ist, dass „Gehörlosigkeit“ (wie jede andere Behinderung) nicht meldepflichtig ist. Niemand muss eine „Behinderung“ bzw. „Schwerbehinderung“ melden, und so werden viele Menschen mit Hörbehinderung gar nicht gezählt, d. h. es gibt eine große Dunkelziffer. Der zweite Grund ist, dass es unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Gehörlosigkeit“ bzw. „Schwerhörigkeit“ gibt, wodurch dann auch unterschiedliche statistische Angaben entstehen. Dieselbe Statistik gibt zum Beispiel an, dass es insgesamt 262.539 schwerhörige Menschen gibt. Davon sind 53.569 in einem Maße schwerhörig, dass es an Taubheit grenzt, und haben einen Grad der Behinderung von 90 oder mehr. Würden diese 53.569 und die genannten 48.367 Gehörlosen zusammengefasst, ergäbe sich eine Zahl von 101.036. Dass mehr als 0,1 % der deutschen Gesamtbevölkerung gehörlos sind, ist also auch mit der Schwerbehindertenstatistik belegbar. Wir stellen fest, dass sehr viele an Taubheit grenzende Schwerhörige an den Aktivitäten der Gehörlosenvereine bzw. -verbände, die sich an unseren Dachverband angeschlossen haben, teilnehmen.

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DGB-Film 5/2019 in Gebärdensprache und mit Untertitel "Ausgewählte Kurzberichte aus dem Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 vom Referent für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Daniel Büter"

04. Juli 2019


DGB-Film 4/2019 in Gebärdensprache und mit Untertitel "Ausgewählte Kurzberichte aus dem Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Mai und Juni 2019 vom Referent für politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Daniel Büter"

03. Juli 2019


Problematiken in medizinischen Notfallsituationen

22. Juni 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

Frau Dahlke ist hörende Studentin der Universität Würzburg. Früher war sie Rettungssänitäterin. Dort hat sie Menschen in medizinischen Notfällen geholfen. Sie hat, auch zusammen mit Notärzten, die Menschen versorgt, gerettet, ins Krankenhaus gefahren und dorthin zur weiteren Behandlung gebracht. Daher weiß sie, wie es Menschen in medizinischen Notfällen geht, wie sie sich fühlen. Sie weiß auch, was es für Menschen in Notfällen bedeutet, eine gute Versorgung zu bekommen. Dabei ist es wichtig, dass die Kommunikation gut läuft. Sie möchte deswegen wissen: welche Erfahrungen machen Gehörlose in medizinischen Notfallsituationen und was muss verbessert werden. Damit man das mehr bekannt machen kann, hat sie einen Fragebogen geschrieben. Die Ergebnisse wird sie zusammenfassen, sie können dann als Argumente für die Verbesserung der medizinischen Versorgung genutzt werden.

Wir vom Präsidium unterstützen diese Arbeit sehr! Deswegen bitten wir Sie herzlich: Wer schon einmal in einer medizinischen Notfallsituation war, also Hilfe vom Rettungsdienst bekommen hat, möchte bitte den anhängenden Fragebogen ausfüllen! Wenn Sie mehr als 1x Hilfe vom Rettungsdienst bekommen haben, füllen Sie bitte für das 2. Mal, 3. Mal usw. den gesonderten Bogen aus.
Hier geht es zum Fragebogen. (hier als Word-Datei und als pdf-Datei).

Bitte beteiligen Sie sich! Die Befragung läuft bis zum 10.07.2019!

Herzlichen Dank!


Traueranzeige für Karin Kestner

21. Juni 2019


18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen

21. Juni 2019

Alle vier Jahren veranstaltet der WFD einen Weltkongress. Vom 23.-27. Juli 2019 findet der 18. Weltkongress im Palais des Congrès de Paris (Porte Maillot) in Paris, Frankreich, statt. Es ist eines der wichtigsten internationalen Treffen der Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft. Aus dieser Zielgruppe werden bis zu 3.000 Teilnehmern aus den 135 nationalen Gehörlosenverbänden in der ganzen Welt erwartet.

Das Kongressthema „Gebärdensprache für alle“ unterstreicht, dass die uneingeschränkte Wahrnehmung der sprachlichen Rechte entscheidend ist für die vollständige Einbeziehung der Gehörlosengemeinschaft in die Gesellschaft.

Das Kongressprogramm wird diese sechs im Folgenden aufgeführten Hauptthemen behandeln:

  1. Gebärdensprache und Deaf Studies
  2. Bildung für Gehörlose
  3. Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung
  4. Technologie und Zugänglichkeit
  5. Gesundheit
  6. Arbeit und Beschäftigung

Alle Informationen zum Weltkongress finden Sie hier.
Die Broschüre bzw. das Programmheft des Weltkongresses (70 Seiten) finden Sie hier.

Das Programmheft für den 18. WFD-Kongress in Paris haben wir für Sie komplett vom Englischen ins Deutsche übersetzen lassen. Der Link dazu ist hier zu finden.
Das Programm für 18. WFD-Kongress finden Sie hier.


Großer Applaus zum dritten Platz von Benjamin Piwko bei der „Let’s Dance“!

21. Juni 2019

Das bezaubernde Tanzpaar Benjamin Piwko und Isabel Edvardsson bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ hat bis zum Finale am 14. Juni 2019 sehr viele Menschen begeistert. In den Medien und sozialen Medien wurde darüber sehr viel berichtet. Im Finale belegten sie den hervorragenden dritten Platz! Von unserer Seite gratulieren wir den beiden ganz herzlich!

Während sich Benjamin Piwko als prominenter Tanzpartner trotz der Taubheit so hervorragend entwickeln konnte, konnte sich Isabel Edvardsson als Profitänzerin in die Welt von Benjamin Piwko einfühlsam hineinversetzen. Drei Monate lang hat das Tanzpaar mit unterschiedlichen Tänzen hart gearbeitet und hat sich gegenseitig großartig unterstützt. Benjamin Piwko ist ein bekannter Kampfkunstsportler und Schauspieler.

Zu jeder Staffel seit März 2019 haben darunter viele Gehörlose mit Benjamin Piwko, der sich mit Gebärdensprache im Fernsehen stets gezeigt hat, gefiebert und sich bis zum Finale mit ihm mitgefreut. Die RTL-Tanzshow war zu unserer Freude jedes Mal untertitelt, das sollte zunehmend eine Selbstverständlichkeit im privaten Fernsehen werden!

Helmut Vogel als Präsident des DGB hatte überraschenderweise die Einladung von Benjamin Piwko erhalten. Er konnte das Finale im Coloneum in Köln miterleben und sich danach mit dem Tanzpaar treffen. Es ist beeindruckend für ihn gewesen! Viele Zuschauer*innen wollten ein Foto mit Benjamin haben.


Helmut Vogel, Benjamin Piwko, Ralf Brauns und Isabel Edvardsson (von links)
Foto: Ralph Brauns

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Bekanntgabe des Datums und des Mottos zu 7. Kulturtagen 2022 – Aufruf zum Logo-Wettbewerb

20. Juni 2019

Drei Landesverbände der Gehörlosen nahmen an dem Wettbewerb um die Ausrichtung der nächsten 7. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen 2022 teil. Als es am 27. Oktober 2018 bei der Bundesversammlung des DGB in Magdeburg soweit war, bekam der Landesverband der Gehörlosen von Baden-Württemberg e.V. den Zuschlag. Die 7. Kulturtage werden nun in Friedrichshafen am Bodensee stattfinden.

Seit Januar 2019 tagt nun das Gremium „KT 2022 Friedrichshafen“ und trifft sich allmonatlich zusammen zu Sitzungen per Webcam. Das Gremium besteht aus sechs Personen, jeweils zwei aus dem DGB (Helmut Vogel und Elisabeth Kaufmann), zwei aus dem Landesverband (Wolfgang Reiner und Andreas Frucht) und zwei aus dem Hörgeschädigten-Zentrum Bodensee-Allgäu-Oberschwaben e.V. (Gerald Schneider und Holger Nagel).

Es wurden bisher vier wichtige Themen behandelt und entschieden:

  1. Das Datum der Kulturtage ist festgelegt worden: 08. bis 11. Juni 2022
  2. Die Eröffnungsfeier und der Galaabend sowie die künstlerischen Auftritte und die Vorträge finden im sehr schönen Graf Zeppelin-Haus am Bodenseeufer statt.
  3. Sieben Personen vom Präsidium des DGB und sieben Personen von den Vorständen des Landesverbandes und der südwürttembergischen Gehörlosenvereine haben ein Motto nach drei Runden ausgesucht und sich dafür entschieden: "Eine Kultur überwindet Grenzen".
    Das bedeutet: Wir leben derzeit in einer Gesellschaft, in der wir jeden Tag erfahren müssen, dass gehörlose Menschen aufgrund ihrer Kommunikationsbarrieren und ihrer fehlenden Förderung der Gebärdensprache in unterschiedlichen Lebenslagen oftmals an die Grenzen gestoßen sind. Dieses Motto soll daran erinnern, dass wir ein Recht auf eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft haben und dafür kämpfen müssen. Und wir setzen uns bei der Vorbereitung und Durchführung der 7. Kulturtage ein, dass verschiedene Grenzen in der künstlerischen Arbeit, der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, der Barrierefreiheit und dem Austausch der Besucher aus den grenznahen Ländern in einer der schönsten Regionen Europas überwunden werden.
  4. Es muss noch ein Logo entworfen werden, das auch zum Sinn des Mottos und der siebten Durchführung der Kulturtage passen soll. Alle interessierten Künstler sind aufgerufen, an dem Logo-Wettbewerb teilzunehmen. Frist ist 15. September 2019. Bei Fragen und Sendung der Logo-Entwürfe bitte an diese Mail-Anschrift schicken: logokt22@gehoerlosen-bund.de
Der Siegerin bzw. dem Sieger winkt ein toller Preis: Freier Eintritt für die Kulturtage und dazu eine Zeppelinrundfahrt für eine halbe Stunde.
 
Weiterhin wird die neue Organisationsstruktur der Kulturtage demnächst so aussehen: Sie wird in drei Bereichen KT-Gremium, die gGmbH (die als Tochtergesellschaft des DGB noch zu gründen ist) und die Gesellschafter der gGmbH vom DGB aufgeteilt. Diese Struktur ist an diesen drei Bereichen ausgerichtet, so dass die Organisation der 7. Kulturtage bestens vorbereitet sein wird.
 
Demnächst steht ein Gespräch mit dem Friedrichshafener Oberbürgermeister Andreas Brand an. Das Gremium hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder von ihnen seinen Beitrag einbringt, der zum Gelingen der 7. Kulturtage der Gehörlosen in Friedrichshafen notwendig sein wird.
 
Kontakt:
Ansprechpartnerin vom DGB für die 7. Kulturtage: Elisabeth Kaufmann, 1. Vizepräsidentin und Fachteamleiterin für Kultur
Ansprechpartner vom LV BW für die 7. Kulturtage: Gerald Schneider
 
 
 
Die Pressemitteilung 02/2019 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.

DGB-Film 3/2019 in Gebärdensprache und mit Untertitel "Ausgewählte Kurzberichte aus dem Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019) von der 1. Vize-Präsidentin Elisabeth Kaufmann"

13. Juni 2019


Mitteilung des Deutschen Gehörlosen-Bundes e. V.

06. Juni 2019

Mit Betroffenheit haben wir den Tod von Karin Kestner zur Kenntnis genommen. Wir sprechen den Angehörigen unser herzliches Beileid aus und teilen die Trauer über den schweren Verlust. Frau Kestners kämpferische Natur und ihr unermüdlicher Einsatz werden uns fehlen. Sie hat als eine der wenigen hörenden Menschen von damals sehr früh verstanden, dass die bimodal-bilinguale Bildung der sicherste Weg für den Spracherwerb und die Familienkommunikation ist. In diesem Zusammenhang war ihr Einsatz für die Hausgebärdensprachkurse auch wegweisend. Bei der CI-Fachtagung des DGB im letzten Jahr hat sie noch einen wichtigen Vortrag über die Erfahrungen der Eltern gehalten. Wir werden sie stets in bester Erinnerung behalten.


DGB-Film 2/2019 in Gebärdensprache und mit Untertiteln über Pressemitteilung 01/2019 "Vorstellung der politischen Arbeitsstruktur und des Organigramms des Deutschen Gehörlosen-Bundes"

04. Juni 2019


Vorstellung der politischen Arbeitsstruktur und des Organigramms des Deutschen Gehörlosen-Bundes

23. Mai 2019

Die konkrete Verteilung der Zuständigkeiten und Aufgaben hat bislang im Vordergrund für das neugewählte Präsidium gestanden. Die Teammitglieder des Deutschen Gehörlosen-Bundes haben schon ihre verschiedenen Aufgaben wahrgenommen. Nun werden die politische Arbeitsstruktur und das Organigramm des DGB vorgestellt.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. (DGB) vertritt als Dachverband von derzeit 26 Mitgliedsverbänden die Gebärdensprachgemeinschaft. Er besteht mit ca. 28.000 Mitgliedern aus 16 Landesverbänden und 10 bundesweiten Fachverbänden. Insgesamt zählen dazu etwa 600 Gehörlosen- und Gebärdensprachvereine aller Bereiche.

Die Mitgliedschaft im Deutschen Gehörlosen-Bundes:

Die 16 Landesverbände der Gehörlosen und die Deutsche Gehörlosen-Jugend als eigenständige Jugendorganisation des DGB sind ordentliche Mitglieder. Die Mitgliederzahlen in den einzelnen Landesverbänden errechnen sich aus den Mitgliedschaften in den Gehörlosenvereinen, die in den verschiedenen Bundesländern an den jeweiligen Landesverband angeschlossenen sind. Das sind zusammen 11.000 Mitglieder. Dazu gehören auch gehörlose Kinder und Jugendliche/junge Erwachsene (bis 27 Jahre), die als Mitglieder in den Landesverbänden Teil der Deutschen Gehörlosen-Jugend sind.

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Bundesversammlung der Deutschen Gehörlosen-Jugend (06.-07.04.2019)

14. Mai 2019

Vom 6. bis 7. April 2019 fand die Bundesjugendversammlung der Deutschen Gehörlosen Jugend e.V. in Frankfurt am Main statt. Auf Einladung kam Elisabeth Kaufmann, Vizepräsidentin des DGB, am Sonntag für eine kurze Ansprache zur Versammlung. Sie hielt eine Rede bei der Versammlung, bei der es um die Neustrukturierung des DGB und um die Wiedereinführung des Beirats und dessen Beauftragte ging. In den Beirat soll ein Beauftragter/eine Beauftragte für Kinder und Jugend integriert werden, am besten eine Person von der DGJ, da die DGJ gut vernetzt ist mit anderen Jugendverbänden. Es gab danach auch eine Diskussion, wie in Zukunft die gegenseitige Zusammenarbeit aussehen könnte, da dadurch auch die Wertschätzung ihrer Arbeiten steigen könnte. Es soll kein Von-oben-Herabschauen der „Alten“ auf die „Jungen“ vorherrschen. Optimal wäre, dass die Landesverbände ihre eigenen Jugendvertreter zur BJV (Bundesjugendversammlung) delegieren und diesen auch den entsprechenden Freiraum zur Gestaltung ihrer Projekte geben. Danach wurde noch über Social Media (Facebook, Instagram und Twitter) lange diskutiert. Elisabeth Kaufmann nahm dankbar Tipps im Umgang und zur Verwendung der Social Media an. Insgesamt war es ein schöner und ideenreicher Austausch auf verschiedenen Ebenen, und diese Zusammenarbeit soll weitergeführt werden.


Foto: Elaine Kollien

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Mitgliederversammlung der BAG Selbsthilfe (06.04.2019)

14. Mai 2019

Am 6. April 2019 fand die Bundesmitgliederversammlung der BAG Selbsthilfe in Bonn statt, an der Elisabeth Kaufmann teilgenommen hat. Bei dieser Bundesversammlung wurden viele wichtige Punkte vorgetragen wie zum Beispiel der Gesamtplan und Teilhabeplan – die Stärkung der Antragsteller bei Bedarfsfeststellung und die Leistungsbewilligung. Die Rednerin war Prof. Dr. Helga Seel. Es ging darum, dass die Ausgestaltung von Teilhabeplan und Gesamtplan auf Kooperation, Koordination und die Übereinstimmung von Zielvorgaben angewiesen ist. Bei dem weiteren Vortrag, bei dem Frau Natalie Tauchert sprach, handelte es sich darum, ob die EUTB in der Beratungslandschaft angekommen ist. In ihrem Vortrag betont Frau Tauchert ihr Ziel, Menschen mit Behinderung zu unterstützen und deren Recht auf Teilhabe selbstbestimmt zu verwirklichen. Zum Schluss hielt der Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe eine zusammenfassende Rede über die Perspektiven für die verbandliche Arbeit für die BAG Selbsthilfe. Es waren geballte Informationen an einem einzigen Tag und sehr aufschlussreich!


Foto: Elisabeth Kaufmann

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


2. Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses (01.04.2019)

14. Mai 2019

Am 01.04.2019 nahm Daniel Büter an der 2. Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses teil. Über die Arbeit des DBR-Sekretariats hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. (ISL) kurz berichtet. Wahlrecht, Europawahlen, Partizipation, Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0, Bundesteilhabegesetz, Welttagsveranstaltung am 03.12.2019, AGG-Reform, Versorgungsmedizin-Verordnung, Elektronische Kleinstfahrzeuge, E-Scooter, Mobilität-Servicezentrale, Betreuungsrecht, etc. waren Themen auf der Tagesordnung, die wir diskutiert haben.


Foto: DBR

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


1. Regionalkonferenz „Mobilität in einem inklusiven Sozialraum“ (01.04.2019)

14. Mai 2019

Am 01.04.2019 hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil die erste Regionalkonferenz der InitiativeSozialraumInklusiv in Braunschweig eröffnet. Damit wurde die bundesweite Konferenzreihe gestartet, die in insgesamt sechs Regionalkonferenzen das Thema „Inklusiver Sozialraum“ beleuchten und gute Beispiele aus den Regionen zeigen will. Hans-Jürgen Kleefeldt war dorthin gekommen, um sich zum Thema Mobilität in einem inklusiven Sozialraum zu informieren. Das Motto lautete: Von guten Beispielen auf kommunaler Ebene lernen. Im Fokus standen dabei die drei Handlungsfelder „Nahverkehrsplanung – Barrierefreiheit bis 2022“, „Inklusive Mobilität im ländlichen Raum“ und „Chancen der Digitalisierung für eine inklusive Mobilität“. Die Bezeichnung „Barrierefreiheit“ ist ein dehnbarer Begriff, der noch nicht überall Anwendung findet, und deshalb versuchte man in dieser Regionalkonferenz, ihn stärker zu vermitteln. Die nächsten Regionalkonferenzen werden zeigen, ob bis zum Jahr 2022 die Barrierefreiheit ernst genommen wird.


Foto: Thomas Rafalzyk/BMAS

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Pulse of Europe (31.03.2019)

14. Mai 2019

Am 31.03.19 war Steffen Helbing bei der Veranstaltung ‚Pulse of Europe‘ - auf dem Gendarmenmarkt in Berlin. Er hielt dort einen kleinen Vortrag, in dem er u. a. betonte, dass Europa für ihn ein wichtiges Länderbündnis ist, um Menschen mit und ohne Behinderung ein barrierefreies und selbstbestimmtes Leben zu bieten und Inklusion real (er)lebbar zu machen! Ebenso steht Europa für ihn für die Durchsetzung von Frauen- und Menschenrechten. Europa muss für seine Bürger und Bürgerinnen und deren Anliegen und Wünsche ein verlässlicher Partner sein. Menschen mit und ohne Behinderung sollen das Gefühl haben, mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen zu werden, und erleben, dass Themen nicht nur auf dem Papier stehen bleiben, sondern angegangen und umgesetzt werden. Es gab viel positive Resonanz auf seinen Beitrag, was ihn natürlich sehr freut! Steffen Helbing bewirbt sich um den Sitz des Europäischen Parlaments bei der Europawahl am 26. Mai 2019 und kandidiert über die Liste der Berliner CDU, dazu drücken wir ihm fest die Daumen!


Foto: Steffen Helbing

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Sitzung der Arbeitsgruppe DB (27.03.2019)

14. Mai 2019

Nach der Begrüßung und Vorstellung aller Beteiligten teilte Frau Tanya Stötzer mit, dass sie die Arbeitsgruppe leitet, da Frau Engel-Kuhn erkrankt war. Anwesend waren 6 Rollstuhlfahrer, 1 Sehbehinderter, 2 Blinde, 2 Hörgeschädigte mit zwei Dolmetscherinnen und verschiedene Personen von der Deutschen Bahn. Für den DGB vertrat Hans-Jürgen Kleefeldt. Das erste Thema war die Vorstellung des neuen Eurocity-Nachfolger „ECx“, der 2023 in Dienst gestellt werden soll. Es durfte in diesem Raum nicht fotografiert werden, da dies vom Hersteller verlangt wurde. Die Berichte mit den Fotos aus der Presse stammen von der Entwicklung aus dem Computer. Es ist noch kein Zug dieser Bauart hergestellt worden. Es wurde viel darüber diskutiert, wie die Innenausstattung insbesondere im Sanitärbereich gestaltet werden soll. Kritikpunkte waren die Toiletten, wo die Waschbecken zu klein oder falsch aufgestellt sind. Diese Kritikpunkte kamen direkt von den Rollstuhlfahrern. Die Einrichtung dieser Abteile gibt es nur in der 1. Klasse, die als Standard geführt werden soll, soll nur für den gesamten Zug ausgestattet sein. Es sollte auch überlegt werden, auch einen zweiten Waggon in der 2. Klasse einzuführen. Für Gehörlose und Hörgeschädigte sollen bei Ansagen im Zug die Texte auf den Monitoren zu lesen sein. Nach der Mittagspause wurde über die Weiterentwicklung des Bahnsteighöhenkonzepts gesprochen. Es sollen drei verschiedenen Höhen bestehen, wobei bei kleinen Bahnhöfen auf dem Lande die Bahnsteighöhe 55 cm betragen sollen und in größeren Bahnhöfen 96 (mehr bei S-Bahnen) bzw. 78 cm. Diese Höhen sollen für die neuen Züge angepasst werden. Des Weiteren wurde auch über die Fahrgastinformationen in den Bahnhöfen auf dem Lande besprochen. Diese sollen ab 2020 testweise und ab 2023 überall installiert werden. Die Anzeigen sind zwei- bzw. dreizeilig und werden mit LED beleuchtet. Es wurde ein Testgerät vorgestellt. Die LED-Anzeige leuchtet sehr intensiv, und für Blinde wird akustisch die Anzeige angesagt, wenn man auf den Knopf drückt. Zum Schluss wurde nur kurz der Service für mobillitätseingeschränkte Fahrgäste angesprochen und das aktuelle Ergebnis mitgeteilt. Leider waren zu diesem Zeitpunkt aber die Hälfte der Beteiligten bereits auf dem Heimweg. Die Deutsche Bahn versucht, weiterhin mit den Drittbahnen eine Kooperation zu bilden, damit alle mobilitätseingeschränkten Reisenden weiterhin kostenfreie Hilfeleistungen für die gesamte Reise abrufen können.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Festakt 10 Jahre UN-BRK (26.03.2019)

14. Mai 2019

Vor zehn Jahren, am 26.03.2009, ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Aus diesem Anlass hatte Bundesminister Hubertus Heil zu einem Festakt eingeladen, an dem rund 350 Menschen mit und ohne Behinderung aus allen Teilen des gesellschaftlichen Lebens teilnahmen. Im Rahmen dieses Festaktes hat Bundesminister Heil Frau Prof. Dr. Theresia Degener für ihre Arbeit im UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gedankt. Steffen Helbing und Daniel Büter waren dort anwesend. Wie der ironische Titel der Veranstaltung vermuten lässt musste Steffen Helbing immer wieder in Gesprächen darauf hinweisen das sicherlich schon einige Schritte in die richtige Richtung unternommen wurden, aber noch lange nicht von einer Umsetzung der Konvention gesprochen werden kann. Für einen Festakt ist es, seiner Meinung nach, bei Weitem noch zu früh.


Foto: Steffen Helbing

 Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Delegs-Fachtagung (20.03.2019)

14. Mai 2019

Ca. 60 Gehörlose und Hörende trafen sich auf der Fachtagung „Teilhabe gehörloser Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsleben“ am 20.03.2019 in Berlin. Es ging u. a. um die Weiterentwicklung und Verbreitung der Fachgebärden in der Deutschen Gebärdensprache. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um die berufliche Teilhabe Gehörloser in qualifizierten Berufen zu verbessern. Der 2. Vizepräsident des DGB, Steffen Helbing, hat die Veranstaltung eröffnet und begeisterte mit einem lebhaften und humorvollen Beitrag. Die Leiterin der Abteilung V im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Vanessa Ahuja, stellte danach mit einem Fachvortrag vor, wie die Bundesregierung die Teilhabe behinderter und insbesondere gehörloser Menschen fördert. Daniel Büter hat die Forderungen des DGB zum Thema Arbeit vorgestellt. Dr. Matthias Bartke (MdB, SPD, Vorsitzender der Ausschusses Arbeit und Soziales) hat sich den Fragen und Anregungen in der abschließenden Podiumsdiskussion, unter anderem mit Daniel Büter, gestellt. Weitere Themen waren die Forderung nach einer verbesserten Verfügbarkeit von Dolmetscher/-innen und deren leistungsgerechtere Vergütung. Dies könne, z. B. sozial gerecht über eine Anhebung der Ausgleichsabgabe insbesondere für Betriebe ohne Behindertenanteil erreicht werden.


Fotos: Steffen Helbing

 Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Deutscher Hörfilmpreis 2019 (19.03.2019)

14. Mai 2019

Der Deutsche Hörfilmpreis wurde seit 2002 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) jedes Jahr vergeben. Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) verstehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Den DGB vertraten Steffen Helbling und Thomas Zander.


Foto: Steffen Helbing

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Besichtigung in Friedrichshafen (15.03.2019)

14. Mai 2019

Am 15. März 2019 haben Helmut Vogel und Elisabeth Kaufmann für den DGB zusammen mit dem Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e. V. das Graf-Zeppelin-Haus und die Messe in Friedrichshafen für die 7. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen im Jahr 2022 besichtigt. Weiterhin haben sie sich mit diversen Vertreter/innen der Gehörlosenvereine in Baden-Württemberg getroffen. Die Vorbereitungen haben also schon begonnen! Bei der Bundesversammlung des DGB im Oktober 2018 in Magdeburg hatte der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg den Zuschlag für die Ausrichtung der Kulturtage von den Mitgliedsverbänden des DGB erhalten.


Foto: Andreas Nagel

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Gespräch mit Wilfried Oellers (11.03.2019)

14. Mai 2019

Am 11.03.2019 traf Steffen Helbing sich erneut mit Herrn Wilfried Oellers, dem behindertenpolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, zu einem Gespräch über verschiedene Themen. Herr Oellers ist sehr offen für die Themen und Belange von Menschen mit Behinderung. Gerade in Europa möchte Steffen Helbing sich besonders für taube Menschen engagieren, mit dem Hintergrund, dass es wichtig ist und einen Unterschied macht, wenn er sich als selbst Betroffener für die Belange von anderen Gehörlosen einsetzt, als wenn Hörende an der Realität und den Problemen, Wünschen und Bedürfnissen tauber Menschen vorbei agieren. Er hat in der Vergangenheit viele negative Erfahrungen gemacht und finde es keine gute Idee, wenn Menschen ohne Behinderung für Menschen mit Behinderung/ Einschränkungen oder besonderen Bedürfnissen, Anträge auf Projektförderung stellen. Wenn überhaupt, sollten solche Projekte inklusiv beantragt und umgesetzt werden, um gerade den Betroffenen die Chance zu geben, sich für ihre Interessen einzusetzen, sich dafür stark zu machen und ihre Erfahrungen mit einzubringen. Zudem bieten solche Projekte die Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Ein weiteres Ziel, das Steffen Helbing erreichen möchte, ist, dass die Deutsche Gebärdensprache in Deutschland offiziell als Amtssprache anerkannt wird. Dies ist dringend nötig, um gehörlosen Menschen eine barrierefreie Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen. Kommunikation ist ein Menschenrecht, verstehen können und verstanden werden – dafür wird er weiterkämpfen! Barrierefreiheit für alle! Auch das Thema „Ehrenamt muss unterstützt werden“ liegt ihm weiter sehr am Herzen. Dies und mehr sind die Themen, für die er sich weiter stark machen wird!

Foto: Steffen Helbing

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


EUD-Vorstandssitzung (07.-10.03.2019)

14. Mai 2019

Am 08.03.2019 fand in Nikosia, Zypern, die erste Sitzung des EUD-Vorstands im Jahr 2019 statt, an der Daniel Büter teilnahm. Während des 4-tägigen Aufenthalts hatte der EUD-Vorstand Gelegenheit, die Spende von Huawei in Höhe von 500.000 USD für die EUD ausführlich zu diskutieren. Darüber hinaus besprachen die Mitglieder des EUD-Vorstands die Agenda der EUD-Generalversammlung, die im Mai dieses Jahres in Bukarest (Rumänien) stattfinden wird. Die EUD traf sich mit dem Präsidenten des zyprischen Gehörlosenverbands, Andreas Constantinou, und hatte Gelegenheit, die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem nationalen Gehörlosenverband in Zypern und der EUD zu diskutieren. Am 09.03.2019 fand das Seminar in Nikosia, Zypern, statt, bei dem der EUD-Vorstand die Arbeit der EUD präsentierte. Darüber hinaus hatten die Mitglieder der lokalen Gehörlosengemeinschaft Zyperns die Möglichkeit, während der Diskussion über die Arbeit und die Renten mit den Mitgliedern des EUD-Vorstands in Kontakt zu treten. Die Veranstaltung wurde mit 100 Teilnehmern gut besucht.


Foto: EUD

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Treffen der Arbeitsgruppe „Struktur des DGB“ (09.03.2019)

14. Mai 2019

Am Samstag, den 09.03.2019 hat die Arbeitsgruppe „Struktur des DGB“ (DGB 2.0) ihre Zwischenergebnisse im Gehörlosenzentrum Kassel vorgestellt. Die Veranstaltung wurde von Katja Fischer aus Berlin moderiert. Neben den Vertretern der verschiedenen Landes- und Fachverbände und den Interessierten waren Helmut Vogel, Elisabeth Kaufmann, Steffen Helbing und Michael Wohlfahrt vom DGB-Präsidium anwesend. Am Vormittag wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie die Ziele und eine Bestandsaufnahme der aktuellen Struktur, Finanzierung, Stimmenzahlen und Mitgliederentwicklung des DGB, der Landesverbände sowie anderer Verbände, z. B. des VDK, vorgestellt. Am Nachmittag folgten Probleme, Ideen und Lösungsvorschläge in den Bereichen Informationsfluss, Namensstruktur sowie Transparenz und Strategieplanung. Jan Eichler stellte seine Version der neuen DGB-Struktur vor. Anschließend stellte das Präsidium das neue Organigramm (Präsidium, Beirat und Geschäftsstelle) und den geplanten Länderrat vor. Bernd Schneider, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen, leitet die Arbeitsgruppe, da der Antrag des Landesverbandes Bayern auf die Einrichtung der Arbeitsgruppe im letzten Jahr von der Bundesversammlung in Magdeburg angenommen wurde. Die Arbeitsgruppe wird nun Vorschläge für eine konkrete Umsetzung erarbeiten und auf der Arbeitstagung am 28./29. Juni 2019 in Frankfurt vorstellen.

Foto: DGZ/Wille Felix Zante

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Gespräch mit Jürgen Dusel (05.03.2019)

14. Mai 2019

Am 05.03.2019 waren Steffen Helbing und Daniel Büter zu einem Gespräch mit Jürgen Dusel (Behindertenbeauftragter der Bundesregierung). Hierbei wurden folgende Themen besprochen: Die Kritik am Jahresempfang beim Behindertenbeauftragten des Bundes am 11.12.2018, mit einer vermeintlich gebärdenden Person auf der Bühne nahm sich Herr Dusel zu Herzen und versprach hier ein Verbesserung insofern, dass diese Rolle selbstverständlich inkludierend von einer Gehörlosen übernommen wird. Hier ist zum nächsten Jahresempfang Elisabeth Kaufmann in der Verantwortung für unsere Kultur einzustehen. Des Weiteren ging es darum, dass wir als Gehörlosenbund darüber informiert werden sollten sobald ein gehörloses Kind geboren wird, um dem Kind und seinen Eltern vom ersten Tag an unsere Hilfe und Unterstützung gewährleisten zu können. Dazu gehört auch das ein Gebärdensprachkurs für die Eltern von der Krankenkasse übernommen werden muss. Herr Dusel möchte auch hierzu eine Lösung finden. Zum Thema wurde auch, dass es bei dem momentan steigenden Arbeitsaufkommen und immer mehr politischer Tätigkeit im Deutschen Gehörlosen Bund e. V. nötig wird, hier mehr Arbeitsplätze für Gehörlose zu schaffen. Herr Dusel und wir schlugen vor, daraus direkt das „Projekt Teilhabe“ zu machen, um diese Forderungen durchzusetzen. Zum „Projekt Teilhabe“ wird es ein weiteres Treffen mit Herrn Dusel, Helmut Vogel und Steffen Helbing geben.

Foto: Steffen Helbing

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Gespräch mit Bankhaus Löbbecke (04.03.2019)

14. Mai 2019

Am 04.03.2019 waren Michael Wohlfahrt, DGB-Schatzmeister, und Steffen Helbing, DGB-Vizepräsident, zu einem Treffen mit Herrn Heinrich Wittig vom Bankhaus Löbbecke geladen. Es war ein sehr interessanter und wichtiger Termin für uns. Herr Wittig erzählte uns zunächst viel über die Geschichte der Bank, die bis zu ihrer Unabhängigkeit zur Dresdener Bank gehörte. Danach war es an uns, über die Geschichte, Aufgaben und Bedeutung des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. zu berichten. Herr Wittig betonte, wie wichtig der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. und seine Aktivitäten seien und dass er hier gerne unterstützen möchte. Die Idee von Steffen Helbing ist es, zur Absicherung der Zukunft aller Verbände der Gehörlosen, die Immobilien der Zentren ins Eigentum von diesen zu bringen oder andere Immobilien zu finden, um diese zu kaufen. Hintergrund ist, dass wir uns nie auf die Hilfe staatlich finanzierter Einrichtungen verlassen können und eine Unabhängigkeit gegenüber dem Staat für uns erreicht werden muss. Wir sollten hier tätig werden, bevor wir Opfer irgendwelcher Sparmaßnahmen werden und die Kultur gehörloser Menschen gefährdet wird. Um hier gemeinsam für unsere Unabhängigkeit einstehen zu können, sollen alle Vertreter der Landesverbände zu einem gemeinsamen Termin eingeladen werden. Bei dieser Versammlung möchte Steffen Helbing allen seinen Vorschlag unterbreiten und gemeinsam mit Herrn Wittig vom Bankhaus Löbbecke über Möglichkeiten der Umsetzung diskutieren. Er wird uns an seinen Erfahrungen teilhaben lassen und wir werden gemeinsam überlegen, wie das Ziel zu erreichen ist. Zum Beispiel sollte man gezielt auf Firmen zugehen und ihnen erklären, dass sie Gelder, die sie für die Steuer aufwenden müssten, besser in Spenden für den Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. investieren könnten. Neben seinem Erfahrungsschatz stellte uns Herr Wittig auch die finanzielle Unterstützung des Bankhauses in Aussicht. Wir sind gespannt auf die kommende Zusammenarbeit!

Foto: Steffen Helbing

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Gesprächsrunde über Musikdolmetschen/Musikperformance (03.03.2019)

14. Mai 2019

Im August 2018 veröffentlichte eine Tageszeitung aus Berlin einen Artikel mit dem Titel „Eine optische Täuschung“ von Martin Vahemäe Zierold. Dieser Artikel löste eine heftige Diskussion bei den an diesem Thema Interessierten (Gehörlose bzw. Gebärdensprachdolmetscher/-innen) aus. Dadurch wurde die Debatte über kulturelle Aneignung ausgelöst. Nach der Podiumsdiskussion, die die „Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser e.V.“ (GGKG) am 01.12.2018 in Köln zu diesem Thema veranstaltet hat, hat Helmut Vogel, Präsident des DGB, eine gemeinsame Gesprächsrunde mit den Vorsitzenden vom Bundesverband der GebärdensprachdolmetscherInnen Deutschlands e.V. (BGSD) und vom Berufsverband der tauben GebärdensprachdolmetscherInnen e.V. (tGSD) vereinbart. Am 3. März 2019 fand die Gesprächsrunde beim DGB in Berlin unter dem Thema „Barrierefreies Musikdolmetschen/Musikperformance“ statt. Dort waren Helmut Vogel und Elisabeth Kaufmann vom DGB, zwei Vertreterinnen jeweils von beiden GS-Dolmetscherverbänden und zwei Experten Asha Rajashekhar und Fabian Rombach, die sich am 01.12.2018 in Köln engagiert haben, unter der Moderation von Thomas Zander vertreten. Das Ziel dieser Arbeitsgruppe ist, zu erreichen, dass ein gemeinsamer Konsens für alle Teilnehmer zu diesem sensiblen Thema gefunden wird. Es war eine konstruktive und emotionale Gesprächsrunde. Beide GS-Dolmetscherverbände haben ihre Bereitschaft gezeigt, ein gemeinsames Positionspapier mit dem DGB zu erstellen. Der Wunsch vom DGB ist es, für die Gehörlosengemeinschaft eine alle zufrieden stellende barrierefreie Musikverdolmetschung mit den tauben und hörenden engagierten Gebärdensprachdolmetscher/-innen und gehörlosen Musikperformancer/-innen zu erreichen.

Foto: Thomas Zander

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für März und April 2019 (14.05.2019)


Stellungnahme zum Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0)

10. April 2019

Im Sommer 2018 wurde das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen geändert.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. (DGB) sieht den vorgelegten Entwurf als einen notwendigen und richtigen Schritt an, die betreffenden Angebote der Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen des Bundes für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen in Gebärdensprache und Untertiteln zugänglich zu machen.

Der neue Entwurf ist viel schlüssiger und gegenüber der alten Verordnung vom 25.11.2016 nachgebessert.

Aus der Sicht des DGBs besteht Änderungsbedarf in drei Punkten:

1. § 4 Erläuterungen in Deutscher Gebärdensprache und Leichter Sprache

Die Beschreibung der Webseiten („2. Hinweise zur Navigation“) hält der DGB nicht für sinnvoll, weil sie der Version BITV 2.0 aus dem Bereich blinder Menschen entlehnt wurde und dort sicherlich sinnvoll erscheint. Gehörlose Menschen aber sind visuell orientiert und können Webseiten optisch gut erfassen. Hier bedarf es keiner diesbezüglichen Erklärung.

Ein früherer Abteilungsleiter vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat sich dazu so geäußert:

„Es ist wie ein gut in Leder gebundenes Buch mit Goldverzierungen, von außen macht sich das gut. Schlägt man es auf, stößt man auf ein Inhaltsverzeichnis und dann nur noch auf leere Seiten, weil es keine Inhalte gibt.“

Es gibt genau das wieder, was wir auch von gehörlosen Bürgern als Rückmeldung erhalten.

Der DGB plädiert daher für das konkrete Benennen von Inhalten, die angeboten werden sollen.

Alle aktuellen Informationen, z. B. bei den Neujahrsansprachen, bei Podcasts von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, bei Pressemitteilungen aller öffentlichen Stelle des Bundes, sollen zu 100 % in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln übersetzt werden. Da Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen den gleichen Zugang brauchen wie Hörende bzw. Menschen ohne Hörbehinderungen, auch da alle Informationen gleich sind. Das ist eine volle Barrierefreiheit und Zugänglichkeit!

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Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes

29. März 2019

Vorbemerkung
Seit 2013 müssen alle von der Deutschen Filmförderungsanstalt (FFA) oder vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF) geförderten Filme barrierefrei sein, und seit 2017 können Kinos Förderhilfen zur Herstellung von Barrierefreiheit erhalten.

Es würde den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 9 (Zugänglichkeit) und Artikel 30 (Teilhabe am kulturellen Leben) entsprechen, wenn Menschen mit Hörbehinderung jederzeit ein Kino besuchen könnten und dabei dem Film auch problemlos folgen können.

Leider sieht die Praxis aber anders aus:
Die Kinofilme werden sehr selten mit „offenen Untertiteln“ (fest im Bild) ausgestrahlt. Ein hörbehinderter Kinobesucher ist hier auf technische Hilfsmittel (Smartphone mit Untertitel-App oder Untertitelbrille) angewiesen. Der Filmbesuch wird auch dadurch für Menschen mit Hörbehinderung zu einem Problem, weil es kaum Informationen sowohl zu barrierefreien Filmen als auch zur barrierefreien Ausstattung von Kinos gibt.

Wir sehen daher im neuen Filmförderungsgesetz noch einen deutlichen Verbesserungsbedarf in der Untertitelqualität und der Definition, was denn unter einem barrierefreien Kino zu verstehen ist.

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DGB-Film 1/2019 in Gebärdensprache und mit Untertiteln über Stellungnahme 03/2019 "Keine gute Aufklärung bzw. Sensibilisierung bei der SOKO München Folge "Stille Liebe"!"

24. März 2019


Präsidiumssitzung vom 01. bis 03. März 2019 in Berlin

19. März 2019

Am 1. März traf sich das gesamte Präsidium außer Katja Hopfenzitz zu einer Sitzung im Tagungsraum des DGB. Eingeladen wurden auch Thomas Zander und Petra Alaei als Projektleiterin der letzten Kulturtage. Das Thema der Sitzung war die Aufarbeitung und Analyse der 1. bis 6. Kulturtage in verschiedenen Städten. Viele Erinnerungen von damals wurden geweckt und besprochen. Die bisherigen Kulturtage des DGB bedeuten eine große Verantwortung. Für die nächsten 7. Kulturtage brauchen wir eine gute Vorbereitung.

Am nächsten Tag ging die Sitzung im Tagungsraum im Hotel weiter. Die Themen waren vielfältig und anspruchsvoll und vieles konnte abgestimmt werden. Daniel Büter präsentierte seine Arbeit im politischen Bereich und seine Öffentlichkeitsarbeit. Auch wurde über die konkrete Verteilung der Zuständigkeiten und Aufgaben gesprochen und abgestimmt.

Fotos: Steffen Helbing und Dr. Ulrike Gotthardt

Gegen Mittag gab es eine kleine Überraschung. Das Team hatte ohne Helmut Vogel und Hans Jürgen Kleefeldt etwas vorbereitet und überreichte beiden eine Geburtstagstorte mit der Aufschrift „Helmut 50 und Hans 65“. Am Abend ging das Präsidium in ein türkisches Restaurant, um mit den Geburtstagskindern zu feiern. Helmut Vogel und Hans Jürgen Kleefeldt waren sehr überrascht und bedankten sich herzlich.
Am dritten und letzten Tag wurden noch die restlichen Themen besprochen. Alle stellten fest, dass die drei Tage mit Begeisterung, Ansporn und hervorragender Zusammenarbeit im Team gelaufen sind.

 Fotos: Steffen Helbing und Dr. Ulrike Gotthardt

Hans-Jürgen Kleefeldt


Treffen der Arbeitsgruppe „Struktur des DGB“ in Kassel

19. März 2019

Am Samstag, den 09.03.2019 hat die Arbeitsgruppe "Struktur des DGB" (DGB 2.0) ihre Zwischenergebnisse im Gehörlosenzentrum Kassel vorgestellt.

Die Veranstaltung wurde von Katja Fischer aus Berlin moderiert. Neben den Vertretern der verschiedenen Landes- und Fachverbände und den Interessierten waren Helmut Vogel, Elisabeth Kaufmann, Steffen Helbing und Michael Wohlfahrt vom Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes anwesend.

Am Vormittag wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie die Ziele und eine Bestandsaufnahme der aktuellen Struktur, Finanzierung, Stimmenzahlen und Mitgliederentwicklung des Gehörlosenbundes, der Landesverbände sowie anderer Verbände z.B. VDK vorgestellt.

Am Nachmittag folgten Probleme, Ideen und Lösungsvorschläge in den Bereichen Informationsfluss, Namensstruktur sowie Transparenz und Strategieplanung. Jan Eichler stellte seine Version der neuen DGB-Struktur vor. Anschließend stellte das Präsidium das neue Organigramm (Präsidium, Beirat und Geschäftsstelle) und geplanten Länderrat vor.

Foto: DGZ/Wille Felix Zante

Bernd Schneider, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen, leitet die Arbeitsgruppe, da der Antrag des Landesverbandes Bayern auf die Einrichtung der Arbeitsgruppe im letzten Jahr von der Bundesversammlung in Magdeburg angenommen wurde. Die Arbeitsgruppe wird nun Vorschläge für eine konkrete Umsetzung erarbeiten und auf der Arbeitstagung am 28./29. Juni 2019 in Frankfurt vorstellen.

Eine Live-Übertragung war aus personellen Gründen leider nicht möglich.
Die komplette Veranstaltung finden Sie auf YouTube unter diesen Links:

Teil 1 von 10:00 - 12:00 Uhr: https://youtu.be/EBmNrd1OZrs
Teil 2 von 13:00 - 15:00 Uhr: https://youtu.be/wad3R2IGDR4
Teil 3 von 15:30 - 17:30 Uhr: https://youtu.be/7Dpryc5-Lms

Bernd Schneider


30. Verbändekonsultationen der Monitoring-Stelle UN-BRK

07. März 2019

Daniel Büter nahm an dem Treffen zu den 30. Konsultationen der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention mit den behindertenpolitischen Verbänden am 27.02.2019 in Berlin teil.

Es ging um die Frageliste des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, um die Arbeitsübersetzung von der Allgemeinen Bemerkung Nr. 7 und um den neuen Inklusionsbeirat beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Gespräch mit Herrn Dr. Peter Mozet (BMAS)

07. März 2019

Das Gespräch fand am 26.02.2019 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales statt. Ministerialrat Dr. Peter Mozet übernahm die Vertretung für die Abteilungsleiterin der Abt. V: Teilhabe, Belange behinderter Menschen, Soziale Entschädigung, Sozialhilfe, Vanessa Ahuja, die nicht kommen konnte.

Der Präsident des DGB, Helmut Vogel, und Daniel Büter haben sich mit ihm über verschiedene Themen intensiv ausgetauscht: Beschluss vom Amtsgericht Goslar zum Thema „CI-Zwang-Fall“, die Antworten der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Zur Situation von hörbeeinträchtigten Menschen in Deutschland“ (Drucksache 19/1620, 12.04.2018), die Antworten der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE „Probleme bei der Gewährung des Rechtsanspruchs auf Arbeitsassistenzleistungen“ (Drucksache 19/2339, 22.05.2018), die 6. Versorgungsmedizin-Verordnung und die Vorab-Stellungnahme des DGB zur künftigen 7. Versorgungsmedizinischen Verordnung.

Es bedarf weiterer Sensibilisierungsarbeit für diverse Bundesministerien, da die Bundesregierung die Antwort vom 12.04.2018 recht kurzfristig zusammengestellt hatte und es für uns sehr unbefriedigend war.

Demnächst werden wir den Forderungskatalog mit den Mitgliedsverbänden des DGB noch überarbeiten und uns künftig bei Gesprächen mit diversen Bundesministerien auf bestimmte Themen konzentrieren, um weitere Verbesserungen für die Gebärdensprachgemeinschaft anzustoßen.

 

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Sitzung des Expertenkreise der Bundesfachstelle Barrierefreiheit

07. März 2019

Am 25.02.2019 fand die fünfte Sitzung des Expertenkreiseses für die Bundesfachstelle Barrierefreiheit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin statt. Zweimal im Jahr treffen sich diverse Vertreter/-innen der Behindertenverbände und einiger anderer Institutionen als Experten, darunter Helmut Vogel als Präsident für den DGB.

Nach der Einführung von Volker Sieger, dem Leiter der Bundesfachstelle, berichteten die Mitarbeiter/-innen aus verschiedenen Bereichen der Bundesfachstelle über ihre Arbeiten im letzten Jahr und im kommenden Jahr im Zusammenhang mit dem Arbeitsprogramm 2019. Unter anderem wird das Programm der ersten Regionalkonferenz zum Thema „Mobilität“ im Rahmen der Initiative Sozialraum Inklusiv (ISI) am 01.04.2019 in Braunschweig vorgestellt.

Übrigens ist die Bundesfachstelle per Webcam auch in Gebärdensprache erreichbar, denn dort arbeitet Sven Niklas, der gebärdensprachkompetente Jurist für die Bereiche Kommunikation und Recht.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Gespräch mit Wilfried Oellers (CDU)

07. März 2019

Am gleichen Tag (13.02.2019) haben Steffen Helbing und Daniel Büter sich mit Wilfried Oellers, dem behindertenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion CDU/CSU, über Barrierefreien Notruf, besonders über eine bundesweite staatliche Notruf-App, intensiv ausgetauscht. Die Bundesregierung hat die Kleine Anfrage der Bundestagesfraktion DIE LINKE beantwortet (Drucksache 19/6880, 28.01.2019). Nun werden wir das Gespräch mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) nochmals suchen. Im Dezember 2018 haben wir uns mit dem Staatsekretär, Herrn Nussbaum, über die öffentliche Sicherheit und den notwendigen Schutz für gehörlose, hörbehinderte und taubblinde Menschen sowie für jeden Menschen besprochen.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Gespräch mit Elisabeth Motschmann (CDU)

07. März 2019

Am 13.02.2019 nahmen Steffen Helbing, Daniel Büter und Bernd Schneider von der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e. V. an dem Gespräch mit Elisabeth Motschmann, der medienpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion CDU/CSU, teil.

Es wurde über barrierefreie Medien (Gebärdensprache und Untertitel) gesprochen. Selbst für Frau Motschmann war das Thema Gehörlosigkeit etwas Neues. Sie war sehr interessiert und wunderte sich, dass es kaum Einblendungen in Gebärdensprache im Fernsehen gibt. Sie wünschte sich, dass gerade die großen öffentlich-rechtlichen Sender, wie das ZDF, hier mit gutem Beispiel vorangehen müssten. Eine barrierefreie Zukunft sieht so aus, dass auch Gehörlose, z. B. als Experten, in die Sendungen geladen werden und ein Teil der Fernsehlandschaft sind. Besonders für Kinder ist es von großer Bedeutung, bilingual aufzuwachsen und schon im Kinderfernsehen Gebärdenspracheinblendungen mit Untertitelungen zu bekommen. Frau Motschmann wird sich persönlich dafür einsetzen und mit dem ZDF besprechen, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Runder Tisch zum EFRE-Forschungsprojekt „TV-Untertitel für gehörlose und schwerhörige Kinder“

07. März 2019

Beim Runden Tisch am 08.02.2019 in Hildesheim war Daniel Büter für den DGB und die Vertreter der Fernsehanstalten anwesend. An der Hauptstudie haben ca. 180 Kindern teilgenommen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts von der Universität Hildesheim (01.03.2017 bis 28.02.2019) und die Beantwortung der zentralen Fragestellung „Wie müssen Untertitel in TV-Sendungen gestaltet sein, dass gehörlose und schwerhörige Kinder zwischen 8 und 12 Jahren die Untertitel gut lesen können, der Sendung inhaltlich folgen können und die Untertitel akzeptieren?“ wurden vorgestellt und diskutiert. Der Richtlinienkatalog für Untertitelstandards, das neues Folgeprojekt und die Fragestellungen werden weiterentwickelt.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Festveranstaltung der BIH „Die Hauptfürsorgestellen werden 100“

07. März 2019

Die Hauptfürsorgestellen werden Anfang 2019 100 Jahre alt. Die Gründung der heutigen „Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen“ (BIH) beruht auf einer Verordnung vom 08.02.1919, mit der die soziale Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge im Deutschen Reich als staatliche Aufgabe anerkannt wurde. Dieses Ereignis hat die BIH gemeinsam mit vielen Ehrengästen und dem 2. Vizepräsidenten Steffen Helbing sowie mit Daniel Büter als Vertretung des DGB in einem feierlichen Rahmen am 07.02.2019 in der Heilig-Geist-Kirche in Berlin begangen.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


1. Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses

07. März 2019

An der ersten Sitzung des DBR-Arbeitsausschusses im Jahr 2019 am 24.01.2019 nahm Daniel Büter für den Deutschen Gehörlosen-Bund teil.

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände, Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit 20 Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert über 2,5 Millionen Betroffene. Für das Jahr 2019 hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. (ISL) den Vorsitz im Sprecherrat des DBR übernommen. Vorsitzender des Sprecherrats ist ISL-Vorstandsmitglied Horst Frehe.

Bei dieser Sitzung wurden verschiedene Themen der Behindertenpolitik auf Bundesebene für das Jahr 2019 besprochen und das weitere Vorgehen miteinander abgesprochen.

Quelle: Monatsbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes für Februar 2019 (07.03.2019)


Stellungnahme: Keine gute Aufklärung bzw. Sensibilisierung bei der SOKO München Folge "Stille Liebe"!

20. Februar 2019

Zum Film „Stille Liebe“ innerhalb der Serie SOKO München (ausgestrahlt am 11.02.2019) nimmt der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. im Folgenden Stellung:
Dieser Film führte zu einer riesigen Enttäuschung bei vielen Gehörlosen und gebärdensprachlich orientierten Menschen mit und ohne Hörbehinderung in Deutschland!

Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, einen Film über die Themen Gehörlosenkultur und Gebärdensprache zu drehen. Diese Idee ist sogar sehr zu begrüßen, da ja durchaus ein zunehmendes Interesse an der Gebärdensprache vorliegt.

Unsere Kritik bezieht sich auf das Ergebnis der Dreharbeiten, und zwar sowohl auf den Inhalt des Films, vor allem aber auf dessen Realisierung, die zu einem sehr schiefen Bild über die Lebenssituation der Gehörlosen innerhalb der hörenden Gesellschaft führen. Dies liegt unter anderem auch und vor allem daran, dass der Regisseur in dem Film die zu spielenden gehörlosen Charaktere mit hörenden Schauspielern besetzt hat, die noch nicht einmal die Gebärdensprache beherrschen oder die Ausdrucksmöglichkeiten der Gebärdensprache kennen. Es gelang diesen Schauspielern nicht, die Tiefe der Rolle eines gehörlosen Menschen innerhalb der hörenden Gesellschaft auszuloten und zu vermitteln. Das Ergebnis war, dass der Regisseur, der Autor und eben die Schauspieler dieses Films die Gebärdensprache und das Leben der Gehörlosen innerhalb der hörenden Gesellschaft auf das niedrigstmögliche Kommunikationsniveau reduzierten, was schlicht und einfach nicht zu akzeptieren ist. Wer die Gebärdensprache nur einigermaßen kennt oder sogar beherrscht, weiß, zu welcher subtilen Aussagekraft sie den befähigt, der sie erlernt hat.

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Helmut Vogel im Interview über die aktuelle Arbeit des Deutschen Gehörlosen-Bundes

15. Februar 2019

Der Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Helmut Vogel, hat ein Interview für die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Life InSight“ gegeben. Das neugewählte Präsidium ist schon über 100 Tage alt. Helmut Vogel berichtet daher über die aktuellen Arbeiten seitens des DGBs und ebenso über die derzeitige Situation der Gebärdensprachgemeinsacht. „Life InSight“ hat den Artikel freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Dazu ist der Link hier zu finden.


Foto: Marc Weigt und Helmut Vogel


Stellungnahme: Kritik an der neuen Regelung der Bahn für Menschen mit Behinderungen

13. Februar 2019

In der Vergangenheit hat die Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) der Deutschen Bahn die Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen unterstützt, auch wenn sie mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) fahren. Dies gilt seit dem 1. Februar 2019 nicht mehr. Das heißt, dass die Fahrgäste künftig bei den verschiedenen EVUs die jeweiligen MSZ in Anspruch nehmen müssen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund ist nicht einverstanden damit, dass die Deutsche Bahn nicht mehr zentral für Menschen mit Behinderungen zuständig sein soll. Es muss weiterhin eine zentrale Stelle geben, die als Vermittler zwischen den Behinderten und den anderen EVUs auftritt bzw. deren Interessen vertritt. Es kann nicht sein, dass z. B. ein Rollstuhlfahrer, wenn er mit zwei oder drei verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen durch Deutschland reist, die notwendigen Hilfen bei jedem einzelnen Unternehmen per Handy, Email oder SMS anfragen muss. Das Gleiche gilt auch für gehörlose und hörbehinderte Fahrgäste, die ohnehin mit der Kommunikation erhebliche Probleme haben, und auch für ältere Fahrgäste, die damit oft völlig überfordert sind. Außerdem ist die Bekanntgabe der Ankündigung zur neuen Regelung seit dem 1. Februar 2019 zu kurzfristig. Auf diese Weise wird den Betroffenen nicht die Möglichkeit zur ausreichenden Vorbereitung und Suche nach Alternativmöglichkeiten gegeben.

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Kurzbericht über den Workshop Frauen und Versammlung mit Wahl der Frauenbeauftragten am 2.2.2019 in Kassel

05. Februar 2019

In Kassel, der im geografischen Mittelpunkt Deutschlands liegenden Stadt, fand im Gehörlosenzentrum, das sich in einem schönen Fachwerkhaus befindet, die Frauenversammlung statt. Nach vier Jahren Abstinenz freuten sich die gehörlosen Frauen auf das Wiederaufleben der Frauenversammlung und auf die Wahl einer Frauenbeauftragten für die gesamte Gehörlosengemeinschaft in Deutschland.

Text und Foto: Elisabeth Kaufmann und Dr. Ulrike Gotthardt

Insgesamt waren es dreizehn Frauen, davon drei Delegierte von den Landesverbänden und der Rest Interessierte, die sich vorstellen konnten, eventuell  in einem Team um die Frauenbeauftragte mitzumachen. Nachdem die Vizepräsidentin des Deutschen Gehörlosen Bundes, Elisabeth Kaufmann, die Frauenrunde begrüßt hatte und einige Details der Frauenbewegung, angefangen vom Mittelalter über die Französische Revolution bis nach dem zweiten Weltkrieg, erklärt hat, übergab sie das Wort an Dr. Ulrike Gotthardt, Beisitzerin im Präsidium des Deutschen Gehörlosen Bundes.

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Neujahrsempfänge bei Landesverbänden

04. Februar 2019

Zu Anfang des Jahres nahm die 1. Vizepräsidentin Elisabeth Kaufmann an verschiedenen Neujahrsempfängen teil, und zwar am 19. Januar 2019 in Frankenthal vom Landesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz und am 23. Januar 2019 in Stuttgart vom Landesverband der Gehörlosen in Baden-Württemberg. Dort traf sie auch verschiedene Politikerinnen und Politiker von der Bundes- und der Landesebene. Sie hielt Grußworte für den DGB.

    

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Gesundheit

04. Februar 2019

Für den Bereich Gesundheit ist Präsidiumsmitglied Dr. Ulrike Gotthardt zuständig. Für diesen Bereich hat das Präsidium Lela Finkbeiner aus Göttingen als Teammitarbeiterin ernannt. Zurzeit gibt es ein wichtiges Thema im Bereich „Gesundheit“: Die 6. Versorgungsmedizinische Verordnung, durch die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) Änderungen plant. Es besteht Unklarheit in Sachen „Grad der Behinderung“: Beispielsweise haben Menschen mit mindestens 80 Grad „GdB“ aktuell freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Wird es hier neue Vorgaben geben, ist nicht absehbar, was das für behinderte Menschen individuell bedeutet. Deswegen hat es am 22. Januar 2019 eine Gesprächsrunde zwischen Frau Ahuja, Abteilungsleiterin im BMAS, und Vertretern aus verschiedenen Behindertenverbänden gegeben, unter anderem mit Lela Finkbeiner für den DGB. Im Anschluss haben Ulrike Gotthardt und Lela Finkbeiner eine Vorab-Stellungnahme über die künftig geplante 7. Versorgungsmedizinische Änderungsverordnung in Bezug auf das „Hören“ für den DGB ausgearbeitet. Die Stellungnahme wird auf der DGB-Homepage veröffentlicht. Der DGB verfolgt diese Entwicklung aufmerksam und setzt sich dafür ein, dass eine mögliche Verschlechterung der Situation gehörloser Menschen verhindert wird.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Migranten/Flüchtlinge

04. Februar 2019

Ebenso am 18. Januar 2019 gab es im Gehörlosenzentrum im Essen eine Versammlung für vier Stunden zum Thema „Gehörlose Migranten und Flüchtlinge“. Ege Karar, der ehemalige Bundesreferent für Migration und Flüchtlinge beim DGB, hat die Versammlung vorbereitet und geleitet. Acht aktive gehörlose Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Migranten und Flüchtlinge sowie Helmut Vogel und Steffen Helbing vom Präsidium haben teilgenommen. Zuerst wurde über die bisherigen Arbeiten berichtet, bevor die Anwesenden sich über zukünftige Arbeiten und Projekte austauschten. Danach wurde Umut Cucu als neuer Beauftragter für Migration und Flüchtlinge des DGB einstimmig gewählt. Umut setzt sich schon seit vielen Jahren im Landesverband der Gehörlosen und Gebärdensprachgemeinschaft Nordrhein-Westfalen e.V. aktiv für gehörlose Migranten und Flüchtlinge ein. Als Teammitarbeiter haben sich Ege Karar und danach Louisa Pethke aus Hamburg bereit erklärt.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Taubblinde

04. Februar 2019

Am 18. Januar 2019 fand ein Besuch von Helmut Vogel und Steffen Helbing zum Thema „Taubblinde Menschen“ im EUTB-Büro in Essen von der deutschen Gesellschaft für Taubblindheit statt. Dort arbeitet Uwe Zelle, der vor einige Jahren Beauftragter für Taubblinde im DGB war. Ebenfalls anwesend war Dieter Zelle, der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden (BAT). Die Themen waren insbesondere Netzwerkarbeit für taubblinde Menschen und Taubblindenassistenten. Nach Absprache mit BAT wollen wir demnächst eine/n Beauftragte/n in DGB für taubblinde Menschen ernennen. Der/die Beauftragte/r mit dem neu zu bildenden Mitarbeiterteam wird unter anderem wichtige Aufklärungsarbeit für den DGB mit seinen Mitgliedsverbänden leisten, damit die Themen der gebärdensprachlich orientierten Taubblinde mitberücksichtigt werden können und sollen.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Neue Entwicklung aus Brasilien für die Gehörlosen

04. Februar 2019

Am 12. Januar 2019 gab es in der Bundesgeschäftsstelle des DGB in Berlin eine interessante Begegnung mit einem gehörlosen Brasilianer namens Alexsandro Garde. Daran nahmen der Präsident Helmut Vogel und der 2. Vizepräsident Steffen Helbing persönlich sowie die 1. Vizepräsidentin Elisabeth Kaufmann per Webcam teil. Im Austausch mit Garde erfuhren wir von aktuellen Fortschritten für Gehörlose und die Gebärdensprachgemeinschaft in Brasilien. Eine gehörlose Frau leitet jetzt das Büro für Menschenrechtsfragen in der Regierung und eine andere gehörlose Frau hat den zuständigen Posten für Gehörlosenpädagogik im Bildungsministerium inne. Diese Entwicklung steht im aktuellen Zusammenhang mit dem Einsetzen des neugewählten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro: Denn seine Frau Michelle Bolsonaro ist gebärdensprachkompetent. Sie ist seit langem gut in Kontakt mit Gehörlosen und den Gehörlosenverbänden. Bei der Einsetzung ihres Mannes zu Anfang Januar 2019 hat Michelle Bolsonaro bei ihrer Rede bewusst die Brasilianische Gebärdensprache benutzt. Dieses Vorgehen ist sicherlich erstmalig auf der Welt und sorgt für Beachtung. Das Präsidium des DGB hat Interesse an einem Austausch zu verschiedenen Lebensbereichen der Gehörlosen in Brasilien und Deutschland. Vogel und Helbing überreichten Garde eine Gratulationsurkunde an das Präsidentenpaar, um diesen für ihr Engagement für Gehörlose und Gebärdensprache in Brasilien zu danken und Interesse an einem künftigen Austausch in den Angelegenheiten im Sinne der Gebärdensprachgemeinschaft zu zeigen.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Inklusionsbeirat

04. Februar 2019

Bei der konstituierenden Sitzung am 11. Januar 2019 traf sich der Inklusionsbeirat bei dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Der Inklusionsbeirat gehört der staatlichen Koordinierungsstelle nach Artikel 33 der UN-Behindertenrechtskonvention an. Im Inklusionsbeitrat sind 16 verschiedene Organisationen (meist Behindertenverbände) vertreten, darunter der DGB. Seit dem Ende des letzten Jahres ist nach der Ernennung vom Bundesbehindertenbeauftragten Dusel erstmals auch der DGB vertreten. Für den DGB ist dies ein weiterer gemeinsamer Schritt beim Voranbringen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und bei der Netzwerkarbeit auf der Bundesebene für die Gebärdensprachgemeinschaft. Hier das Foto vom Inklusionsbeirat mit Helmut Vogel.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Kulturtage in Potsdam 2018

04. Februar 2019

Zum 31.12.2018 hat Petra Alaei ihre Tätigkeit als Projektleiterin der 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen 2018 beendet. Die Projektverantwortlichen der Kulturtage, Präsident Helmut Vogel und die ehemalige 1. Vizepräsidentin Marietta Schuhmacher haben sich bei ihr bei einem Abschlussgespräch in Hamburg Mitte Dezember 2018 für ihre ausgezeichnete Arbeit bedankt. Sie war eine von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern der Kulturtage der Gehörlosen in Potsdam im Jahr 2018. Benjamin Busch als Projektkoordinator hatte seine Arbeit schon im August 2018 beendet. Nach den Kulturtagen in Potsdam hatte Petra Alaei auch die Bewerbungsverfahren bzgl. der Ausrichtung der nächsten Kulturtage in 2022 mitgestaltet. Dieses Verfahren wurde bei der Bundesversammlung des DGB in Magdeburg mit der Entscheidung für den Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg mit dem Ausrichtungsort Friedrichshafen abgeschlossen. Weiterhin hatte Petra Alaei im Herbst 2018 Checklisten nach Abstimmung mit dem Organisationsteam der Kulturtage in Potsdam erarbeitet. Die Checklisten werden eine große Hilfe bei der Planung der 7. Kulturtage in Friedrichshafen sein.

Quelle: Monatsbericht des Präsidiums zum Januar 2019 (31.01.2019)


Beschluss "CI-Zwang-Fall" aus dem Amtsgericht Goslar

01. Februar 2019

Große Erleichterung herrscht über den Beschluss „CI-Zwang-Fall“ aus dem Amtsgericht Goslar:

Von familienrechtlichen Maßnahmen nach den §§ 1666,6 1666a BGB wird abgesehen!
Kein CI-Zwang!
Keine Kindeswohlgefährdung!

Es war ein gemeinsamer Erfolg für den Elternwillen!

Monatelang verfolgte die Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft den konkreten Fall einer möglichen „CI-Zwangs-Implantation“ in Niedersachsen.

Dank der Unterstützung von Karin Kestner, die trotz ihrer schweren Erkrankung den Eltern sehr beigestanden hat, gelang es, sich gegen eine mögliche CI-Zwangsimplantation zur Wehr zu setzen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V., andere Verbände und Personen haben viele Stellungnahmen zu diesem Fall abgegeben. Den Beschluss des Amtsgerichtes hält der DGB für wegweisend für Eltern, denen nach einer BERA-Untersuchung eine CI-Implantation für ihr Kind nahegelegt wird und die sich trotz ausführlicher Beratung gegen eine CI-Implantation entscheiden. Nach den ausführlichen Ermittlungen des Familiengerichts bestehen keine ausreichenden Gründe, um eine Zwangsimplantation eines CIs richterlich anzuordnen. Mit der Entscheidung der Eltern gegen eine CI-Implantation liegt keine Kindeswohlgefährdung vor.

Wir gratulieren den Eltern zum richterlichen Beschluss und drücken unsere Hochachtung für Karin Kestners Engagement aus.

Wie Karin Kestner hoffen wir, dass es keinen neuen weiteren Fall dieser Art vor Gericht geben wird.

Veröffentlichter Beschluss des Amtsgerichts Goslar (Link hier)
Pressemitteilung von Karin Kestner (Link hier)
DGZ-Artikel "Urteil im CI-Zwang-Fall: Keine Kindswohlgefährdung" (Link hier)


Vorab-Stellungnahme zur künftig geplanten 7. Versorgungsmedizinischen Änderungsverordnung

01. Februar 2019

Bearbeitet von Dr. Ulrike Gotthardt und Lela Finkbeiner (Bereich Gesundheit)

In dieser, derzeit in Entwicklung befindlichen, 7. Änderungsverordnung, steht das Thema „Hören“ im Fokus.

Dazu gibt es bereits jetzt unterschiedliche Vorabinformationen, die sich jedoch noch nicht auf einen konkreten Entwurf zur 7. Änderungsverordnung berufen können.

Ungeachtet dieser derzeit noch unklaren Informationslage ist es dem DGB ein wichtiges Anliegen, zu seinen Grundpositionen bzgl. der Versorgung Gehörloser bzw. Hörbehinderter mit technischen Hilfsmitteln, einschließlich CI, in Verbindung mit dem Grad der Behinderung (GdB) und der Wertmarke Stellung zu beziehen.

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Andenken an die Opfer der NS-Euthanasie am 28. Januar 2019

29. Januar 2019 | NS-Euthanasie

Gedenktag an die Opfer der NS-EuthanasieFoto:oben von Steffen Helbing, unten von der Tagesschau

Am 28. Januar 2019 nahm Steffen Helbing, der 2. Vizepräsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V., an der Gedenkveranstaltung des Bundesbehindertenbeauftragten für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde teil. Zwischen 1933-1945 wurden unter dem NS-Regime hunderttausende kranke Menschen und Menschen mit Behinderung grausam ermordet. Die Trauerfeier am Gedenkort für die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde in Berlin-Tiergarten hat ihn sehr berührt. So etwas darf sich nie wiederholen!

Mehr über die Veranstaltung unter behindertenbeauftragter.de


18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen

25. Januar 2019

Alle vier Jahren veranstaltet der WFD einen Weltkongress. Vom 23.-27. Juli 2019 findet der 18. Weltkongress im Palais des Congrès de Paris (Porte Maillot) in Paris, Frankreich, statt. Es ist eines der wichtigsten internationalen Treffen der Gehörlosen- bzw. Gebärdensprachgemeinschaft. Aus dieser Zielgruppe werden bis zu 3.000 Teilnehmern aus den 135 nationalen Gehörlosenverbänden in der ganzen Welt erwartet.

Das Kongressthema „Gebärdensprache für alle“ unterstreicht, dass die uneingeschränkte Wahrnehmung der sprachlichen Rechte entscheidend ist für die vollständige Einbeziehung der Gehörlosengemeinschaft in die Gesellschaft.

Das Kongressprogramm wird diese sechs im Folgenden aufgeführten Hauptthemen behandeln:

  1. Gebärdensprache und Deaf Studies
  2. Bildung für Gehörlose
  3. Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung
  4. Technologie und Zugänglichkeit
  5. Gesundheit
  6. Arbeit und Beschäftigung

Alle Informationen zum Weltkongress finden Sie hier.
Die Broschüre bzw. das Programmheft des Weltkongresses (70 Seiten) finden Sie hier.

Wir haben für Sie folgende Dokumentationen vom Englischen ins Deutsche übersetzen lassen:
Das Programm für 18. WFD-Kongress finden Sie hier.
Drei Vorworte von Vincent Cottineau, Präsident des französischen Gehörlosenverbandes (FNSF), Colin Allen, Präsident des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) und Ronit Laquerrière-Leven, Vorsitzende des Organisationskomitees, finden Sie hier.

Großartige Neuigkeit für Sie:
Die Frist für die Frühanmeldung wird bis zum 31. Januar 2019 verlängert. Der Link für die Anmeldung ist hier.


Frauenworkshop und Versammlung mit Wahl der Frauenbeauftragten am 02.02.2019 in Kassel

19. Januar 2019

Liebe gehörlose Frauen und liebe Frauenbeauftragten der Landesverbände und der Fachverbände,

das Frauenworkshop und die Versammlung mit Wahl der Frauenbeauftragten findet am 02.02.2019 von 11 bis 16 Uhr im Gehörlosenzentrum in Kassel statt.

Bis jetzt sind leider nur wenige Anmeldungen bei der Bundesgeschäftsstelle des DGBs angekommen. Deshalb wird die Anmeldefrist bis zum 31. Januar 2019 verlängert.

Die Vizepräsidentin, Elisabeth Kaufmann, und ein Präsidiumsmitglied, Frau Dr. Ulrike Gotthardt, werden bei der Versammlung anwesend sein.

Das Informationspapier ist als pdf-Datei im Anhang dieses Schreibens beigefügt.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund braucht starke Frauen. Wir brauchen die aktive Mitarbeit der Frauen.

Über neue Anmeldungen von Ihnen würden wir uns sehr freuen.

Bitte senden Sie eine Mail an unsere Verwaltungsmitarbeiterin, Sandra Kühling, von der Bundesgeschäftsstelle des DGBs, unter s.kuehling@gehoerlosen-bund.de zu, um sich anzumelden.


DGB-Film 9-12/2018 - Fachtagung CI: Podiumsdiskussion

18. Dezember 2018


DGB-Film 9-11/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Fragen und Diskussion

17. Dezember 2018


DGB-Film 9-10/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "CI-Versorgung bei Kindern und Jugendlichen aus psychologoischer Sicht - im Spannungsfeld von Individuum, Familie und Gesellschaft" von Dr. Karen Jahn

16. Dezember 2018


DGB-Film 9-9/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Beratungsqualität und deren Informationsmöglichkeiten für Eltern von hörbehinderten Kindern - aus erfahrungsbasierter perspektive der betroffenen Eltern" von Simone Bräunlich

15. Dezember 2018


DGB-Film 9-8/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Diagnose gehörlos - was Ärzte Eltern raten" von Karin Kestner

14. Dezember 2018


Workshop 2019 über Migration und Flüchtlinge

13. Dezember 2018

Der Workshop über Migration und Flüchtlinge mit einer Versammlung mit Wahl findet am 18. und 19.01.2019 in Essen statt.

Unser DGB-Beauftragter für Migration und Flüchtlinge, Ege Karar, gibt bereits jetzt bekannt, zukünftig für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Das Einladungsschreiben für den Workshop hier

Wer Interesse daran hat, schicke bitte eine Mail unter migration@gehoerlosen-bund.de, um sich anzumelden.


DGB-Film 9-7/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Zweisprachigkeit - der sicherste Weg zur Sprache: empirische Evidenz von Kindern mit CI" von Prof. Dr. Gisela Szagun

13. Dezember 2018


DGB-Film 9-6/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Ethische Aspekte der CI-Versorgung" von Dr. Katrin Bentele

12. Dezember 2018


DGB-Film 9-5/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Chancen und Formen der bilingualen Sprachbildung mit Laut- und Gebärdensprache bei Kindern mit einer Hörbehinderung" von Prof. Dr. Claudia Becker

10. Dezember 2018


DGB-Film 9-4/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "Kognitive, psychosoziale und sprachliche Risiken im Fall eines Sprachentzugs bei Kindern mit Hörbehinderung" von Prof. Dr. Christiain Rathmann

09. Dezember 2018


DGB-Film 9-3/2018 - Fachtagung "CI - Realitäten ohne Zwang": Vortrag "CI-Versorgung aus Sicht des Deutschen Gehörlosen-Bundes und Ergebnisse der Umfrage" von Dr. Ulrike Gotthardt

08. Dezember 2018


DGB-Film 9-2/2018 - Fachtagung "Cochlea Implantat - Realitäten ohne Zwang": Podiumsdiskussion "Erfahrungsberichte aus Sicht der Betroffenen"

07. Dezember 2018


Die neue App „StorySign“ übersetzt Kinderbuch-Texte in Echtzeit in Gebärdensprache, um gehörlose Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen.

07. Dezember 2018

Die kostenlose Android-App wurde von Huawei und der Europäischen Union der Gehörlosen (EUD) entwickelt, um gehörlose Kinder beim Lesenlernen zu unterstützen.

Viele der 32 Millionen gehörlosen Kinder auf der Welt haben Schwierigkeiten, das Lesen zu lernen, weil sie Wörter nicht mit Lauten verbinden können. Sie können es nicht hören, wenn ihre Eltern oder Lehrer aus einem Buch vorlesen, und so können sie die gedruckten Wörter nicht mit den Dingen verbinden, für die sie stehen. Aber Sprache ist der Schlüssel zum Bildungssystem, und die Lese- und Schreibfähigkeit ist maßgebend für die Zukunft eines jeden. Deswegen hat Huawei die „StorySign“-App entwickelt, welche ausgewählte Kinderbücher in Gebärdensprache „vorliest“ und dabei gleichzeitig die entsprechenden gedruckten Wörter hervorhebt.

Weitere Informationen zum Link hier

Die Pressemitteilung der Firma Huawei „StorySign begeistert mit neuem Leseerlebnis gehörlose Kinder und Eltern“ hier

Auch die Android App ist mittlerweile zum Download bereit hier

Sie können direkt online spenden. Link hier


DGB-Film 9-1/2018 - Fachtagung "Cochlea Implantat - Realitäten ohne Zwang": Grußworte

06. Dezember 2018


DGB-Film 9/2018: Kurzfassung über die Fachtagung "Cochlea Implantat - Realitäten ohne Zwang"

06. Dezember 2018


Klare Antwort und Bestätigung der Fachtagung „Cochlea Implantat – Realitäten ohne Zwang“: Gegen CI-Zwang und für eine bimodal-bilinguale Förderung mit Gebärdensprache zum Wohle aller Kinder mit Hörbehinderung!

04. Dezember 2018

Bei der Fachtagung „Cochlea Implantat – Realitäten ohne Zwang“ am 28. November 2018 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßte Vanessa Ahuja, die Abteilungsleiterin V der Abteilung für Belange behinderter Menschen, Prävention und Rehabilitation, Soziale Entschädigung und Sozialhilfe, über 110 Teilnehmer/-innen und betonte die große Bedeutung des Themas, nicht zuletzt aufgrund des aktuellen Falles in Goslar, aber auch aufgrund allgemeiner Tendenzen in der heutigen Gesellschaft. In Goslar verhandelt derzeit das Familiengericht die Klage des Klinikums Braunschweig gegen die Eltern eines gehörlosen Kindes, die sich gegen eine empfohlene CI-Operation bei ihrem Kind entschieden haben.

Unser Schirmherr, Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig der Dialog untereinander sei, um sich dem Thema der Fachtagung adäquat zu nähern. Es müsse sensibel ein Weg gefunden werden, um das Wohl des Kindes und das Recht der Eltern zur Erziehung gleichermaßen zu berücksichtigen. Zum aktuellen Fall in Goslar betont Herr Dusel jedoch: „Mein Herz schlägt in diesem Fall für die Eltern“.

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DGB-Film 8/2018 in Gebärdensprache und mit Untertitel über Pressemitteilung 13/2018 "Zwang zu einer CI-Operation als äußerst bedenkliche Entscheidung..."

26. November 2018


DGB-Film 7/2018 in Gebärdensprache und mit Untertitel über Pressemitteilung 10/2018 "Mit dem SQAT-Verfahren können Gehörlose sich an die Schlichtungsstelle wenden, ..."

21. November 2018


„Zwang zu einer CI-Operation als äußerst bedenkliche Entscheidungsgrundlage“ und „Förderung der bimodal-bilingualen Erziehung mit Gebärdensprache für Kinder mit Hörbehinderungen“ sind die Schwerpunkte der Fachtagung.

17. November 2018

Seit November 2017 entwickelt sich ein erster juristischer Präzedenzfall in Deutschland, wonach einem gehörlosen Kleinkind gegen den Willen seiner gehörlosen Eltern ein Cochlea-Implantat (CI) eingesetzt werden soll. Dieses Thema verfolgt der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. bereits seit vielen Jahren mit großer Sorge, insbesondere die derzeitigen Auseinandersetzungen um die Cochlea-Implantationen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. veranstaltet die Fachtagung „Cochlea Implantat – Realitäten ohne Zwang“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Diese Tagung findet am Mittwoch, 28. November 2018 im Kleisthaus, Mauerstraße 53, in 10117 Berlin statt. Für die Fachtagung sind Einladungen an Mitgliedsverbände des DGB, verschiedene Verbände und Einrichtungen sowie Experten verschickt worden. Zudem ist der vorhandene Raum auf maximal 90 Personen begrenzt. Deswegen können keine weiteren Anmeldungen mehr entgegengenommen werden. Allerdings wird die Fachtagung gefilmt und danach für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, übernimmt die Schirmherrschaft für die Fachtagung.

Zur Eröffnung der Fachtagung werden Vanessa Ahuja, Leiterin der Abteilung V im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Jürgen Dusel, Prof. Dr. Ulrich Hase, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e. V., sowie Helmut Vogel, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bund e. V., die Grußworte halten.

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Deutscher Gehörlosen-Bund hat neues Präsidium gewählt – Helmut Vogel bleibt Präsident

15. November 2018

Die Bundesversammlung des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) hat das neue Präsidium für die kommenden vier Jahre, von 2018 bis 2022, am 27.10.2018 in Magdeburg gewählt.

Helmut Vogel wurde als Präsident mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Neu in das Präsidium gewählt wurden 1. Vizepräsidentin Elisabeth Kaufmann, 2. Vizepräsident Steffen Helbing und Beisitzer Hans-Jürgen Kleefeldt. Wiedergewählt wurden Schatzmeister Michael Wohlfahrt und Beisitzerin Dr. Ulrike Gotthardt.


(v.l.n.r.) Dr. Ulrike Gotthardt, Hans-Jürgen Kleefeldt, Michael Wohlfahrt, Helmut Vogel, Steffen Helbing und Elisabeth Kaufmann

Darüber hinaus hat sich das vorherige Präsidium bei der 1. Vizepräsidentin Marietta Schumacher und dem 2. Vizepräsidenten Wolfgang Bachmann für ihre Arbeit für den DGB bedankt. Die beiden traten nicht wieder an. Insbesondere Marietta Schumacher hat sich durch die Übernahme vieler Aufgaben (u. a. früher als Revisorin und aktuell für die Kulturtage in Potsdam) für den DGB über 12 Jahre lang verdient gemacht. Ein Bericht über die dreitägige und gut verlaufene Bundesversammlung folgt.

Die Pressemitteilung 12/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Hauptziel des Fachtreffens am 20.09.2018 in Hannover: Anerkennung und Umsetzung der Deutschen Gebärdensprache als Unterrichtsfach an den Förderschulen und als Wahlpflichtfach der Fremdsprache an den allgemeinbildenden Schulen

25. Oktober 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. organisierte gemeinsam mit dem Gehörlosenverband Niedersachsen e. V. das Fachtreffen „Gebärdensprache in den Schulen – Perspektiven und Strategien“ am 20. September 2018 in Hannover. An diesem Fachtreffen nahmen über 44 Personen, darunter Bildungsbeauftragte der Landesverbände der Gehörlosen, Gebärdensprachdozent/-innen, Lehrer/-innen verschiedener Schulen sowie Gebärdensprachdolmetscher/-innen teil.


Fotos: Sandra Gogol

Der niedersächsische Kultusminister, Grant Hendrik Tonne, eröffnete das Fachtreffen und hielt sein Grußwort. Weitere Grußworte richteten der Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Helmut Vogel, und die zweite Vorsitzende des Gehörlosenverbandes Niedersachsen, Ludmila Schmidt, an die Anwesenden.


Fotos: Sandra Gogol

Dann hielt der Beauftragter für Bildung und Politik des Gehörlosenverbandes Niedersachsen, Bengt Förster, seinen Einführungsvortrag. Danach stellte Magdalena Stenzel die Online-Petition „Gebärdensprache umsetzen! Bilingual – bimodal – endlich normal!“ vor, mit den Unterschriften gesammelt werden sollen, um die Gebärdensprache auf allen Ebenen des Bildungswesens im deutschen Raum bezüglich des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention voranzubringen. „Es muss doch selbstverständlich sein, dass tauben Kindern und Schülern ihre Gebärdensprache als Unterrichtsfach angeboten wird. Mit der aus der UN-Behindertenrechtskonvention sich ergebenden Gleichstellung folgt dies zwingend!“ wird Prof. Helen Leuninger zitiert!

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Mit dem SQAT-Verfahren können Gehörlose sich an die Schlichtungsstelle wenden, wenn ein Konflikt, eine Benachteiligung oder eine kommunikative Barriere mit Trägern öffentlicher Gewalt des Bundes entstanden ist.

22. Oktober 2018

Durch die Novellierung des § 16 Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) wurde die unabhängige Schlichtungsstelle bei dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Anfang Dezember 2016 gegründet und aufgebaut.

Die Schlichtungsstelle hat die Aufgabe, Streitigkeiten zwischen Menschen mit Behinderungen und den sogenannten Trägern öffentlicher Gewalt des Bundes, also Ämtern und Behörden auf Bundesebene, wie Rentenversicherung oder Agentur für Arbeit, zum Thema Barrierefreiheit außergerichtlich zu behandeln, entstandene Konflikte zu lösen, Benachteiligung zu beseitigen bzw. verhindern und Barrierefreiheit herzustellen.

Einzelpersonen und Verbände können das Angebot der Schlichtungsstelle nutzen, wenn sie sich in ihren Rechten nach dem BGG verletzt sehen. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos und es muss kein Rechtsbeistand eingeschaltet werden. Die schlichtenden Personen sind für eine unparteiische und faire Verfahrensführung verantwortlich und zur Verschwiegenheit verpflichtet.


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DGB-Film 6/2018 in Gebärdensprache und mit Untertitel über Pressemitteilung 8/2018 "Das 2. Staatenprüfverfahren zur UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ist bereits gestartet."

21. Oktober 2018


DGB-Film 5/2018 in Gebärdensprache und mit Untertitel über Stellungnahme 6/2018 "Der Telefonvermittlungsdienst in Schrit- und Gebärdensprache soll für Gehörlose ab dem 01.01.2019 bundesweit kostenfrei genutzt werden!"

16. Oktober 2018


Der Besuch des österreichischen Bundespräsidenten, Alexander van der Bellen, war der Höhepunkt der EUD-Mitgliederversammlung

12. Oktober 2018

An der Mitgliederversammlung der Europäischen Union der Gehörlosen (EUD) vom 4. bis 7. Oktober 2018 in Wien nahmen der Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Helmut Vogel, und EUD-Vorstandsmitglied Daniel Büter teil.

Am Donnerstag, den 04.10.2018 hat der EUD-Workshop mit drei Themen zum EUD-Projekt „Designs“, zum vorgeschlagenen Entwurf des EUD-Positionspapiers zur Barrierefreiheit und zur politischen Strategie begonnen, wo die Vorstände der nationalen Gehörlosenverbände, EUD-Vorstandsmitglieder und EUD-Mitarbeiter sich ausgetauscht und Kommentare abgegeben haben. Danach haben wir das Schloss Belvedere besucht, die Kulturführung in Gebärdensprache mitgemacht und ausgewählte Werke des gehörlosen Bildhauers Gustinus Ambrosi angeschaut.

Am Freitag, den 05.10.2018 hat die EUD zusammen mit dem Österreichischen Gehörlosenbund (ÖGLB) ein Seminar zum Thema „Gemeinsam überwinden wir Barrieren! – Österreichische beste Beispiele für Europa“ organisiert. Ein besonderes Ereignis in diesem Zusammenhang war, dass der Bundespräsident von Österreich, Alexander van der Bellen, und seine Frau Doris Schmidauer, uns besuchten, die Eröffnungsrede gehalten und eine Stunde lang mitgehört haben. Das war das erste Mal, seit der Gründung der EUD, dass ein Bundespräsident die EUD-Mitgliederversammlung besucht hat. Das ist eine schöne Ehrung und ein Höhepunkt für unsere Gebärdensprachgemeinschaft.

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Politische Teilhabe - Online-Befragung

08. Oktober 2018

Untersuchung politischer Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen

Wissenschaftliche Erhebung im Rahmen einer Doktorarbeit (Uni Kassel); Weitere Informationen unter: https://umfrage.uni-kassel.de/index.php/586448?lang=de

Mit Ihrer Teilhabe unterstützen Sie die Forschung zur Verbesserung politischer Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Roman Baumgartner, M.A. (Doktorand)


Der Telefonvermittlungsdienst in Schrift- und Gebärdensprache soll für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen ab dem 01.01.2019 bundesweit kostenfrei genutzt werden können!

04. Oktober 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. unterstützt den offenen Brief der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e. V. (DG) „Vermittlungsdienst für gehörlose und hörgeschädigte Menschen §§ 45 Abs. 3 und 108 Telekommunikationsgesetz (TKG)“ vom 13.09.2018, der sich an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Bundesnetzagentur, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Bundesbehindertenbeauftragten sowie den zuständigen Bundestagsabgeordneten gerichtet hat. In dem offenen Brief wird die Forderung erhoben, die monatliche Grundgebühr (5 Euro) und die Gesprächsgebühren (0,14 Euro bzw. 0,28 Euro pro Minute) zur privaten Nutzung des Vermittlungsdienstes ab dem 01.01.2019 komplett abzuschaffen und die bisher geltenden gesetzlichen Regelungen zum barrierefreien Notruf für Menschen mit Hörbehinderungen durch § 108 TKG sowie die Notrufverordnung anzupassen bzw. zu ändern.

Diese wichtigen Forderungen der DG vollzieht der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. nach und begrüßt diese sehr, um einen besseren und kostenfreien Zugang zum Telefonvermittlungsdienst in Schrift- und Gebärdensprache zu ermöglichen und die Notrufsituation für Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen zu verbessern.

Die neue öffentliche Ausschreibung von der Bundesnetzagentur für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2022 zeigt erfreulicherweise, dass die monatliche Grundgebühr (5 Euro) zur privaten Nutzung abgeschafft werden soll. Jedoch sollen die Gesprächsgebühren (0,14 Euro und 0,28 Euro pro Minute) noch unverändert bestehen bleiben.

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Das 2. Staatenprüfverfahren zur UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ist bereits gestartet.

02. Oktober 2018

Am Freitag, den 21.09.2018, hat das Verbändebündnis der Zivilgesellschaft (Deutscher Behindertenrat, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Fachverbände für Menschen mit Behinderung und die Liga Selbstvertretung) mit einer Delegation von acht Personen (Dr. Sigrid Arnade, Martina Heland-Gräf, Andrea Fabris, Joachim Busch, Verena Bentele, Dr. Thorsten Hinz und Daniel Büter) an der nicht öffentlichen Sitzung im Palais des Nations in Genf teilgenommen, um mit dem UN-Fachausschuss für Menschen mit Behinderungen (UN-Fachausschuss) die „Prüfungsfragen“ für Deutschland zu beraten. Diese Sitzung wurde in Internationale Gebärden (International Sign/IS) und Schriftsprache übersetzt.


Foto: Sozialverband VdK

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DGB-Film 4/2018 in Gebärdensprache über Pressemitteilung 7/2018 "Durch Gebärdensprache gehört jeder ganz natürlich dazu!"

27. September 2018


„Durch Gebärdensprache gehört jeder ganz natürlich dazu!“ lautet das gemeinsame Motto des Internationalen Tages der Gebärdensprachen und der Internationalen Woche der Gehörlosen vom 23. bis 30. September 2018

19. September 2018

Der Weltverband der Gehörlosen (WFD) wurde 1951 in Rom, Italien gegründet und ist eine internationale Non-Profit- und Nichtregierungsorganisation mit 135 nationalen Gehörlosenverbänden, die schätzungsweise 70 Millionen gehörlose Menschen und ihre Menschenrechte weltweit vertritt.

Zum ersten Mal wurde eine Initiative des WFD, und zwar die Internationale Woche der Gehörlosen, im Jahr 1958 in Rom, Italien durchgeführt, um auf die Situation der gehörlosen Menschen aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für Gebärdensprache zu erhöhen.

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Gebärdensprachdolmetscher/-innen beim Tag der Deutschen Einheit vom 01. bis 03.10.2018 in Berlin

07. September 2018

Die Bundesregierung führt das Programm an drei vollen Tagen mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit vom 1. bis zum 3. Oktober 2018 in Berlin für Gehörlosen und andere Menschen mit Hörbehinderungen durch.

Die Bundesministerien und das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung laden Bürgerinnen und Bürger herzlich in ihre Informationszelte ein.

Hier kann man sich über die Pläne und Schwerpunktthemen der Bundesregierung informieren und viel Wissenswertes über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Ministerien erfahren. Daneben haben Bundesministerinnen und Bundesminister ihr Kommen angekündigt.

Das Bühnenprogramm mit guter Musik, Quizrunden und interessanten Gesprächen wird an den drei Tagen in deutsche Gebärdensprache übersetzt. Außerdem stehen GebärdensprachdolmetscherInnen am Informationstresen für individuelle Rundgänge bereit.

Die Öffnungszeiten sind:
Montag, 1. Oktober 14 – 20 Uhr,
Dienstag, 2. Oktober 11 – 21 Uhr und
Mittwoch, 3. Oktober 10 – 20 Uhr.

Weitere Infos unter: www.bundesregierung.de


DGB-Film 3/2018 in Gebärdensprache über Pressemitteilung 6/2018 "Die Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreie Medien“ als ein Instrument zur Aufklärung und Sensibilisierung"

06. September 2018


Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. ruft Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderungen auf, bei der neuen Online-Umfrage zum Thema „Cochlea Implantat“ mitzumachen.

05. September 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. hat einen Fragebogen mit 27 Fragen entwickelt und hat heute die Online-Umfrage für den Zeitraum vom 05.09.-05.10.2018 gestartet.

Mit der Online-Umfrage könnte der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. herausfinden, wie die Lebenssituation bzw. Entwicklung von Gehörlosen mit CI gestaltet, wie es mit dem Spracherwerb und der physisch-kognitiven, psychischen und psychosozialen Entwicklung der CI-Kinder aussieht, wie hoch die Erfolgsquote ist und vieles mehr.

Die Ergebnisse der Online-Umfrage werden dann bei der Fachtagung zum Thema „CI – Realitäten ohne Zwang“ am 28.11.2018 in Berlin vorgestellt und in der Dokumentation im Jahr 2019 veröffentlichtet.

Daher bittet der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderungen, diese Online-Umfrage auszufüllen bzw. sich daran zu beteiligen, und bedankt sich für die Unterstützung. Die Teilnahme an der Online-Umfrage ist freiwillig und anonym.

Hier geht es zu den Links für die Online-Umfrage


Neuer Termin für das Seminar

31. August 2018

Vom 06.-07. Dezember 2018 bietet die Telesign Deutschland GmbH erneut das Seminar „Erfolgreich telefonieren“ für NutzerInnen von gebärdensprachlichen Telefon-Vermittlungsdiensten an. Dieses Mal findet es in München statt.

Ziel dieses Seminars ist u. a. verschiedene Möglichkeiten und Strategien für eine verbesserte Kommunikation am Telefon zu erlernen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den anliegenden Unterlagen


Behindertenpolitik im Koalitionsvertrag

28. August 2018

Am 12.03.2018 haben CDU, CSU und SPD den Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode unterzeichnet. Der Vertrag mit dem Titel „Ein neuer Aufbruch für Europa – Eine neue Dynamik für Deutschland – Ein neuer Zusammenhalt für unser Land“ ist die Grundlage der Bundesregierungsarbeit.

Bei den 6. Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen vom 17. bis 19.05.2018 in Potsdam haben

  • Wilfried Oellers (Heinsberg, Behindertenbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion),
  • Dr. Matthias Bartke (Hamburg, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, SPD),
  • Jens Beeck (Lingen/Ems, Teilhabepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der FDP),
  • Sören Pellmann (Leipzig, Behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE) und
  • Corinna Rüffer (Trier, Behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)

als Gäste an der Podiumsdiskussion „Behindertenpolitik im Koalitionsvertrag“ teilgenommen und sich über die Themen Teilhabe an Arbeit, Barrierefreiheit und inklusive Bildung ausgetauscht.

Foto: DGZ/Norbert Richter

Wir haben die entsprechenden Passagen des Koalitionsvertrags analysiert und bewertet. Die Analysie und Bewertung finden Sie in der Stellungnahme 05/2018.

Insgesamt konnten wir feststellen, dass zahlreiche Prüfaufträge in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurden. Wir fordern nun konkrete politische Handlungen, um diese zu erfüllen und um die Lebenssituation von Menschen mit Hörbehinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention signifikant zu verbessern.

Die Stellungnahme 05/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Gespräch mit einem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Herrn Jürgen Dusel

26. August 2018

Am Mittwoch, dem 22.08.2018, haben Helmut Vogel und Daniel Büter ein Gespräch mit einem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Herrn Jürgen Dusel, geführt.

Es ist sehr erfreulich, dass Jürgen Dusel die Schirmherrschaft für die Fachtagung „Cochlea Implantat (CI) – Realitäten ohne Zwang“ am 28.11.2018 übernimmt und ein Grußwort halten wird.

Über weitere Themen dieses Gesprächs, z. B. die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, Arbeitsassistenz etc. haben wir uns ausgetauscht. Das Gespräch verlief sehr angenehm.


Fachtreffen "Gebärdensprache in den Schulen - Perspektiven und Strategien"

16. August 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. organisiert mit dem Gehörlosenverband Niedersachsen e. V.  das Fachtreffen zum Thema „Gebärdensprache in den Schulen – Perspektiven und Strategien“. Dieses Treffen findet am Donnerstag, dem 20.09.2018, in Hannover statt.


Anbei erhalten Sie das Informationspapier zum Fachtreffen mit Anmeldeformular, Ablaufplan und Essenauswahl.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, senden Sie das ausgefüllte Anmeldeformular bitte bis zum 06.09.2018 per Mail an den Gehörlosenverband Niedersachsen unter info@gehoerlosenverband-nds.de.

Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person, inklusive Kaffee, Tee, Wasser, Kuchen und Kekse.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und den gemeinsamen fachlichen Austausch!


Treffen mit dem Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. und der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten - Fachverbände und Selbsthilfe e.V. beim ARD am 14.08.2018

16. August 2018

Bernd Schneider, Thomas Zander und Daniel Büter haben sich auf der Bundesebene mit den Vertretern der ARD über barrierefreie Medien intensiver ausgetauscht. Das Gespräch war sehr angenehm und konstruktiv. Eine Arbeitsgruppe zur Barrierefreiheit im Bereich der ARD liegt in den Händen vom NDR. ARD und NDR bauen ihre barrierefreie Angebote mit Untertiteln, Gebärdensprache, Audiodeskription und Leichter Sprache weiter aus.


DGB-Film 2/2018 in Gebärdensprache über Pressemitteilung 5/2018 "Aktueller Stand zum Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland"

22. Juli 2018


DGB-Film 1/2018 in Gebärdensprache über Pressemitteilung 4/2018 "Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. fordert die Verpflichtung statt die Freiwilligkeit zur digitalen Barrierefreiheit im privaten Sektor!"

20. Juli 2018


Stellenausschreibung Arbeitsassistenz

18. Juli 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sucht ab sofort für die Bundesgeschäftsstelle in Berlin eine Arbeitsassistenz (m/w) auf Honorarbasis.
Die Wochenarbeitszeit beträgt 10-20 Stunden.

Die Stellenausschreibung finden Sie als pdf-Datei.


Stellenausschreibung

18. Juli 2018

Das niedersächsische Institut für die Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache e.V. (NIGGGS) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt Peer-Counselor/in – Projekt-Leiter/in für die EUTB-Beratungsstelle in Wolfenbüttel.

Die Stellenausschreibung finden Sie als pdf-Datei.


Die Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreie Medien“ als ein Instrument zur Aufklärung und Sensibilisierung

18. Juli 2018

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. hat die Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreie Medien“ am 12.09.2017 in Mainz nun als Broschüre veröffentlicht.

Die Dokumentation liefert viele wichtige Impulse und Anregungen für die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in der medien- und behindertenpolitischen Landschaft.


Die digitale Version (PDF; 4,9 MB; komprimiert) steht als Download zu Verfügung.
Die Druckversion ist kostenfrei auf unserer Homepage bestellbar.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. hat die Forderungen nach barrierefreien Medien zusammen mit der Deutschen Gesellschaft der Hörbehinderten – Selbsthilfe und Fachverbände e.V. überarbeitet und aktualisiert:

  1. 100 % Untertitelung und mindestens 5 % Gebärdensprache für alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendungen im linearen Fernsehen
  2. Werbesendungen und Wahlwerbungen in Gebärdensprache und mit Untertiteln
  3. Kindersendungen in Gebärdensprache
  4. Erhalt der einzigen vollständig inklusiven Fernsehsendung „Sehen statt Hören“ im linearen TV-Programm (mindestens 36 Neusendungen pro Jahr und dafür weniger Wiederholungen)
  5. die RedakteurInnen von „Sehen statt Hören“ sollten hörbehindert und/oder gebärdensprachkompetent sein.
  6. Betroffene Menschen mit Behinderung sollten in den Fernsehräten bzw. Rundfunkräten vertreten sein

Der Rundfunkstaatsvertrag und das Behindertengleichstellungsgesetz müssen überarbeitet werden und an die UN-Behindertenkonvention (Artikel 9 und 30), die EU-Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste 2010/13 (Artikel 23 und 46) und unsere Forderungen angepasst werden. Dadurch soll die Verpflichtung zu barrierefreien Angeboten (Gebärdensprache, Untertitel, Audiodeskription und leicht verständliche Menüführung) im öffentlich-rechtlichen und privaten Medienbereichen erreicht werden. Außerdem sollen die finanziellen Ressourcen für den Ausbau der barrierefreien Angebote nach Stufenplan (10 % Steigerung pro Jahr) erhöht werden. All dies sollte in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein!

Die Pressemitteilung 06/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Aktueller Stand zum Umsetzungsprozess der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland

03. Juli 2018

Im Jahr 2015 prüfte der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen den ersten deutschen Staatsbericht zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Die abschließenden Bemerkungen (Concluding Observations) über den ersten Staatsbericht Deutschlands wurden am 13. Mai 2015 veröffentlicht. Die Empfehlungen für die Umsetzung der UN-BRK wurden durch Bund, Länder und Kommunen angenommen und seither wurde daran gearbeitet. Der UN-Fachausschuss fordert den Vertragsstaat nun dazu auf, bis spätestens 24. März 2019 seinen zweiten und dritten Bericht vorzulegen und darin die Informationen der vorliegenden abschließenden Bemerkungen zur Umsetzung aufzunehmen.

Der Deutsche Gehörlosen Bund e.V. hat im April und Mai 2018, zusammen mit seinen 26 Mitgliedsverbänden (Landes- und Fachverbänden) und beteiligten Experten, eine Fragenliste im Zusammenhang mit dem zweiten Zyklus der Staatenprüfung Deutschlands formuliert. Am 15.05.2018 wurde die Fragenliste an das Kernteam, bestehend aus dem Deutschen Behindertenrat, der BAG der Freien Wohlfahrtspflege, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung und der LIGA Selbstvertretung, versendet.

Am 20. Juni 2018 hat dieses Kernteam eine Gesamtfragenliste, die inzwischen von über 50 Verbänden mitgetragen wird, und ein Update an die UN-Berichterstatter nach Genf übersandt. Das gemeinsame Ziel war es, die zivilgesellschaftlichen Kräfte zur 2. Staatenprüfung Deutschlands erneut zu bündeln. Von unserer Seite wurden diverse Vorschläge und Begründungen in diese Gesamtfragenliste aufgenommen.

Die zweite Staatenprüfung Deutschlands soll nach dem sogenannten vereinfachten Verfahren am 21. September 2018 in Genf stattfinden. Deutschland wird diesbezüglich nur Stellung zur Fragenliste nehmen. Diese Stellungnahme muss binnen sechs Monaten erfolgen. Anschließend erfolgt dann die Prüfung vor dem UN-Ausschuss in Genf, die im Frühjahr 2019 zu erwarten ist.

Im Sommer 2018 wird der Forderungskatalog des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. neu überarbeitet und aktualisiert. Er wird für die Diskussion bei der DGB-Bundesversammlung vom 26.-28. Oktober 2018 in Magdeburg vorbereitet.

Die Pressemitteilung 05/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.

Literaturquellen:


Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. fordert die Verpflichtung statt die Freiwilligkeit zur digitalen Barrierefreiheit im privaten Sektor!

03. Juli 2018

Am 14.06.2018 hat der Bundestag das geänderte Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), bezüglich des barrierefreien Zugangs zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen, durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/2102 mit dem Änderungsantrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD beschlossen. Darin geht es u.a. um die Beibehaltung der graphischen Programmoberfläche und Social Media-Angebote und die Einbeziehung der bundeseigenen Unternehmen (Deutsche Flugsicherung, Deutsche Bahn AG, LH Bundeswehr Bekleidungsgesellschaft mbH, HIL Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, Bundesdruckerei GmbH, etc.). Die AfD, die Linken und das Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen.

Der Entschließungsantrag vom Bündnis 90/Die Grünen wurde abgelehnt. Einen Antrag von den Linken, das Menschenrecht auf Barrierefreiheit umzusetzen und die Privatwirtschaft zu Barrierefreiheit zu verpflichten, lehnten CDU/CSU, SPD, AfD und FDP ab. Die Linken und das Bündnis 90/Die Grünen stimmten dafür.

Das Gesetzgebungsverfahren im Bundestag (1. Lesung, Ausschussberatung, 2./3. Lesung) wurde mit unter einem Monat Bearbeitungszeit deutlich beschleunigt. Verbände und Selbsthilfeorganisationen haben nur eine Woche Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. Dies ist unserer Ansicht nach nicht ausreichend und nicht angemessen. Die Möglichkeit Einfluss zu nehmen, wurde beschränkt. Wir benötigen mehr Zeit, um uns mit dem Thema digitale Barrierefreiheit auseinandersetzen zu können. Die Frist für Stellungnahmen sollte etwas länger sein.

Unverändert werden alle öffentlichen Stellen des Bundes dazu verpflichtet, die Videos ihrer Webseiten und Apps für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen in Gebärdensprache und mit Untertiteln zugänglich zu machen. Für uns ist immer nicht klar, wer die Inhalte der Videos in Gebärdensprache und mit Untertiteln kontrolliern bzw. prüfen soll. Wir möchten keine falschen Übersetzungen sehen und fordern Qualitätssicherung.

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Neue Services der Deutschen Bahn für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen

03. Juli 2018

Seit vielen Jahren kommunizieren Menschen mit Hörbehinderungen mit den Mitarbeitern der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) per Fax oder E-Mail über Reiseplanung, z.B. über Buchung von Fahrscheinen und kostenfreie Sitzplatzreservierungen, über Information zu Verspätungen, Umbuchungen oder Gleiswechseln. Störungen können auch per SMS mitgeteilt werden.

Seit 2. Juli 2018 bietet die Deutsche Bahn (DB) in einer halbjährlichen Pilotphase zusätzlich eine neue Live-Chat-Funktion an. Ab sofort kann der Live-Chat mit der MSZ nun von Montag bis Freitag (08:00 bis 18:00 Uhr) unter www.bahn.de/msz-chat getestet werden


Mit freundlicher Genehmigung der Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn hat auf ihrer Internetseite www.bahn.de/gehoerlos außerdem sechs neue Gebärdensprachvideos mit einem Avatar eingefügt.

Eindrücke, Bewertungen und Rückmeldungen zum Live-Chat und den Gebärdensprachvideos können per E-Mail abgegeben werden. Diese Rückmeldungen sind für die Deutsche Bahn sehr wichtig, um das Angebot weiterentwickeln und verbessern zu können.

Die Pressemitteilung 03/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Zum 10. Todestag von Gunter Trube

29. Juni 2018

Kaum zu glauben, dass sich der Tod von Gunter Trube (geb. Puttrich-Regnard) heute schon zum zehnten Mal jährt. Der wohl bekannteste und beliebteste "Meister der Gebärdensprache" und "Gallionsfigur" innerhalb der Gebärdensprachgemeinschaft verstarb unerwartet am 29. Juni 2008 in Berlin. Er wurde nur 47 Jahre alt. Sein Tod bewegt nach wie vor viele Menschen. Darum wird er für immer unvergessen bleiben.

Gunter Trube wurde 2001 mit einem Kulturpreis des Deutschen Gehörlosen-Bundes bei den 3. Deutschen Kulturtagen der Gehörlosen in München geehrt. Er wurde am 20.08.1960 in München geboren, lebte jedoch lange in Hamburg und Berlin. Unter anderem nahm er als Spitzensportler an den Deaflympics teil und war in der Theaterwelt sehr aktiv. Besonders setzte er sich für homosexuelle Gehörlose ein und klärte über Aids auf, zum Beispiel mit einer Aids-Broschüre. Er selbst gewann den Wettbewerb „The best Drag Queen of the Deaf“ und führte die Gebärdensprachpoesie in Deutschland ein.

Die 30-minütige Fernsehsendung "Sehen statt Hören" wird über  "Unvergessen: Gunter Trube" morgen um 9 Uhr im BR-Programm gezeigt.


Palästinensischer Gehörlosenverband zu Besuch in Deutschland

28. Juni 2018

Der palästinensische Gehörlosenverband hat heute die Geschäftsstelle des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. besucht.
Wir haben uns über verschiedene gehörlosenspezifische Themen, z.B. GebärdensprachdolmetscherInnen, Ausbildung, Gebärdensprach-Wörterbuch, Bildung, Arbeit, Zugänglichkeit, UN-BRK etc., unterhalten und unsere Kontaktdaten ausgetauscht. Das Gespräch war informativ und interessant.
Uns ist aufgefallen, dass die direkte Kommunikation zwischen gehörlosen palästinensischen Personen und gehörlosen deutschen Personen durch International Sign einfacher und schneller funktioniert, als die Übersetzung von palästinensischer Gebärdensprache über Arabisch und Englisch auf deutsche Gebärdensprache.


Stellenausschreibung

25. Juni 2018

Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt mehrere Peer-Berater/innen für die EUTB-Beratungsstelle in Stuttgart.

Die Stellenausschreibung finden Sie als pdf-Datei.


Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V und die Gehörlosengemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V. halten das Verbot der Gebärdensprache auf der Bühne bei einer Jugendweihefeier für diskriminierend.

14. Juni 2018

Christina Bendigs, Autorin der regionalen Tageszeitung Volksstimme, berichtete kürzlich, dass der Verein „Junge Humanisten Magdeburg e.V.“, ein Veranstalter für Jugendweihefeiern, einer Dolmetscherin für deutsche Gebärdensprache und deutsche Sprache verweigert hat, sich auf die Bühne der Johanniskirche in Magdeburg zu stellen. Außerdem musste die gehörlose Familie die Eintrittskarte zur Feier für die Gebärdensprachdolmetscherin selbst bezahlen.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. und die Gehörlosengemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V. nehmen hier zur Sache gemeinsam Stellung und betonen, dass dieses Verbot unverständlich und diskriminierend ist. Wir können die Begründung des Vereins „Junge Humanisten Magdeburg e.V.“ nicht nachvollziehen.

Mit dem Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (§ 6 und § 9 BGG) und dem Gesetz des Landes Sachsen-Anhalt zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (§ 6 und § 14 BGG LSA) wurde die Deutsche Gebärdensprache (DGS) 2002 als eigenständige Sprache anerkannt.

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Der bisherige Standard des Behindertengleichstellungsgesetzes darf nicht durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/2102 für Menschen mit Hörbehinderungen verschlechtert werden.

13. Juni 2018

Morgen soll das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen (BT-Drucksache 19/2072) mit der 2. und 3. Lesung im Bundestag verabschiedet werden.

Wir sehen in dieser Umsetzung der EU-Richtlinie keine deutliche Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderungen. Die bisherige Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), vom 12.09.2011, stellt im internationalen Vergleich einen hohen Standard dar, z.B. im Hinblick auf Übersetzungen in Gebärdensprache und mit Untertiteln.

Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die bisherige Regelung „Internetauftritte und -angebote“ gestrichen werden soll. Stattdessen sollen nur Webseiten öffentlicher Stellen des Bundes (ab 23.09.2019) und mobile Anwendungen (ab 23.06.2021) im neuen BGG aufgenommen werden. Es besteht die Gefahr, dass die EU-Richtlinie hinter den bisherigem BGG zurückfällt. Dies sollte unbedingt vermieden werden.

Unsere Forderung bleibt unverändert und nachdrücklich, dass alle Webseiten und mobile Anwendungen öffentlicher Stellen in Gebärdensprache und mit Untertiteln barrierefrei gestaltet werden müssen, um die Verständlichkeit für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderung sicherzustellen.

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Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. ist mit der Antwort der Bundesregierung bezüglich „Arbeitsassistenz“ nicht zufrieden und strebt weiter an, die Teilhabe am Arbeitsleben zu verbessern und die Kommunikation sicherzustellen.

08. Juni 2018

Auf die Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE über „Probleme bei der Gewährung des Rechtsanspruchs auf Arbeitsassistenzleistungen“ (Drucksache 19/2339) nehmen wir wie folgt Stellung:

  1. Die 1.923 bewilligten Anträge zur Kostenübernahme einer notwendigen Arbeitsassistenz aus dem Jahr 2008 sind im Jahr 2017 mit 3.690 Anträgen fast um das Doppelte gestiegen. Uns fehlt jedoch ein Gesamtüberblick der gestellten, abgelehnten oder zurückgezogenen Anträge. Außerdem sind wir dennoch überrascht über diese Anzahl, da wir annahmen, dass es mehr Menschen mit Behinderungen gibt, die Arbeitsassistenzleistungen erhalten. In Deutschland leben laut Bericht zur Statistik der schwerbehinderten Menschen des statistischen Bundesamtes 2014 insgesamt 315.799 Menschen mit Sprach- und Hörbeeinträchtigungen.

  2. Der Gesamtbetrag der Integrationsämter für Arbeitsassistenzleistungen ist von 12,31 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 32,35 Mio. Euro im Jahr 2017 fast um das Dreifache gestiegen. Uns fehlt die Aufteilung der Arbeitsassistenzformen (Gebärdensprachdolmetscher, Schriftdolmetscher, Kommunikationsassistenz, Mobilitätsassistenz, etc.), die Klärung der Honorar- bzw. Stundensätze für Formen der Arbeitsassistenz und die Aufteilung der Behinderungsarten der LeistungsempfängerInnen.

  3. Die Integrationsämter der Länder richten sich im Hinblick auf die Vergütung der GebärdensprachdolmetscherInnen nicht immer nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG), weil Gebärdensprachdolmetscher nur bei der Ausführung von Sozialleistungen nach dem JVEG bezahlt werden, wenn sie selbst die Sozialleistung nicht sind (Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 30.05.2016 - 7 A 10583/15). Das ist absurd, da Dolmetscherleistungen für uns immer noch Sozialleistungen sind. Die Begründung der Bundesregierung ist nicht nachvollziehbar und unzutreffend.

Unsere Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreier Notruf“ ist endlich da!

07. Juni 2018

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Dokumentation zur Fachtagung „Barrierefreier Notruf“ am 29.11.2016 nun zur Verfügung steht und allen Interessierten zugänglich ist. Diese Dokumentation bildet die Grundlage für die weitere Arbeit an diesen Themen, um die Notrufsituation für Menschen mit Hörbehinderung signifikant zu verbessern.
Sie können die Dokumentation (PDF, 5,3 MB) herunterladen oder kostenfrei bei uns bestellen.

Die Ergebnisse der Umfrage haben deutlich gezeigt, dass Gehörlose und hörbehinderte Menschen Notrufe lieber über die Videotelefonie in Gebärdensprache absetzen wollen.

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Gebärdensprachkompetenz - Barrierefreiheit in der Praxis auch für gehörlose Patienten

31. Mai 2018

Ob in der Arztpraxis oder im Krankenhaus: Die Verständigung zwischen gehörlosen oder hörgeschädigten Patienten und dem medizinischen Personal macht meistens Probleme. Beherrschen der Arzt oder seine Mitarbeiter zumindest rudimentär die Gebärdensprache, wird es leichter.

Wer einen Arzttermin braucht, greift zum Hörer und ruft bei einer Arztpraxis an. Für Gehörlose wie Lela Finkbeiner gestaltet sich das schwieriger. Um einen Termin zu bekommen, schreibt die Berlinerin eine E-Mail. "Antworten auf E-Mail-Anfragen lassen leider meistens auf sich warten", schildert die 44-jährige Sozialpädagogin ihre Erfahrungen. Nicht selten bekäme sie eine Rückmeldung erst auf Nachfrage. Komme es zum Termin, warte die nächste Hürde an der Rezeption: Die Medizinischen Fachangestellten (MFA) wüssten in der Regel nicht, wie sie mit einem gehörlosen Menschen umgehen sollen.

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Eröffnung der 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen am 17.05.2018 in Potsdam

17. Mai 2018

Unter dem Motto: „Unsere Kultur mit Gebärdensprache: inklusiv und gleichwertig“ veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. vom 17. - 19. Mai 2018 in Potsdam - Babelsberg die 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen.

Die Kulturtage der Gehörlosen sind die größte Begegnungs- und Informationsplattform für Gehörlose, Gebärdensprachnutzer bzw. hörbehinderte Menschen Deutschlands. Mit und auf dieser Großveranstaltung feiert die Gebärdensprachgemeinschaft, unsere Sprache, unsere Kultur. Unsere Sprache und unsere Kultur ist gleichwertig ist wie jede andere Sprache und Kultur: Die UN - Behindertenrechtskonvention, Art. 2, 21, 24 und 30 betont die Gleichwertigkeit der Gebärdensprache und der Gehörlosenkultur.

Doch leider ist es oft das Wissen über unsere Kultur und Sprache sowie die konkrete sozialpolitische Umsetzung dieser „Gleichwertigkeit“, die fehlen. Darin sehen wir ganz konkret die Aufgabe der Kulturtage: Zu informieren, Vorbehalte abbauen, gegenseitiges Verständnis füreinander entwickeln und über den Dialog der Kulturen eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft schaffen. Inklusion ist uns ein wichtiges Anliegen. Und so ist es uns wichtig, dass die Barrierefreiheit für hörende BesucherInnen mit den DolmetscherInnen für Deutsche Gebärdensprache und Deutsch dafür gewährleistet ist.

Die etwa 2.500 Besucher erwartet ein umfangreiches, spannendes und vielfältiges Programm! Etwa 90 Referenten zu verschiedenen sozialpolitischen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen tragen zur Wissenserweiterung und zum Austausch bei. Ein umfangreiches Kulturprogramm mit 40 nationalen und internationalen KünstlerInnen aus den Bereichen Theater, Tanz, Gebärdensprachpoesie usw. wird die BesucherInnen mit Sicherheit faszinieren und unterhalten. Weitere Programmpunkte: etwa 55 Aussteller und Infostände, ein Foto- und Filmwettbewerb mit Preisverleihung, eine Kunstausstellung von sieben KünstlerInnen, Abendveranstaltungen mit umfangreichen Bühnenprogramm und schließlich eine öffentliche Begegnungsveranstaltung „Fest der Hände“ Samstag nachmittags in Potsdam/Luisenplatz. Schauen Sie unseren Hashtag: #KTG18!

Die Pressemitteilung KTG18 2/2018 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.


Neuer Service bei der Telekom

03. Mai 2018 | Live Textchat für Gehörlose


Der CI-Zwang für gehörlose Kinder ist nicht mit der UN-Behindertenrechtskonvention vereinbar. – Unsere Aktivitäten bezüglich der aktuellen Situation um das Cochlea-Implantat

27. März 2018

Wir möchten Sie zunächst darüber informieren, dass wir die zahlreichen Beiträge, Einreichungen und E-Mails erhalten und zur Kenntnis genommen haben. Den Prozess in Goslar sowie alle Neuigkeiten, z.B. einen weiteren Prozess in Trier, wo der Kostenträger statt eine Assistenz für gehörlose Kindergartenkinder zu bezahlen nun über eine Forderung zur CI-Implantation für die Kinder nachdenkt, verfolgen wir weiterhin mit Interesse und Nachdruck.

Wir haben mit dem EUD und dem WFD Kontakt aufgenommen und sie über die aktuelle Situation informiert. Von beiden Verbänden haben wir Antwort erhalten und sie haben uns jeweils ihre Positionspapiere bzw. ihre Pressemitteilung zukommen lassen, die wir anschließend auf Deutsch übersetzt haben. Außerdem haben wir zahlreiche Stellungnahmen und Artikel von diversen Persönlichkeiten und Verbänden/Institutionen erhalten und gesammelt. Im Anhang finden Sie die Übersetzungen und Sammlung dieser Stellungnahmen und Artikel.

Im Herbst 2018 plant der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. eine Fachtagung zum Thema „Cochlea Implantat (CI) – Realitäten ohne Zwang“ im Bereich Gesundheit. Dabei ist es unser Ziel, auch die Aspekte zu beleuchten, die bei überwiegend positiver Betrachtung untergehen. Derzeit läuft die Organisation für die Tagung an und es werden u.a. noch Kooperationspartner gesucht.

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Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. sucht eine Arbeitsassistenz!

20. März 2018

Stellenausschreibung

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sucht ab sofort für die Bundesgeschäftsstelle und das Bundeskompetenzzentrum in Berlin

eine Arbeitsassistenz (m/w)

Die Wochenarbeitszeit beträgt 10-20 Stunden.

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Glückwunsch an den neu gewählten Vorstand des Landesverbandes der Gehörlosen Thüringen e.V.

12. März 2018

Am Samstag, den 10. März 2018 in Erfurt wurden bei der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt:

1. Landesvorsitzende: Karin Tattermusch
2. Landesvorsitzende: Harri Etzhold
Kassierer: Philipp Pezold
Schriftführer: Jörg Wöllmann
Beisitzer für Senioren: Dietrich Mett
BeisitzerIn für Frauen: vakant
Beisitzerin für Jugend: Claudia Rasche-Gasmiov

von links nach rechts: Karin Tattermusch, Harri Etzhold, Philipp Pezold, Jörg Wöllmann und Dietrich Mett

Der Landesverband der Gehörlosen Thüringen e.V. hat die Ehre, Erika Beyer und Martina Krause die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen und dankt ihnen für ihre langjährige Vorstandsarbeit.

von links nach rechts: Karin Tattermusch, Erika Beyer, Martina Krause und Erhard Müller (Ehrenvorsitzender)

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. gratuliert dem neuen Vorstand herzlich und freut sich auf eine weitere gute und enge Zusammenarbeit!


DGB-Ehrenmitglied Willi Huck verstorben

25. Februar 2018

Vor kurzem haben wir eine traurige Mitteilung erhalten: Willi Huck aus Gaggenau (Baden-Württemberg), Ehrenmitglied des Deutschen Gehörlosen-Bundes, ist heute verstorben. Er hat von 1975 bis 2005 dem Präsidium des DGB angehört. Wir denken an ihn und werden ihn mit seinem Humor nicht vergessen. Wir wünschen seiner Frau, seinen Familienangehörigen und Freunden viel Kraft in den schweren Stunden!


Das 115-Gebärdentelefon

07. Februar 2018

Die 115 ist der Kundenservice der öffentlichen Verwaltung. Sie vernetzt teilnehmende Servicecenter der Kommunen, Länder und Bundesbehörden durch ein gemeinsames Wissensmanagement.

Dadurch schafft sie mehr Bürgernähe und erleichtert Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zur Verwaltung. Die aufwändige Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfällt, zusätzliche Behördengänge werden verzichtbar.

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Koalitionsverhandlungen: Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. fordert Nachbesserungen und die Aufnahme unserer Forderungen in den neuen Koalitionsvertrag

30. Januar 2018

Vier Monate nach der Bundestagswahl und nach Abbruch der Jamaika-Verhandlungen haben CDU/CSU und SPD die Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Bis 4. Februar soll noch verhandelt werden.

Im 28-seitigen Sondierungspapier "Ergebnisse der Sondierungen von CDU, CSU und SPD. Finale Fassung" vom 12.01.2018 wird kaum über die Behindertenpolitik geschrieben bzw. aufgezeigt, was verändert und verbessert werden soll. Es ist uns unverständlich, wie die Parteien, mit einer derartigen Missachtung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in Deutschland, in die Verhandlungen gegangen sind.

Im Namen des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. fordern wir Nachbesserungen dieser Sondierungsergebnisse von CDU/CSU und SPD vom 12.01.2018. Wir fordern ein umfassendes Wunsch- und Wahlrecht und umfangreiche Änderungen am Bundesteilhabegesetz. Die zukünftige Bundesregierung sollte sich zudem stärker für die Umsetzung des Menschenrechts auf Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz einsetzen.

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Petition Gebärdensprache umsetzen! Bilingual - bimodal - endlich normal!

30. Januar 2018

Wir unterstützen die Petition Gebärdensprache umsetzen! Bilingual - bimodal - endlich normal!* des Netzwerkes BilingualERleben

Der sächsische Landtag als auch der Deutsche Bundestag mögen Artikel 24 Abs. 3 und 4 der UN Behindertenrechtskonvention umsetzen, um das Thema Gebärdensprache auf allen Ebenen des Bildungswesens im deutschsprachigen Raum voranzubringen.

Liebe Leserinnen – auch Sie können etwas beitragen! Unterschreiben Sie diese Petition - für barrierefreie Bildung für die gehörlosen Kinder im Video, Jugendlichen und Erwachsenen, Mütter und Väter - und alle weiteren Betroffenen.

Liebe Beamtinnen, Ministerinnen und Sachbearbeiterinnen – reduzieren Sie Barrieren für Bildung und Gesellschaft! Ermöglichen Sie barrierefreies Lernen und Leben! Setzen Sie Artikel 24 Abs. 3 u. 4 der UN BRK in Sachsen um.

Unterschreiben Sie jetzt und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-BRK in Deutschland. Vielen Dank!

 


Elternrechte stärken – Zwangsimplantation verhindern

20. Januar 2018

Können gehörlose Eltern gezwungen werden, dass ihrem ebenfalls gehörlosen Kind eine Hörprothese eingesetzt wird? Das wird derzeit vor dem Familiengericht Goslar verhandelt – und könnte ein Präzedenzfall werden.

Die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer hat die Bundesregierung deshalb gefragt, wie man verhindern kann, dass es künftig mit Verweis auf das Kindeswohl vermehrt zu Zwangsimplantationen kommt.

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Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2017/2018

26. Dezember 2017


Schon zum 13ten Mal fand das Seniorenseminar des Deutschen Gehörlosen-Bundes vom 07. bis 09. November 2017 in Dresden statt.

12. Dezember 2017

Im Auftrag des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. hat die Bundesreferentin Brigitte Schudlik die Einladungen an alle Seniorenbeauftragten und SeniorenleiterInnen der Landesverbände Deutschland versendet. Insgesamt haben sich 28 Teilnehmer im Tagungshaus Cityherberge Hotel Dresden eingefunden.

Am Anreisetag eröffnete die Seniorenreferentin, Brigitte Schudlik pünktlich um 15 Uhr die Veranstaltung und stellte sich zunächst selbst vor. Sie war 7 Jahre in diesem Amt tätig und bereits 12 x Teilnehmerin beim Seniorenseminar. Das Grußwort hielt der Seniorenbeauftragte des Landesverbandes der Gehörlosen Sachsen e.V., Horst Bormann.

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Großartige, unvergessliche und erfahrungsreiche Ergebnisse der 3. Internationalen Konferenz des Weltverbandes der Gehörlosen, vom 8.-10. November 2017 in Budapest

01. Dezember 2017

Insgesamt nahmen an der 3. Internationalen Konferenz, unter dem Motto „Volle Inklusion mit Gebärdensprache“, etwa 650 Personen aus 83 verschiedenen Ländern teil. Alle Vorträge wurden in International Sign (IS), ungarische Gebärdensprache (HSL) sowie in englische und ungarische Lautsprache übersetzt.
Ziel der Konferenz war es, die Möglichkeit zu geben, sich voll und ganz zu beteiligen, sich auszutauschen und zu diskutieren, wie alle Teilnehmer ihre wichtige Arbeit zur Erreichung der Menschenrechte gehörloser Menschen, mit der UN-Behindertenrechtskonvention fortsetzen können. Das Thema der Konferenz war die Überzeugung, dass die vollständige soziale Teilhabe gehörloser Menschen möglich ist, wenn die Gebärdensprache in der Gesellschaft anerkannt und weit verbreitet ist..

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DGB-Film 16/2017 vom 25.11.2017 - Kommentar von Helmut Vogel, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, in Gebärdensprache über aktuelle Situation bezüglich des CI

25. November 2017

 

Kurzversion zum Film:
Der zehnminütige Film hat drei Themen. Zuerst wird der Fall in Südniedersachsen beschrieben: Gehörlose Eltern - HNO-Arzt - Jugendamt - Familiengericht. Das ist im neuen Artikel von der Deutschen Gehörlosen-Zeitung ausführlich beschrieben worden. Es ist sehr ernst! Der DGB wird mit Ihnen darauf achten, wie dier Fall sich entwickeln wird.

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Eltern verweigern Cochlea-Implantat - "Keine Gefahr des Kindeswohls" ohne Hörprothese

24. November 2017

Interview mit Prof. Dr. Christian Rathmann | Beitrag vom 23.11.2017

Dürfen Ärzte einem gehörlosen Kind gegen den Eltern-Willen ein Cochlea-Implantat, eine Hörprothese, einsetzen? Das muss das Amtsgericht Goslar entscheiden. Für den gehörlosen Linguistik-Professor Christian Rathmann agieren die Ärzte im Widerspruch zur entsprechenden UN-Konvention.

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Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. sucht Verstärkung!

24. November 2017

Stellenausschreibung

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sucht zum 1. Januar 2018 für die Bundesgeschäftsstelle und das Bundeskompetenzzentrum in Berlin

eine Verwaltungskraft (m/w)

Die Wochenarbeitszeit beträgt 30 Stunden. Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet.

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Seminar "Erfolgreich telefonieren" - Grundlagen der Kommunikation am Telefon

20. November 2017

Telesign Deutschland GmbH bietet das Seminar „Erfolgreich telefonieren“ für NutzerInnen von gebärdensprachlichen Telefon-Vermittlungsdiensten vom 22.-23. Februar 2018 in Köln an.

Ziel dieses Seminars ist es, sich über die Abläufe gedolmetschter Gespräche auszutauschen und zu reflektieren, wie die Zusammenarbeit mit den DolmetscherInnen optimiert werden kann.

Das Seminar wird von Christiane Schuller, Holger Ruppert und Dr. Okan Kubus durchgeführt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den anliegenden Unterlagen.

Informationen zum Seminar
Seminaranmeldung
Leitfaden für Kostenübernahmeantrag

Telesign Deutschland GmbH freut sich auf Ihre Anmeldung.


Stellungnahme 02/2017: Zur aktuellen Diskussion bezüglich des Versuchs, gegen den Willen der gehörlosen Eltern gerichtlich durchzusetzen, einem gehörlosen Kind ein Cochlea-Implantat einzusetzen

17. November 2017

Der Deutsche Gehörlosen Bund e.V., der als Dachverband der Gehörlosenverbände und deren Gehörlosenvereine die Interessen der Gebärdensprachgemeinschaft in Deutschland vertritt, verfolgt mit großer Sorge die derzeitige Auseinandersetzung um die Cochlea Implantation eines gehörlosen Kleinkindes gegen den Willen der gehörlosen Eltern, in Südniedersachsen. Dabei betrachtet der Deutsche Gehörlosen-Bund die Bemühungen, eine Entscheidung zur Operation des Kindes gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern durchzusetzen, als inakzeptabel.

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Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. feierte am 21.10.2017 in Bremen sein 90-jähriges Jubiläum.

03. November 2017

An der Feier, welche im Borgfelder Landhaus in Bremen stattfand, nahmen insgesamt 180 Gäste teil und feierten gemeinsam mit uns das 90-jährige Bestehen des Deutschen Gehörlo­sen-Bundes e.V. Es war ein sehr schöner Abend und alles ist so abgelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben.

Der Höhepunkt unserer Jubiläumsfeier war, als die letzten 4 noch lebenden Präsidenten des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. (Ulrich Hase, Gerlinde Gerkens, Alexander von Meyenn und Rudolf Sailer) und der aktuelle Präsident Helmut Vogel, gemeinsam auf der Bühne stan­den. Mit ihnen und allen Gästen hat das Präsidium mit einem Glas Sekt auf die Arbeit der letzten 90 Jahre und die weitere Zukunft des DGB angestoßen.

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Der Untertitelausbau darf nicht stagnieren und die Gebärdensprache darf nicht im Internet „versteckt“ sein – intensiver Austausch bei der Fachtagung „Barrierefreie Medien“ über mehr Barrierefreiheit im Fernsehen

26. September 2017

Seit 2013 sind Gehörlose nicht mehr vom Rundfunkbeitrag befreit. Es gab kurzzeitig einen starken Anstieg der barrierefreien Angebote, aber seitdem stagniert der Ausbau der Untertitelung. Die Verbände fordern eine jährliche Steigerung um 10%, bis 100% erreicht sind, um keine weiteren 30 Jahre auf ein vollständig barrierefreies Angebot warten zu müssen. Von der Teilhabe am Medienangebot, wie sie in der 2009 von Deutschland ratifizierten „UN-Konvention für Menschen mit Behinderung“ gefordert wird, ist man noch ein gutes Stück entfernt.

Nach dem 21. Geschäftsbericht der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) ist bis 2020 eine jährliche Steigerung von ca. 3,4 % für den Ausbau der Barrierefreiheit geplant. Bei Sendern, die bisher noch keine bis wenig Untertitel ausstrahlen wie z.B. Phoenix, Arte oder ARD Alpha müssten Gehörlose weitere 30 Jahre warten, bis 100% erreicht sind.

Der Bayerische Rundfunk finanziert „Sehen statt Hören“, die einzige vollständig inklusive Sendung im linearen TV-Programm, zu über 90% allein. Dadurch steht dem Sender weniger Geld für den Ausbau der Untertitelung zur Verfügung. Da erfreulicherweise nahezu alle Dritten Programme der ARD die Sendung übernehmen, sollten sich aus Gründen der Gleichbehandlung auch alle ARD-Rundfunkanstalten entsprechend ihrem Anteil an den Gebühreneinnahmen an der Finanzierung beteiligen.

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Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 22.09.2017

25. September 2017

Zypries: Startschuss für bundesweite Notruf-App ist wichtiger Schritt zumehr Sicherheit und Digitalisierung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert im Rahmen seiner Strategie „Intelligente Vernetzung“ die Entwicklung einer Notruf-App. Im Laufe der nächsten sieben Monate wird der Prototyp zudem modellhaft mit ausgewählten Leitstellen erprobt.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Das Notrufsystem in Deutschland zählt zu den besten der Welt. Das soll auch in Zeiten der Digitalisierung so bleiben. Bislang kann man einen Notruf ausschließlich über die Notrufnummern 110 und 112 absetzen. In Zeiten von Smartphones und Apps ist das nicht mehr zeitgemäß. Daher setze ich mich dafür ein, den Notruf weiterzuentwickeln und auch mobile Endgeräte einzubinden. Mit einer Notruf-App, über die man bundesweit jederzeit und auch ohne zu sprechen einen Notruf absenden kann, nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung und schaffen mehr Sicherheit für alle.“

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Unser DGB-Präsident Helmut Vogel gibt einen Kommentar zur Bundestagswahl 2017 ab

22. September 2017

Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zur Bundestagswahl 2017:

  1. Wichtige Textausschnitte der Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2017 (11 Seite) (hier lesen)
  2. Übersicht der Wahlprogramme für die Bundestagswahl 2017 in Form einer Tabelle (1 Seite) (hier lesen)
  3. DGB-Film 14/2017

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen bei der Entscheidung zur Bundestagswahl am 24. September 2017 weitergeholfen zu haben.

Bitte geht am Sonntag WÄHLEN!


Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 diskutieren über Behinderten- und Sozialpolitik in Bezug auf unsere Wahlprüfsteine

18. September 2017

Zu Beginn der Diskussion wurde die Broschüre „Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 mit Antworten der bundespolitischen Parteien“ kurz präsentiert. Gemeinsam wurde entschieden, sich in der Diskussion auf die Wahlprüfsteine „Arbeit und Beschäftigung“, „Rehabilitation, Gesundheit und Pflege“, „Senioren“, „Gesellschaftliche und politische Teilhabe“ und „Barrierefreier Notruf“ zu konzentrieren.

Nach der Kaffeepause nutzte das Publikum rege die Möglichkeit, die Gäste der Podiumsdiskussion zu befragen und die Antworten mit ihnen zu diskutieren. Zu den einzelnen Wahlprüfsteinen fanden Fragerunden statt, z.B. zu den Themen Dolmetscherkosten im privaten Bereich, Notruf-App, Barrierefreiheit, Seniorenarbeit, politische Teilhabe, Steuerrecht, Situation taubblinder Menschen, Wahlversprechen usw..

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Pressemitteilung von der Landesregierung Rheinland- Pfalz zur Fachtagung des Deutschen Gehörlosen- Bundes "Barrierefreie Medien" am 12.09.2017 in Mainz

12. September 2017

Staatssekretäring Heike Raab: Teilhabe auch bei der Mediennutzung
„Wir sind auf dem Weg zu einer möglichst umfassenden Barrierefreiheit der Medien besser geworden, aber müssen noch weitere wichtige Schritte gehen. Ich freue mich, dass die heutige Fachtagung Ideen, Anregungen und Projektvorschläge auf den Tisch gelegt hat, wie wir die Medien für Menschen mit Behinderungen noch leichter zugänglich machen können. ..."

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Unsere Feier zum 90-jährigen Jubiläum

06. September 2017

In diesem Jahr feiert der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sein 90jähriges Bestehen.
Aus diesem Anlass laden wir Sie herzlich zu unserer Jubiläumsveranstaltung ein. Diese findet am Samstag, den 21. Oktober 2017, im Borgfelder Landhaus, Warfer Landstraße 73, in Bremen statt.

Die organisierte Gehörlosenbewegung in Deutschland besteht schon etwa 170 Jahre.
1848 wurde in Berlin der erste „Taubstummenverein“ gegründet. Seit 1892 gab es deutschlandweit Organisationen für „Taubstumme“, in denen sich gebärdensprachlich/bilingual orientierte Gehörlose und Schwerhörige lose organisiert hatten.

Am 15./16. Januar 1927 wurde in Weimar der „Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands“ (kurz: Regede) als eine eigenständige Organisation, an der sich die Landes- und Stadtverbände der Gehörlosen angeschlossen haben, gegründet. In der nationalsozialistischen Diktatur wurde der Regede gleichgeschaltet, entmachtet und 1944 aufgelöst.

Am 14./15. Januar 1950 erfolgte in Düsseldorf die Wiedergründung der eigenständigen Organisation unter dem Namen „Deutscher Gehörlosen-Bund“ als Rechtsnachfolger des Regede. Somit steht der DGB, mit seinen 16 Landesverbänden und 10 bundesweiten Fachverbänden, in der heute 90-jährigen Tradition der Verbandsarbeit für die Interessen der deutschen Gebärdensprachgemeinschaft.

Gemeinsam wollen wir auf die 90jährige Vergangenheit des DGB zurückblicken. Ebenso erinnern wir uns dankbar an die zahlreichen ehrenamtlichen Engagements vieler Gehörloser und deren Freunde, für die deutsche Gehörlosengemeinschaft.
Kurz gesagt: 90 Jahre Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung!

Der Einlass ist um 16.30 Uhr, um 18 Uhr wird es Abendessen geben. Von 19-21 Uhr wird das Programm dargeboten: Begrüßung, Grußworte von einigen eingeladenen Organisationen, künstlerischer Auftritt von Guiseppe Giuranna, dem bekannten Gebärdensprachkünstler, die Filmvorführung über 90 Jahre DGB, Ehrungen mit der Karl-Wacker-Plakette an drei Personen für ihre hervorragende Gehörlosenarbeit und Gratulationen von diversen Verbänden. Die Moderation des Programms übernimmt Conny Khadivi, vorherige Vorsitzende der Deutschen Gehörlosen-Jugend.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem Plakat und dem Anmeldeformular.
Der Anmeldeschluss ist am 27.09.2017.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und das gemeinsame Begehen des 90jährigen Jubiläums!


Sendungen in Gebärdensprache zur Bundestagswahl

31. August 2017

Die ARD wird die sieben Live-Sendungen zur Bundestagswahl 2017 für gehörlose Menschen erstmals mit Gebärdensprach-Übersetzungen zur Verfügung stellen.

Geplant ist das Angebot live und On Demand auf DasErste.de und ARD.de sowie - eine Premiere - live und On Demand im HbbTV-Angebot des Ersten.

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Pressemitteilung 10/2017

30. August 2017

Die Pressemitteilung 10/2017 (Link zum Herunterladen) zum Thema „Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 mit Antworten der bundespolitischen Parteien“

Die Broschüre "Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 mit Antworten der bundespolitischen Parteien" können Sie herunterladen (Link zum Herunterladen).

Am Sonntag, den 24. September 2017, wird der 19. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Er ist die Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland und als Gesetzgebungsgremium ihr wichtigstes Organ. Der Bundestag setzt sich aus Abgeordneten zusammen, die in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl auf vier Jahre gewählt werden. Grundsätzlich dürfen alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, bei der Bundestagswahl mitentscheiden.

Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes sind im Bundesgebiet etwa 61,5 Millionen Deutsche wahlberechtigt, davon 31,7 Millionen Frauen und 29,8 Millionen Männer.

Wir vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. (DGB), haben, die bevorstehende Bundestagswahl betreffend, bei verschiedenen Punkten Klärungsbedarf. Aus diesem Grund haben wir unsere wichtigsten Fragen in 9 Wahlprüfsteinen formuliert und uns mit diesen an sieben Parteien, CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, AfD und DiB, gewendet. Nun liegen die Antworten von sechs der sieben Parteien vor, die sich zu den Wahlprüfsteinen geäußert haben. Die Partei der AfD hat die Möglichkeit nicht genutzt, sich bis Redaktionsschluss zu unseren Wahlprüfsteinen zu äußern. Die Antworten sind inhaltlich unverändert, unkommentiert und ungekürzt aufgeführt.

Nachfolgend haben wir den Fragenkatalog und die vorliegenden Antworten der Parteien zusammengestellt. Mit den Antworten der Parteien möchten wir den gehörlosen Bürgerinnen und Bürgern eine Entscheidungshilfe bei der Bundestagswahl anbieten.

Die Broschüre ist eine Arbeitsgrundlage für die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017, welche der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. am Samstag, den 2. September 2017, im Gehörlosenzentrum Berlin, Friedrichstraße 12, veranstaltet.

Auch die Landesverbände und Vereine der Gehörlosengemeinschaft in Deutschland organisieren Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl 2017. Aus diesem Grund wird ihnen diese Broschüre als Orientierung zur Verfügung gestellt.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre! Bitte nutzen Sie Ihre Stimme und gehen Sie am 24. September wählen. Die Wahlbeteiligung sollte bei dieser Bundestagswahl höher sein, als bei der vergangenen.


Tag der offenen Tür der Bundesregierung

25. August 2017

Am 26. und 27. August 2017 öffnet die Bundesregierung ihre Türen.
Ihr könnt das Bundeskanzleramt, das Bundespresseamt und die vierzehn Bundesministerien besuchen und dabei einen Einblick darüber erhalten, welche Aufgaben die Bundesregierung hat und wie der Arbeitsalltag aussieht.

Ihr findet die Veranstaltungsflyer und das komplette Programm.

Es gibt insgesamt 146 Programmpunkte für Gehörlose (Führungen und Vorträge mit Gebärdensprachdolmetschern).

Wir möchten euch empfehlen, diese tollen Angebote anzunehmen und mitzumachen.
Allen ein schönes Wochenende und viel Spaß in Berlin!

Viele Grüße vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V.


Pressemitteilung 09/2017

22. August 2017

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, ist unsere Schirmherrin für die Fachtagung „Barrierefreie Medien“ 

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. organisiert die Fachtagung „Barrierefreie Medien“.
Diese findet am Dienstag, den 12. September 2017, im ZDF Sendezentrum 1, Kasinogebäude, Konferenzraum K3, ZDF-Str. 1, in 55127 Mainz statt.

Ziel der Fachtagung ist eine Änderung des Rundfunkstaatsvertrags, um den Ausbau barrierefreier Angebote innerhalb eines zeitlichen Rahmens mit konkreten Mindestanforderungen zu regeln.

Seit 2009 schreibt der Rundfunkstaatsvertrag lediglich vor, dass die Fernsehsender barrierefreie Angebote im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten ausbauen sollen. Während einige Fernsehanstalten den Anteil von untertitelten Sendungen stark erhöht haben, sind andere, insbesondere bei der Gebärdensprache im Fernsehen, weit hinter den Erwartungen zurück geblieben.

Als 2013 der Rundfunkbeitrag die GEZ-Gebühr abgelöst hat, haben die Hörbehindertenverbände ihre Gebührenbefreiung zugunsten eines stärkeren Ausbaus der barrierefreien Angebote aufgegeben. Das Ziel von 100% Untertitel, 5% Gebärdensprache und Clean Audio ist jedoch noch längst nicht erreicht.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. hat zur Fachtagung „Barrierefreie Medien“ Entscheidungsträger, Politiker, Rundfunkräte und Mitarbeiter der Fernsehanstalten eingeladen. Es werden bis zu 100 Teilnehmer erwartet. Die Veranstaltung wird in Deutscher Gebärdensprache, in Deutscher Schriftsprache und in Deutscher Lautsprache abgehalten und entsprechend von sechs Dolmetschern übersetzt.

Unser besonderer Dank gilt der Krankenkasse „DAK Gesundheit“ und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), mit deren freundlicher Unterstützung wir die Fachtagung realisieren können.

Weiteres erfahren Sie in den Anhängen zum Programm der Fachtagung „Barrierefreie Medien“ (Änderungen vorbehalten), Pressemitteilung 9/2017 und in den Hintergrundinformationen zu den barrierefreien Medien für Menschen mit Hörbehinderungen.


DGB-Film 10/2017: Fachveranstaltung "Ergänzende unabhängie Teilhabeberatung" (EUTB) am 01.07.2017

11. August 2017

Nun wird unser DGB-Film 10/2017 über die Fachveranstaltung "Ergänzende unabhängie Teilhabeberatung" (EUTB) am 01.07.2017 in Frankfurt am Main veröffentlicht.

Filminhalt:
Vorträge von Helmut Vogel (DGB) über "Einführung der EUTB" (20 Min.), Antoinette Bruecher vom Deaf Mentoring-Team der Universität Köln und der RWTH Aachen University über die Beratungsmethode Peer Counseling (20 Min.), Alfons Polczyk vom BMAS über eine neue Förderung "Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)" (85 Min.) und Fragen der Teilnehmer/innen an Herrn Polczyk (35 Min.)

Der Film dauert ingesamt 2 Stunden und 47 Minuten.
Und weitere Informationen hier


Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017

11. August 2017

Am 24. September 2017 wird der neue Bundestag in Deutschland gewählt. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten unserer Fragen zur Behinderten- und Sozialpolitik in 9 Wahlprüfsteinen ausgearbeitet und den bundespolitischen Parteien zugesendet.

Diese Wahlprüfsteine konzentrieren sich auf die Schwerpunkte "Arbeit und Beschäftigung", "Rehabilitation, Gesundheit und Pflege", "Kinder, Jugendliche und Familie", "Frauen", "Seniorinnen und Senioren" sowie "Bildung", "Gesellschaftliche und politische Teilhabe", "Barrierefreie Medien" und "Barrierefreier Notruf".

Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 mit allen Forderungen und Fragen können hier in einer PDF-Version nachgelesen oder herunter geladen werden.

Wir planen, die Wahlprüfsteine mit den Antworten der bundespolitischen Parteien als Broschüre in Papierformat zusammenzustellen und drucken zu lassen.

Unsere Wahlkampfveranstaltung mit Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017 findet am Samstag, den 2. September 2017, in Berlin statt. Dort wollen wir diese Broschüre auf der Bühne vorstellen und an die Teilnehmer verteilen.

Die Broschüre, welche wir auf unserer Homepage veröffentlichen, soll allen Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderungen zugänglich sein. Diese sollen die Möglichkeit erhalten sich ausführlich zu informieren und am 24. September wählen zu gehen. Die Wahlbeteiligung sollte bei dieser Bundestagswahl höher sein als bei den vergangenen Wahlen.


Sehen statt Hören sucht 1-2 junge gehörlose Erstwählerinnen und Erstwähler für die Sendung zur Bundestagswahl 2017

09. August 2017

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Fernsehsendung "Sehen statt Hören" des Bayerischen Rundfunks, eine Sendung zur Bundestagswahl 2017 plant. Es geht in dieser Sendung auch um unsere Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl mit Podiumsdiskussion, welche am 2. September im Gehörlosenzentrum in Berlin stattfindet.

Für diese Sendung sucht die Redaktion von "Sehen statt Hören" 1-2 junge gehörlose Erstwählerinnen und Erstwähler, die Lust haben mitzumachen, ihre Ansichten mitzuteilen und einen kleinen Auftritt im Fernsehen zu haben.

Sie können diesen Newsletter gerne an junge gehörlose Personen weiterleiten, die dafür in Frage kommen könnten.

Bei Interesse können Sie gerne an Katharina Putz (katharina.putz@gmx.de) aus der Redaktion von "Sehen statt Hören" schreiben.

Wir würden uns im Namen von "Sehen statt Hören" sehr über Interessentinnen und Interessenten freuen, die sich bereiterklären mitzumachen.

Viele herzliche Grüße sendet Ihnen das Bundeskompetenzzentrum des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.


Film 9/2017: Wahlkampfveranstaltung zur Bundestagswahl 2017 am 2.9.2017 in Berlin

04. August 2017

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. veranstaltet am Samstag, dem 2. September 2017 von 14 bis 17 Uhr im Gehörlosenzentrum Berlin, Friedrichstraße 12 eine Podiumsdiskussion mit diversen Politiker/innen zur Bundestagswahl 2017. Im Film Nr. 9/2017 wird über den Ablauf der Podiumsdiskussion bzgl. unseren Wahlprüfsteinen erläutert. Um Anmeldung wird bis 24. August erbeten.

Hier können Sie das Video über den Ablauf des Programms anschauen.
Die Pressemitteilung und das Plakat für die Veranstaltung können Sie gerne entnehmen.


DGB-Film 08/2017

31. Juli 2017

Die Pressemitteilung 08/2017 vom 20. Juli 2017 "Offizielle Bekanntgabe zum erstmaligen staatlichen barrierefreien Notruf rund um die Uhr von der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries am 18.07.2017" wird in Deutscher Gebärdensprache übersetzt:


Pressemitteilung 08/2017

20. Juli 2017 | Offizielle Bekanntgabe zum erstmaligen staatlichen barrierefreien Notruf rund um die Uhr von der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries am 18.07.2017

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat ihr Versprechen, welches sie erstmals in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum barrierefreien Notruf vom 11. Februar 2017 angekündigt hat, gehalten.

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Pressemitteilung 07/2017

19. Juli 2017 | Spendenaufruf für die Anwalts- und Gerichtskosten in Bezug auf den Rechtsstreit der Familie Walte mit der Stadt Duisburg über die Mehrkosten der Pflege der gehörlosen Frau Walte

Eine 74-jährige gehörlose Frau, Eleonore Walte, und ihre beiden Töchter, Anja Bosserhoff und Renate Walte, brauchen ihre Hilfe!

Die gehörlose Seniorin lebt in einem Seniorenheim in Duisburg, welches speziell auf die Bedürfnisse von gehörlosen Patienten und Patientinnen eingestellt ist

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Pressemitteilung 06/2017

17. Juli 2017

Unsere Wahlkampfveranstaltung mit Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. veranstaltet am Samstag, dem 2. September 2017 im Gehörlosenzentrum Berlin, Friedrichstraße 12 eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017.

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KT- Pressemitteilung 01/2017

17. Juli 2017

Neue Leitung für die 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen

Mit großer Freude teilt der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. mit, dass die 6. Deutschen Kulturtage der Gehörlosen unter dem Motto "Unsere Kultur mit Gebärdensprache: inklusiv und gleichwertig" vom 17.05.2018 bis 19.05.2018 in der Metropolis Halle des Filmparks Potsdam-Babelsberg in der Nähe von Berlin stattfinden werden....

Hier können Sie die vollständige Pressemitteilung herunterladen und lesen. 


Kurzbericht: Fachtagung "Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung"

13. Juli 2017

An der Fachveranstaltung "Ergänzende unabhängie Teilhabeberatung" (EUTB) am 1. Juli 2017 in Frankfurt nahmen ca. 30 VertreterInnen der Landes- und Fachverbände und verschiedener Vereine teil, über die neue Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Beratungsmethode des "Peer Counseling" zu informieren und auszutauschen.

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Stellungnahme 01/2017

06. Juli 2017

Wir wollen Achterbahn im Freizeitpark „Phantasialand“ mitfahren! Wir fordern sofortige Aufhebung des Achterbahn-Verbots für Menschen mit Hörbehinderungen!

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. versteht sich als sozialpolitische, kulturelle, berufliche und gesundheitspolitische Interessenvertretung der Gehörlosen und anderer Menschen mit Hörbehinderung in Deutschland. Mit Verwunderung und Besorgnis haben wir aufgrund vieler Nachrichten (E-Mails, Facebook, Twitter, Artikel von Taubenschlag, Deutsche Gehörlosenzeitung und hearZone) und zwei offener Briefe (Landesverband der Gehörlosen Nordrhein-Westfallen 1899 e.V. und Verband für Gebärdensprachkultur Köln und Umland e.V.) zur Kenntnis genommen, dass Menschen mit Hörbehinderungen im Freizeitpark „Phantasialand“ in Brühl bei Köln aus Sicherheitsgründen von einigen Fahrgeschäften ausgeschlossen werden....

Unsere vollständige Stellungnahme in pdf-Datei können Sie hier weiter lesen.


Austauschgespräch in Berlin

06. Juli 2017

Innocent Djonthe, Präsident des kamerunischen Gehörlosen-Bundes, hat am 30.6.2017 unsere Bundesgeschäftsstelle besucht und sich mit Helmut Vogel, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, ausgetauscht.

Djonthe ist von Beruf Schulleiter einer Gehörlosen- und Schwerhörigenschule im französischsprachigen Teil von Kamerun. In Kamerun arbeitet der Gehörlosenbund komplett ehrenamtlich. Er braucht Unterstützung in der Verbandsarbeit sowie in der Jugendarbeit.

Da sich der Deutsche Gehörlosen-Bund beim Netzwerk der deutschen Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderungen beteiligt, wird er demnächst die Möglichkeiten nach Kooperationen mit dem kamerunischen Gehörlosen-Bund prüfen.


3 Jahren im Amt des Präsidiums

06. Juli 2017

Es war am 05.07.2014 vor drei Jahren bei der Wahl des neuen Präsidiums des Deutschen Gehörlosen-Bundes in Chemnitz!

Die Mission der Rettung und Stabilisierung ist im letzten Jahr schon beendet worden. Nun gilt unser Ziel der Nachhaltigkeit des Deutschen Gehörlosen-Bundes mit seinem Personal und in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden, den Landes- und Fachverbänden!

Das Präsidium und das Bundeskompetenzzentrum bedanken sich sehr für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit als Vertretung der Gebärdensprachgemeinschaft auf der Bundesebene!

Am 21. Oktober 2017 in Bremen werden wir in die 90jährige Vergangenheit des DGB zurückblicken und werden nach wie vor engagiert bleiben!

Foto vom 05.07.2014, von links nach rechts: Daniel Büter, Frank Köllen, Helmut Vogel, Michael Wohlfahrt und Conny Khadivi


Pressemitteilung 05/2017

05. Juli 2017

Beginn des neuen Projektes für mehr Intensivierung unserer Verbandsarbeit und mehr Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen

Das Präsidium des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) kann mit Freude mitteilen, dass das Bundeskompetenzzentrum sein Team um einen neuen Mitarbeiter erweitern konnte.

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Schummer: Gerichtsverfahren müssen auch für gehörlose Menschen verständlich sein

23. Juni 2017

Am 22. Juni gegen 22.30 Uhr ist im Parlament besserer Zugang zu gerichtlichen Verfahren in Gebärdensprache beschlossen worden. Künftig können bei gerichtlichen Verfahren in zivilrechtrechtlichen Angelegenheiten Gebärdensprachdolmetscher ohne eigene Kosten eingesetzt werden.

Schummer: "„Menschen mit einer Hörbehinderung haben künftig im gesamten Gerichtsverfahren das Recht auf einen Gebärdensprachdolmetscher oder andere für sie notwendige Kommunikationshilfen ... mehr..."


Willkommen auf der neuen Homepage

31. Mai 2017

Wir freuen uns Ihnen nach vielen Jahren unsere neue Homepage zu zeigen.

Auf unseren neu gestalteten Seiten finden Sie zahlreiche Informationen zu unterschiedlichen Kategorien.

  • In der Rubrik Neuigkeiten erfahren Sie alles über aktuelle Geschehnisse, Veranstaltungen und Bewegungen in der Gehörlosengemeinschaft.
  • Unter DGB finden Sie alle Informationen über den Vorstand, die Fachbeiräte sowie Satzung des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V..
  • 2014 hat der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V.  ein Bundeskompetenzzentrum eröffnet. In der Kategorie BKZ erfahren Sie mehr.
  • Die Kontaktdaten zu den Landes- und Fachverbände finden Sie unter Verbände.
  • Sollten Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sein, oder den Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. unterstützen wollen, klicken Sie auf Unterstützen.
  • Die berühmten Flyer und Broschüren des Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. können Sie in der Rubrik Publikationen - Projekte einsehen, herunterladen und auch ganz Neu mit dem Bestellformular direkt bestellen.
  • Wir haben alle relevanten Gesetze und Konventionen für Sie in der Rubrik Gesetze angegeben.
  • Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. engagiert sich in zahlreichen Bereichen. Unter der Rubrik Sachthemen finden Sie unter anderem Stellungnahmen, Informationen zu Aktionstagen und Pressemitteilungen.
  • Im Jahr 2017 feiert der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. sein 90-jähriges Jubiläum. In der Rubrik Chronik können Sie geschichtliche Entwicklungen und Bewegungen nachlesen sowie sich das Video "Gehörlose in der NS-Zeit"  in Deutscher Gebärdensprache anschauen.

Unser Ziel ist es, die Homepage des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V. barrierefrei zu gestalten. Schritt für Schritt werden wir mit dem vermehrten Einbau von Gebärdensprachvideos daran arbeiten.

Wir hoffen, dass Sie Spaß auf unserer Homepage haben und an die Informationen gelangen, die Sie benötigen. Sollten Sie Verbesserungsvorschläge und Anregungen haben, bitten wir Sie das Kontaktformular zu benutzen und uns zu schreiben. Wir freuen uns auf jeden Vorschlag und jede konstruktive Kritik.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und Freude auf unserer neu gestalteten Homepage.


Fachveranstaltung „Unabhängige Teilhabeberatung“ bzgl. Bundesteilhabegesetz

21. Juni 2017

Wir laden Sie herzlich zu einer Fachveranstaltung zu diesem Thema ein.

Die Fachveranstaltung vom Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. findet am 1. Juli 2017 von 11 bis 17 Uhr im Gehörlosen- und Schwerhörigen-Zentrum Frankfurt am Main statt.

Ab 14 Uhr werden die Gebärdensprachdolmetscher/innen anwesend sein.
Der Eintritt ist frei inklusive Verpflegung und Getränke. Eine formlose Anmeldung an info@gehoerlosen-bund.de ist aufgrund der Organisation bis zum 29.06.2017 erforderlich.

Das Informationsvideo können Sie hier anschauen.

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10. Vertragsstaatenkonferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in New York

19. Juni 2017 | Beauftragte lobt: „Zivilgesellschaft in alle Veranstaltungen einbezogen“

Im folgenden finden Sie einen interessanten Bericht von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Verena Bentele zur 10. Vertragsstaatenkonferenz zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention in New York.

Hier können Sie den Bericht lesen.


Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung - Anträge und Förderrichtlinien

14. Juni 2017

Erläuterungen von der BAG Selbsthilfe und dem Deutschen Behindertenrat vom 2. Juni 2017:

Heute wurde die  Förderrichtlinie zur Durchführung der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ veröffentlicht. Gefördert werden niedrigschwellige Angebote einer unabhängigen Teilhabeberatung zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen.

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DGB- Film 05/2017

14. Juni 2017 | Podiumsdiskussion über Bundesteilhabegesetz beim Ev. Kirchentag in Berlin

Filmausschnitte zur Podiumsdiskussion "Teilhabe per Gesetz? Echte Teilhabe oder trügerischer Schein?" am 25. Mai 2017 von 11 bis 13 Uhr beim Evangelischen Kirchentag in Berlin

Die Filmaufnahmen hier über Bundesteilhabegesetz für 13 Minuten. Mit Reden von Helmut Vogel, DGB und von Frau Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staassekretärin beim BMAS über Gebärdensprachdolmetscherinnen (hier: 3:54-4:54 Min.; 6:44-8:42 Min.; 9:49-10:43 Min.)

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Internationale Konferenz des Weltverbandes der Gehörlosen in Budapest

14. Juni 2017

Vom 8.-10. November 2017 findet die 3. Internationale Konferenz der World Federation of the Deaf (WFD) in Budapest statt. Hierzu hat Judit Nothdurft den Präsidenten des Verbandes Dr. Ádám Kósa (SINOSZ) über das Konferenzprogramm und über die Teilhabe von Gehörlosen in Ungarn befragt. Das Interview ist auf Deutsch und auf Ungarisch zu lesen http://www.deafservice.de/de/expert.php?mexp=86

Weitere Informationen können Sie aus der Pressemitteilung (hier in PDF) entnehmen.

Die Informationen über den WFD- Kongress vom 8. - 10. November 2017 können Sie auf der Homepage holen.