Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.
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Gesundheitliche Informationen über das Coronavirus in Deutscher Gebärdensprache

06. April 2020

Derzeit sammeln wir zum Thema Coronavirus Informationsfilme mit Deutscher Gebärdensprache.

Unsere Auflistung umfasst bislang folgende Videos (Stand: 06.04.2020):

Bundesebene:

Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel:
Homepage:

1. Bundeskanzlerin Merkel zum Coronavirus (11.03.2020, 02:56 Minuten) Link hier
2. Bundeskanzlerin Merkel ruft zu Solidarität auf (13.03.2020, 01:28 Minuten) Link hier
3. Welche Krankheitszeichen löst das neuartige Virus aus? – Erklärung zu den Krankheitsformen (14.03.2020, 01:19 Minuten) Link hier
4. Fragen und Antworten zum Coronavirus – Deutschland hat Vorkehrungen getroffen. (14.03.2020, 01:23 Minuten) Link hier
5. Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich angesteckt zu haben? – Erklärung zu Handlungsstrategien nach Ansteckung (14.03.2020, 02:13 Minuten) Link hier
6. Wie können sich Bürgerinnen und Bürger vor dem Coronavirus schützen? – Erklärung zu den Schutzmaßnahmen (14.03.2020, 02:01 Minuten) Link hier
7. Jeder in Deutschland kann einen Beitrag leisten (17.03.2020, 05:44 Minuten) Link hier
8. Ansprache der Bundeskanzlerin zum Corona-Virus (18.03.2020, 12:49 Minuten) Link hier
9. Bund-Länder-Vereinbarung - Leitlinien gegen Ausbreitung des Coronavirus (18.03.2020, 17:48 Minuten) Link hier
10. Appell des Regierungssprechers Steffen Seibert - Es kommt auf jeden Einzelnen an (20.03.2020, 01:50 Minuten) Link hier
11. Bund-Länder-Leitlinien - "Dieser Gemeinsinn wird uns durch die schwere Zeit tragen" (22.03.2020, 08:48 Minuten) Link hier
12. Kanzlerin im Audio-Podcast - Maßnahmenpaket, um uns durch diese schwierige Zeit zu führen (23.03.2020, 05:36 Minuten) Link hier
13. Informationen für Betroffene - Was bei häuslicher Quarantäne wichtig ist (23.03.2020, 05:36 Minuten) Link hier
14. Statement und Pressekonferenz der Bundeskanzlerin nach den Videokonferenzen der G20 und Europäischem Rat (27.03.2020, 26:37 Minuten) Link hier
15. Kanzlerin im Audio-Podcast - „Jeder, der die Regeln befolgt, kann jetzt ein Lebensretter sein“ (28.03.2020, 05:09 Minuten) Link hier
16. Regierungssprecher Seibert im Video - Ziehen wir mit - das ist überlebenswichtig (30.03.2020, 03:18 Minuten) Link hier
17. Coronavirus - Das sind die Risikogruppen (30.03.2020, 05:26 Minuten) Link hier
18. Informationen für Familien - Wie Eltern ihren Kindern helfen können (30.03.2020, 10:47 Minuten) Link hier
19. Kontaktbeschränkungen bis zum 19. April verlängert (02.04.2020, 29:21 Minuten) Link hier
20. Audio-Podcast - „Die größte Rückholaktion der deutschen Geschichte“ (03.04.2020, 20:39 Minuten) Link hier
21. Podcast - „Zu früh, um die strengen Regeln zu lockern" (04.04.2020, 11:30 Minuten) Link hier

Pressekonferenzen mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort:

Regierungspressekonferenz zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung (23.03.2020, 01:03:15 Stunden) Link hier
Regierungspressekonferenz, u.a. mit Steffen Seibert (26.03.2020, 01:04:06 Stunden) Link hier

Bundespressekonferenz: Bundesregierung zum aktuellen Corona-Sachstand (30.03.2020, 01:10:26 Stunden) Link hier

 

Bundespressekonferenz: Bundesregierung zum aktuellen Corona-Sachstand (01.04.2020, 01:15:15 Stunden) Link hier


Bundespressekonferenz: Bundesregierung zum aktuellen Corona-Sachstand(03.04.2020, 01:13:35 Stunden) Link hier

Bundespressekonferenz: Bundesregierung zum aktuellen Corona-Sachstand (06.04.2020, 58:28 Minuten) Link hier



Bundesministerium für Gesundheit

YouTube-Kanal:
1. Informationen für das Krankenhauspersonal (14.03.2020, 03:01 Minuten) Link hier
2. Informationen über das Coronavirus (16.03.2020, 05:00 Minuten) Link hier
3. Wie gefährlich ist das Coronavirus (16.03.2020, 01:51 Minuten) Link hier
4. Coronavirus: Wie schütze ich mich am besten? (17.03.2020, 02:53 Minuten) Link hier
5. Coronavirus: Welche Möglichkeiten haben Behörden, gegen Corona vorzugehen? (17.03.2020, 02:42 Minuten) Link hier
6. Coronavirus: Wie erkenne ich eine Ansteckung? (17.03.2020, 01:41 Minuten) Link hier
7. Pressekonferenz Jens Spahn und Markus Söder zu COVID-19 (17.03.2020, 08:33 Minuten) Link hier
8. #WirBleibenZuhause - Aktionsvideo mit Bundesheitsminister Jens Spahn (18.03.2020, 00:48 Minuten) Link hier
9. Pressekonferenz Jens Spahn mit Andreas Westerfellhaus (19.03.2020, 28:28 Minuten) Link hier
10. Facebook Live (19.03.2020, 22:08 Minuten) Link hier
11. Coronavirus: Live-Pressekonferenz mit Jens Spahn (23.03.2020, 44:00 Minuten) Link hier
12. Bundestagsrede von Jens Spahn (25.03.2020, 05:02 Minuten) Link hier
13. Expertentipps: Konfliktfrei zusammenleben trotz Corona - Familientherapeutin H. Kuhl (26.03.2020, 15:14 Minuten) Link hier
14. Konfliktfreies Familienleben - Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank (03.04.2020, 16:63 Minuten) Link hier
15. Facebook Live mit Jens Spahn - Ihre Fragen zum Coronavirus (03.04.2020, 16:40 Minuten) Link hier

Pressekonferenzen mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort:
Bundespressekonferenz - Bundesgesundheitsministerium zur Corona-Pandemie (26.03.2020, 58:51 Minuten) Link hier

Robert Koch-Institut
Pressekonferenzen mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort:
1. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (17.03.2020, 45:02 Minuten) Link hier
2. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (18.03.2020, 29:33 Minuten) Link hier
3. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (20.03.2020, 34:23 Minuten) Link hier
4. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (23.03.2020, 20:15 Minuten) Link hier
5. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (25.03.2020, 13:31 Minuten) Link hier
6. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (31.03.2020, 31:28 Minuten) Link hier

7. Coronavirus: RKI-Pressekonferenz mit Prof. Dr. Lothar H. Wieler (03.04.2020, 33:17 Minuten) Link hier


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
YouTube-Kanal: 
Teil 1: Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus (02.04.2020, 5:41 Minuten) Link hier
Teil 2: Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus (02.04.2020, 01:21 Minuten) Link hier
Teil 3: Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus (02.04.2020, 0:55 Minuten) Link hier
Teil 4: Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus (02.04.2020, 01:35 Minuten) Link hier
Clip: "Warum Abstand halten so wichtig ist" (02.04.2020, 01:00 Minuten) Link hier
 
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz
  • Noch keine Informationen in Deutscher Gebärdensprache auf der Homepage und in Pressekonferenzen umgesetzt.
Auswärtiges Amt
  • Noch keine Informationen in Deutscher Gebärdensprache auf der Homepage und in Pressekonferenzen umgesetzt.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Homepage:   
  • FAQs zum Coronavirus in Gebärdensprachen Link hier
YouTube-Kanal:
Zusammen stehen - Gemeinsam Verantwortung tragen in der Coronakrise (18.03.2020, 36:27 Minuten) Link hier

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 
Homepage:   
Bundesregierung präsentiert Coronahilfen für Start-ups (01.04.2020, 03:31 Minuten) Link hier
 
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel
  • Pressemitteilung: Gefahren durch mangelhafte Notfallinformationen: Mehr Barrierefreiheit notwendig - Kaum Informationen zum Coronavirus in Gebärdensprache oder leichter Sprache verfügbar (09.03.2020) Link hier
Behindertenpolitische Sprecher/-innen der Bundestagsfraktionen
  • Sören Pellmann, Sprecher für Inklusion und Teilhabe der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag: Gehörlose werden bei Versorgung mit Informationen über Corona-Virus benachteiligt! (09.03.2020) Link hier
  • Jens Beeck, teilhabepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion: Offizielle Stellungnahmen brauchen Gebärdensprachdolmetschung (11.03.2020) Link hier
  • Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion: Infos zum Coronavirus müssen barrierefrei sein (12.03.2020) Link hier
Landesebene:
Baden-Württemberg:
  • Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg e. V. hat eine Liste mit Links zu Videos in DGS bzw. mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen gesammelt. Zudem wird eine E-Mail-/Faxvorlage zur Kontaktaufnahme mit Ärzten/-innen und dem Gesundheitsamt und Infos zur Erreichbarkeit der Geschäftsstelle, der Dolmetschervermittlung und der EUTB zur Verfügung gestellt. Link hier
Bayern:
  • Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. hat eine Liste mit Links zu Videos in DGS bzw. mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen gesammelt. Link hier
Berlin:
  • Der Regierende Bürgermeister von Berlin - Ansprache des Regierenden Bürgermeisters (16.03.2020, 05:17 Minuten) Link hier
  • Berliner Senat: Landespressekonferenz zum Coronavirus (17.03.2020, 53:58 Minuten) Link hier
  • Gemeinsame Pressekonferenz der Landesregierungen (18.03.2020, 56:20 Minuten) Link hier
  • #Coronakrise in Berlin: Regierungserklärung von Michael Müller im Abgeordnetenhaus (26.03.2020, 36:16 Minuten) Link hier
Brandenburg:
  • Der Landesverband der Gehörlosen Brandenburg e. V. hat eine Liste mit Links zu Videos in DGS bzw. mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen gesammelt. Link hier
Bremen:
  • Pressekonferenz zur Gewährleistung der öffentliche Daseinsvorsorge in der Coronavirus-Epidemie (17.03.2020, 55:21 Minuten) Link hier
  • Pressekonferenz zu den Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft (17.03.2020, 01:12:36 Stunden) Link hier
  • Pressekonferenz zu den Themen „Corona-Soforthilfe - Zusätzliches Förderprogramm zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise“ sowie mit der Situation in den Krankenhäusern in Bremen (20.03.2020, 01:06:32 Stunden) Link hier
  • Senats-PK zum Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen (24.03.2020, 45:19 Minuten) Link hier
  • 9. Sitzung der Bremischen Bürgerschaft (Landtag, 10:00-16:30 Uhr) (25.03.2020, 05:23:08 Stunden) Link hier
  • Pressekonferenz des Bremer Senats zur aktuellen Corona-Lage (27.03.2020, 57:05 Minuten) Link hier
  • Pressekonferenz des Bremer Senats (31.03.2020, 56:59 Minuten) Link hier
Hamburg:
  • Coronavirus: Informationen in Deutscher Gebärdensprache Link hier
Niedersachsen:
  • Der Gehörlosenverband Niedersachsen e. V. hat eine Liste mit Links zu Videos in DGS bzw. mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen gesammelt. Link hier
  • Informationen zum Corona-Virus in Gebärdensprache Link hier
Nordrhein-Westfalen:
  • Oberbürgermeisterin Henriette Reker informiert über Maßnahmen der Stadt Köln bezüglich des Corona-Virus (04.03.2020) Link hier
  • Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben und Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfallen: Aufklärung über das Corona-Virus (Covid-19) Link hier
  • Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen - Presse-Briefing zum Corona-Virus (18.03.2020, 01:06:05 Stunden) Link hier
Rheinland-Pfalz:
  • Corona-Krise Ministerpräsidentin Malu Dreyer wendet sich an Rehinland-Pfälzer (13.03.2020) Link hier
Sachsen:
  • Die sächsische Landesregierung - Kabinettspressekonferenz zur Corona Sachlage (17.03.2020, 50:04 Minuten) Link hier
  • Ansprache des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (19.03.2020, 04:30 Minuten) Link hier
Sachsen-Anhalt:
  • Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt: Hinweisblatt zum Coronavirus in Gebärdensprache (Teil 1) (13.03.2020) Link hier
  • Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt: Hinweisblatt zum Coronavirus in Gebärdensprache (Teil 2) (13.03.2020) Link hier
  • Landespressekonferenz (24.03.2020, 45:05 Minuten) Link hier
Schleswig-Holstein:
  • Der Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e. V. hat eine Liste mit Links zu Videos in DGS bzw. mit Gebärdensprachdolmetscher/-innen gesammelt. Zudem wird eine E-Mail-/Faxvorlage zur Kontaktaufnahme mit Ärzten/-innen und Infos zur Erreichbarkeit der Sozialberatung und Dolmetschervermittlung gestellt. Link hier
  • Gemeinsame Pressekonferenz des Landes Schleswig-Holstein von Ministerpräsident Daniel Günther, Oppositionsführer Ralf Stegner, Fianzministerin Monika Heinold udn Gesundheitsminister Heiner Garg (13.03.2020) Link hier
Thüringen:
  • Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow - Ansprache zum Kampf gegen das Coronavirus (19.03.2020, 04:49 Minuten) Link hier
Fernsehen:
(nur HbbTV und Internet-Streaming)
  • MDR: Barrierefreie Informationen zum Corona-Virus Link hier 
  • Hart aber fair: Zwischen Hysterie und begründeter Angst: Wie gefährlich ist das Coronavirus? (02.03.2020) Link hier
  • Coronavirus: Was Sie wissen müssen (05.03.2020) Link hier
  • Quarks extra: Die Macht der Viren (10.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Corona in Deutschland - was tun? (10.03.2020) Link hier
  • ANNE WILL – die Sendung in Gebärdensprache. Über den Umgang mit dem neuartigen Coronavirus diskutieren Karl-Josef Laumann, Ranga Yogeshwar, Susanne Herold, Sibylle Katzenstein und Marcel Fratzscher. (08.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Corona – droht Stillstand in Deutschland? (12.03.2020) Link hier
  • MDR: Hauptsache gesund extra (12.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Corona-Krise – Schulen zu, KiTas dicht (13.03.2020) Link hier
  • hartaberfair-extra: Die Corona-Krise – Wo stehen wir, was kommt noch? (16.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Die Corona-Lage (17.03.2020) Link hier
  • WDR extra: Solidarität und Sorge – NRW in der Coronavirus-Krise (17.03.2020) Link hier
  • COSMO Video: Corona-News (18.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Die Corona-Lage (18.03.2020) Link hier
  • COSMO Video: Corona-News (19.03.2020) Link hier
  • Westpol: Corona - wie steht es um das NRW-Gesundheitssystem? (22.03.2020) Link hier
  • Hart aber fair: Es ist ernst – wieviel Freiheit lässt uns Corona noch? (23.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Die Corona-Lage (24.03.2020) Link hier
  • WDR extra: Coronavirus – Stillstand in NRW (24.03.2020) Link hier
  • NDR Ratgeber: Coronavirus-Update mit Christian Drosten (25.03.2020) Link hier
  • ARD extra: Die Corona-Lage (26.03.2020) Link hier
  • WDR extra: Corona-Krise - Ihre Fragen an den NRW-Ministerpräsidenten (26.03.2020) Link hier
  • WDR aktuell: Modellkommune Heinsberg: Was kommt nach dem Kontaktverbot? (27.03.2020) Link hier
  • WDR extra: "WDR extra" informiert über die neuesten Entwicklungen bei der Verbreitung des Corona-Virus mit dem Fokus auf das bevölkerungsreichste Bundesland NRW. (27.03.2020) Link hier
  • Westpol: NRW-Kliniken rüsten auf (29.03.2020) Link hier
  • WDR aktuell: NRW legt Epidemiegesetz vor (30.03.2020) Link hier
  • WDR aktuell: Corona: Gefahr im Altenheim? (31.03.2020) Link hier
  • Quarks Extra: Corona - die wichtigsten Fakten (31.03.2020) Link hier
  • WDR aktuell: NRW-Landtagsdebatte zum geplanten Epidemiegesetz (01.04.2020) Link hier
  • WDR aktuell: Corona-Maßnahmen: Verstöße gegen Zusammenkünfte (02.04.2020) Link hier
Private Personen und Gruppen:
  • Katja Fischer: Corona Virus (1.Teil) weltweit in Gebärdensprache (29.01.2020) Link hier
  • Aktionsgruppe "Blitzaktion Corona" unter der Initiative von Lela Finkbeiner: Coronavirus – Risiken durch Ignoranz in punkto Aufklärung in Gebärdensprache (01.03.2020) Link hier
  • Katja Fischer: Corona Virus (2.Teil) in Deutschland in Gebärdensprache (11.03.2020) Link hier
  • Katja Fischer: Corona Virus (3.Teil) - Infektionschutzgesetz in Gebärdensprache (14.03.2020) Link hier
  • Aktionsgruppe von Katja Fischer, Sabine Heinecke und Julia Probst: Petition „Lieber Jens Spahn: Corona-Infos auch in Gebärdensprache für Gehörlose!“ (14.06.2020) Link hier
  • Prof. Dr. Christian Rathmann: Zusammenfassung von "Tagesaktuellen Informationen" des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 15.03.2020 in Deutscher Gebärdensprache (15.03.2020) Link hier
  • Prof. Dr. Christian Rathmann: Soziale Distanz in Deutscher Gebärdensprache (15.03.2020) Link hier
  • Katja Fischer: Corona 4.Teil - Ganz wichtig: Quarantänestress - was kannst Du dagegen tun? (21.03.2020) Link hier
Presse:
  • Deutsche Welle: COVID-19 - Taube Menschen und Corona: "Ernsthaft, Deutschland?" - Der Zugang zu Informationen und ärztlicher Versorgung ist im Fall des Coronavirus überlebenswichtig. Den 83.000 tauben Menschen, die in Deutschland leben, wird er erschwert. (14.03.2020) Link hier
  • Frankfurter Rundschau: Fehlende Information – Gehörlose klagen an – Weil in Gebärdensprache kaum informiert wird, sind viele „besorgt und verunsichert“. (16.03.2020) Link hier
  • Süddeutsche Zeitung: Gebärdensprachdolmetscher, die stillen Helden in der Corona-Krise - Stille Helden (25.03.2020) Link hier
  • Stimme.de: Ministerpräsidenten-Ansprachen künftig in Gebärdensprache (25.03.2020) Link hier
  • Schwäbisches Tagblatt: Dolmetscherin - Damit Corona-News bei allen ankommen (06.04.2020) Link hier
DGB und seine Mitgliedsverbände:
  • Aufklärungspapier von Dr. med. Ulrike Gotthardt (Anfang März 2020) Link hier
  • Pressemitteilung des Gehörlosenverbandes München und Umgebung (GMU): Coronavirus Epidemie – Informationsdefizit bei gehörlosen Menschen (03.03.2020) Link hier (In Deutscher Gebärdensprache Link hier)
  • DGB-Stellungnahme „Fehlender Zugang zu gesundheitlichen Informationen über das Coronavirus in Gebärdensprache und mit Untertiteln“ (06.03.2020) Link hier (In Deutscher Gebärdensprache Link hier)
  • Gehörlosen-Verband Schleswig-Holstein e. V.: Pressemitteilung zu Coronavirus Epidemie - Kein Zugang zu gebärdensprachlichen Informationen und Kommunikation! Gehörlose Menschen - vergessene Bürgerinnen und Bürger?! (09.03.2020) Link hier (In Deutscher Gebärdensprache Link hier)
  • DGB: Weitere Informationen zum aktuellen Stand in Bezug auf die DGB-Stellungnahme "Fehlender Zugang zu gesundheitlichen Informationen über das Coronavirus in Gebärdensprache und mit Unteriteln" in Deutscher Gebärdensprache (12.03.2020) Link hier
  • Gehörlosengemeinschaft Sachsen-Anhalt e. V.: Pressemitteilung zu Coronavirus Epidemie (13.03.2020) Link hier
  • Stellungnahme des Landesverbandes der Gehörlosen Baden-Württemberg: "Informationen zum Coronavirus in Gebärdensprache! Kommunikative Barrierefreiheit in Krisenzeiten wichtiger denn je" (17.03.2020) Link hier (In Deutscher Gebärdensprache Link hier)
  • Stellungnahme des Landesverbandes der Gehörlosen Baden-Württemberg: Offener Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann - „Appell für Informationen in Deutscher Gebärdensprache“ (25.03.2020) Link hier
  • Gehörlosenverband München und Umland e.V. (GMU): Pressemitteilung 2020-03: Präsenzverdolmetschung bei Pressekonferenzen und Videobotschaften im Fernsehen (26.03.2020) Link hier 
Behindertenverbände:
  • Deutscher Behindertenrat: Pressemitteilung "Deutscher Behindertenrat fordert barrierefreie Informationen und Berichterstattung zur Corona-Krise" (13.03.2020) Link hier
  • BAG Selbsthilfe: Pressemitteilung "Notfallinformationen zur Viruskrise müssen alle Menschen erreichen – auch Menschen mit Behinderungen!" (16.03.2020) Link hier

Bereitstellung von gesundheitsrelevanten Informationen zur Corona-Krise in Gebärdensprache und mit Untertiteln: zum aktuellen Stand

02. April 2020

In Bezug auf die Stellungnahme des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) vom 06.03.2020 weisen wir auf den aktuellen Stand der Entwicklungen in der Frage der Barrierefreiheit bzw. vollen Zugänglichkeit zu gesundheitlichen Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln auf Bundesebene hin.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, fünf behindertenpolitische Sprecher/-innen der Bundestagsfraktionen, Wilfried Oellers (CDU/CSU), Angelika Glöckner (SPD), Jens Beeck (FDP), Sören Pellmann (DIE LINKE) und Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen), der Deutsche Behindertenrat und die BAG Selbsthilfe unterstützen die DGB-Stellungnahme vom 06.03.2020. Wir bedanken uns bei ihnen allen.

Wir haben fünf Anträge bei der Schlichtungsstelle des Bundes (§ 16 BGG) eingereicht. Der Rechtsanwalt Dr. Oliver Tolmein vertritt uns. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat sich mit den Bundesbehörden beraten und eine kurze Handreichung veröffentlicht, die einen schnellen Überblick über barrierefreie Formate und Informationsmöglichkeiten bietet.

Auf Grundlage des Verbots der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen durch die Träger der öffentlichen Gewalt (§ 7 BGG) haben wir einige Forderungen an das Bundeskanzleramt, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), das Robert Koch-Institut (RKI), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) sowie das Auswärtige Amt (AA) gerichtet. Wir fassen sie hier zu drei Kernforderungen zusammen:

  1. Tagesaktuelle Informationen öffentlicher Stellen des Bundes über das Coronavirus bzw. die Corona-Krise müssen über Videofilme in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln auf den Websites und in den sozialen Medien zur Verfügung gestellt werden.
  2. Ein simultanes Dolmetschen für DGS und Deutsch/Englisch muss bei der Bundespressekonferenz und bei Pressekonferenzen im Bundeskanzleramt und in den Bundesministerien, besonders im BMG sowie bei nachgeordneten Behörden wie dem RKI, bereitgestellt werden, sofern diese Veranstaltungen live übertragen werden. Die Videos müssen zudem mit Untertiteln versehen werden. Auch die von der Bundeskanzlerin abgegebenen Erklärungen, die sie allein und unabhängig von Pressekonferenzen an die Bevölkerung richtet, müssen simultan und im gleichen Bild gedolmetscht werden, sodass alle Medien, die diese Erklärung verbreiten, damit auch die live gebärdete Übersetzung ausstrahlen.
  3. Direkte Kommunikation und die Erreichbarkeit von Hotlines zum Coronavirus müssen sichergestellt werden (Fax, E-Mail, Telefonnummer des BMG, Notrufnummer 110/112 und die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 über Tess oder über Videotelefonie per Webcam mit Dolmetscher/-innen für DGS und Deutsch).

Über die Schlichtungsstelle des Bundes und unseren Rechtsanwalt haben wir Antworten von den Bundesministerien und nachgeordneten Bundesbehörden erhalten und geben dazu unsere Einschätzungen ab:

 
1. Bundesregierung bzw. Bundeskanzleramt unter Bundeskanzlerin Angela Merkel
Der Staatssekretär und Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert hat in einem freundlichen Schreiben betont, dass kein Mensch mit Behinderung von Informationen ausgeschlossen werden dürfe, vor allem wenn sich diese aktuell als lebenswichtig erweisen könnten. Deshalb lege die Bundesregierung besonderen Wert darauf, Informationen auch barrierefrei anzubieten und dieses Angebot Schritt für Schritt auszubauen.
 
Es ist sehr erfreulich, dass seit dem 11.03.2020 insgesamt 18 Videofilme in DGS auf der Website zur Verfügung gestellt werden.
 
Die Ansprache der Bundeskanzlerin vom 18.03.2020 war an alle Bürger/-innen gerichtet. Es waren Dolmetscher/-innen für DGS und Deutsch vor Ort, die diese wichtige Ansprache nicht direkt und simultan übersetzen konnten. Die Ansprache wurde um 19:20 Uhr im ZDF, d. h. im linearen Fernsehen, ausgestrahlt, und zwar ohne Gebärdensprache. Nach der Tagesschau wurde sie um 20:15 Uhr auf Tagesschau24 im linearen Fernsehen übertragen und simultan in Gebärdensprache übersetzt. Nachträglich wurde die Ansprache der Kanzlerin in Gebärdensprache auf der Website der Bundesregierung veröffentlicht. In der ZDF-Mediathek war die Ansprache dann ebenfalls in Gebärdensprache verfügbar.
 
Wir stellen erstens fest, dass drei verschiedene Gebärdensprachdolmetscher/-innen die Ansprache der Bundeskanzlerin dreimal übersetzt haben. Zweitens konnten gehörlose Personen diese Ansprache der Kanzlerin im linearen Programm Tageschau24 erst um 20:15 Uhr ansehen. Zuerst erhielten also hörende Personen Zugang, erst geraume Zeit danach auch gehörlose Personen.
 
Es ist stattdessen klar zu bevorzugen, barrierefreie Formate (Ton, DGS, UT) für eine solche Ansprache vor der Ausstrahlung fertigzustellen und dann live im Fernsehen zu übertragen. So können alle Bürger/-innen die Ansprache in Deutsch, in Gebärdensprache und mit Untertiteln gleichzeitig wahrnehmen.
 
Bis jetzt findet die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin noch nicht in Anwesenheit eines Gebärdensprachdolmetschers / einer Gebärdensprachdolmetscherin vor Ort statt.
 
2. Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Wir haben ein Antwortschreiben vom BMG erhalten. Es sei dem BMG ein großes Anliegen, die gesamte Bevölkerung mit stets aktuellen Informationen zum Coronavirus zu versorgen. Damit diese Informationen auch jene Menschen erreichen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, stelle das Ministerium bereits zusätzliche Informationen zur Verfügung:
 
Das Gebärdentelefon des BMG gibt jedoch keine Informationen zu Coronavirus, es gibt – wie auch das 115-Gebärdentelefon –nur zu allgemeinen Themen und Leistungen der öffentlichen Verwaltung Auskunft! Die betreibenden Stellen haben zudem nur begrenzte Geschäftszeiten, und entsprechend begrenzt ist auch die Erreichbarkeit. Wir halten diesen Weg für falsch und fordern das BMG dazu auf, eine eigene, tatsächlich auf die Virus-Problematik spezialisierte Corona-Hotline für gehörlose Menschen einzurichten. Dies ist als barrierefreier Zugang zum Versorgungssystem notwendig. Diese Hotline muss bei Verdacht auf eine Infektion einen Videochat in Gebärdensprache ermöglichen, sodass direkt Fragen zum Coronavirus gestellt und die erforderlichen Antworten eingeholt und Hilfen koordiniert werden können.
 
  • Auf seinem YouTube-Kanal stelle das BMG Erklärvideos zu häufigen Fragen rund um das Coronavirus mit Untertiteln zur Verfügung.
Es ist als positiv zu bewerten, dass seit dem 14.03.2020 insgesamt 13 Videofilme in DGS bereitgestellt werden. Es wäre allerdings wünschenswert, wenn diese Videofilme in DGS, wie andere Informationen des Ministeriums auch, auf dessen eigener Website angezeigt würden. So weist auf der Seite selbst nur der an sich mit Corona nicht verbundene Gebärdensprache-Button auf die Corona-Informationen für gehörlose Menschen hin. Ein weiterer Verweis auf die Gebärdensprachvideos findet sich unter „Tagesaktuelle Informationen“. Das Video, zu dem dieser Link führt, enthält jedoch keine tagesaktuelle Information, sondern einen mehrere Wochen alten Film, in dem Bundesgesundheitsminister Spahn „Informationen für das Krankenhauspersonal“ gibt. Dies ist kein inklusiver Ansatz. Inklusion erfordert, dass aktuelle Information des Ministeriums auch für Menschen, die nicht hören können, dort zu finden sind, wo auch hörende Menschen sie finden. Nur so wird gezeigt, dass Menschen, die in Gebärdensprache kommunizieren, genauso behandelt werden wie Menschen, die Lautsprache benutzen. Die Videos nur auf dem „YouTube“-Kanal zu zeigen ermöglicht es Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderung zwar, bestimmte Informationen zu erhalten (deutlich weniger als Menschen, die hören können), allerdings nur auf einer gesonderten Seite.
 
  • Das BMG bemühe sich darüber hinaus, Pressekonferenzen künftig in Gebärdensprache zu übersetzen.
Dieser Satz macht nicht deutlich, ob Pressekonferenzen des BMG und/oder die Bundespressekonferenz in Gebärdensprache simultan in Echtzeit gedolmetscht und dann live im Fernsehen übertragen werden. Wir lehnen eine Nachbearbeitung von Videoaufnahmen und deren zeitverzögerte Ausstrahlung mit DGS generell ab! Alle Menschen – ob gehörlos, mit oder ohne Hörbehinderungen – müssen die Informationen in Deutsch und Gebärdensprache gleichzeitig bekommen.
 
3. Robert Koch-Institut (RKI)
Das RKI hat sich ebenfalls bei uns zurückgemeldet. Es setzt seit dem 17.03.2020 eine Gebärdensprachdolmetscherin bei seinen Pressebriefings ein. Diese Briefings umfassen die tagesaktuellen Informationen, die das RKI der breiten Öffentlichkeit zum Thema bereitstellt. Das RKI verweist auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Gebärdensprachvideos über Informationen zum Thema Coronavirus zur Verfügung stelle.
 
Am 17.03.2020 wurde bei der Pressekonferenz des Robert Koch-Instituts zum ersten Mal mit einer Dolmetscherin für DGS und Deutsch zusammengearbeitet. Einige TV-Sender, zum Beispiel Phoenix, haben diese Pressekonferenz in DGS und mit UT live in Echtzeit ausgestrahlt. Dies halten wir für vorbildlich und es stellt für uns die beste Lösung dar – es ist ein Best-Practice-Beispiel, das unseren Vorstellungen entspricht.
 
Am nächsten Tag (18.03.2020) strahlte Phoenix die Pressekonferenz des RKI wieder in DGS und mit UT aus. Allerdings war das Bild mit DGS ziemlich klein und ganz rechts oben positioniert. Es wäre ideal, wenn das Bild mit DGS etwas größer und ganz links unten platziert wäre.
 
 
Bis jetzt hat das RKI insgesamt sechs Pressekonferenzen in Anwesenheit einer Gebärdensprachdolmetscherin durchgeführt. Das ist sehr positiv!
 
4. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Die BZgA hat uns geantwortet und sieben Videofilme in DGS zum Coronavirus auf einmal am gleichen Tag (18.03.2020) auf ihrem YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt. Später hat sie diese Videofilme deaktiviert, weil durch die sich schnell verändernde Sachlage einzelne Aussagen nicht mehr stimmten. Die BZgA, so heißt es im Schreiben, arbeite unter Hochdruck an einer neuen Ausgabe und benachrichtige uns, sobald die Aktualisierung vorliege.
 
Wir halten dies weder für nachvollziehbar noch für akzeptabel. Um überhaupt Informationen für gehörlose Menschen vorzuhalten, sollten unserer Auffassung nach, diese Videofilme so lange verfügbar sein, bis neue zur Verfügung stehen. Seitdem sind viele Tage vergangen und die angekündigte neue Ausgabe in DGS ist immer noch nicht vorhanden.
 
5. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
Der Präsident des BBK Christoph Unger hat zu dem geschilderten Sachverhalt Stellung bezogen. Es seien ja bereits zwei Videos in DGS auf der Website des BBK vorhanden: eines über die Aufgaben des BBK und eines mit Informationen und Hinweisen zur Navigation. Diese Antwort verfehlt das Thema und ignoriert unsere Belange. Denn unser ausdrückliches Interesse ist es, Zugang zu Videos in DGS über aktuelle Informationen zum Thema Coronavirus auf der Website des BBK zu bekommen.
 
Das BBK plane, den Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (68 Seiten) in Deutsche Gebärdensprache übersetzen zu lassen und auf der BBK-Website zu veröffentlichen. Das wird allerdings unseren gegenwärtigen Forderungen nicht gerecht. Alle aktuellen Meldungen und Pressemitteilungen aus dem BBK , z. B. „Covid-19: Handlungsempfehlungen Betreiber KRITIS“ (31.03.2020) müssen unseres Erachtens zeitnah in DGS übersetzt werden.
 
6. Auswärtiges Amt (AA)
Das Auswärtige Amt hat uns per Mail geschrieben. Es sei sehr problematisch und nicht realisierbar, die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise zu den einzelnen Ländern in DGS bereitzustellen, weil sie sehr häufig aktualisiert bzw. geändert würden.
 
Wir halten die Auskunft, dass die bereitgestellten Informationen zum Coronavirus für Reisende auf der Website des Auswärtigen Amtes nur in deutscher Schrift- und Lautsprache zur Verfügung gestellt werden sollen, für inakzeptabel. Von reise- und sicherheitsrelevanten aktuellen Informationen sehen sich gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen damit komplett ausgeschlossen. Das ist eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung, und wir sehen unserer Recht auf Gleichbehandlung (§ 7 BGG) verletzt.
 
Weiterhin haben wir eine Überblicksliste über die Bereitstellung von gesundheitsrelevanten Informationen zur Corona-Krise in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln im Medienbereich auf der Bundesebene entwickelt zum besseren Verständnis.
 
 
Am 18.03.2020 haben der Weltverband der Gehörlosen (WFD) und der Weltverband der Gebärdensprachdolmetscher/-innen (WASLI) Leitlinien zur Bereitstellung des Zugangs zu Informationen zur öffentlichen Gesundheit in nationalen Gebärdensprachen während der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Wir unterstützen diese Leitlinien und die Richtlinien für die Positionierung von Gebärdensprachdolmetschern in Konferenzen, einschließlich Web-Streaming von der AICC uneingeschränkt und halten sie für sehr empfehlenswert, um Barrierefreiheit in nationalen Gebärdensprachen umzusetzen. Eine deutsche Übersetzung dieser Leitlinien stellen wir auf unserer Homepage bereit.
 
Der Europäische Gehörlosenverband (EUD) hat in der Europäischen Union, in Island, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich Informationen über die Zugänglichkeit von Informationen in nationalen Gebärdensprachen in Bezug auf das Coronavirus gesammelt und auf seiner Website veröffentlicht.
 
Fast 30.000 Personen haben die am 14.03.2020 ins Leben gerufene Petition „Corona-Infos auch in Gebärdensprache für Gehörlose“ von Katja Fischer, Sabine Heinecke und Julia Probst bereits unterschrieben. Wir haben diese Aktion von Anfang an als Kooperationspartner unterstützt und bitten Sie, diese wichtige Petition zu unterschreiben und an Freunde, Bekannte und Familienmitglieder weiterzuleiten.
 
Fast jeden Tag aktualisieren wir die Sammlung bzw. Auflistung der Informationsfilme mit Deutscher Gebärdensprache, Pressemitteilungen, Stellungnahmen etc. zum Thema Coronavirus auf unserer Homepage unter www.gehoerlosen-bund.de/coronavirus.
 
Wir von unserem Team veröffentlichen alle zwei bis drei Tage einen Film über unsere Arbeiten. Wir wollen den Zusammenhalt in der Gebärdensprach-/Gehörlosengemeinschaft in diesen ernsten Zeiten bewahren und das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter stärken.
 
Über die erreichten Verbesserungen im Medienbereich hinaus halten wir Folgendes für ganz dringend geboten: Die Zugänglichkeit von Informationen in Gebärdensprache muss in allen Bereichen (Medien, Gesundheit, Senioren, Arbeit, Bildung usw.) weiter ausgebaut werden, damit Gehörlose während der Corona-Krise (und auch danach) gleich behandelt werden, wie es das Benachteiligungsverbot besagt.
 
Die Stellungsnahme 04/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.

Aufklärung Corona-Virus

17. März 2020

Dr. med. Ulrike Gotthardt, Deutscher Gehörlosen-Bund e. V.
Stand: 17. März 2020

Alle gebärden und sprechen derzeit über das Corona-Virus. Aber was muss man dazu wissen, was soll man tun? Im Internet gibt es dazu viele und auch verschiedene Informationen. Leider sind diese Informationen nur in der Schriftsprache gehalten, in der Sprachform der hörenden Menschen. Deswegen können viele gehörlose und hörbehinderte Menschen diese Informationen nicht immer gut verstehen. Auch gibt es dazu keine Videos mit Übersetzungen in die Gebärdensprache. Aus diesen Gründen hat Dr. med. Ulrike Gotthardt, Präsidiumsmitglied des DGB, hier noch einmal schriftlich, aber besser für gehörlose und hörbehinderte Menschen zu verstehen, wichtige Aspekte dieser Krankheit aufgeschrieben. Dieses fünfseitige Aufklärungspapier wurde am 5. März 2020 erstmals veröffentlicht und am 17. März 2020 etwas überarbeitet.

Mit Unterstützung des Berufsverbandes der tauben GebärdensprachdolmetscherInnen e.V. haben sich drei taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen (Christine Weinmeister/Signissimo, Markus Meincke/VerbaVoice und Benedikt Sequeira Gerardo/Yomma) bereit erklärt, das Aufklärungspapier in DGS zu übersetzen. Herzliches "Danke schön" an diese Gebärdensprachdolmetscher/-innen!

Der DGB bittet um Entschuldigung, dass das Aufklärungspapier nicht früher übersetzt werden konnte. Denn wir mussten uns in der letzten Zeit mit ganzer Kraft für den barrierefreien Zugang von gehörlosen Menschen und Hörbehinderten zu Gesundheitsinformationen zum Corona-Virus einsetzen. Den Erfolg dieses Einsatzes mit vielen Personen aus der Politik und der Gehörlosengemeinschaft sehen wir mehr und mehr: Inzwischen werden erste Gebärdensprachfilme auf den Websiten der Bundesbehörden und der Bundesregierung usw. veröffentlicht. Wir werden weiter gemeinsam kämpfen, denn es gibt noch reichlich viel zu tun in sehr ernsten Zeiten des Corona-Virus.


Allgemeine Einleitung zum Corona-Virus:

Das aktuelle, neue Corona-Virus mit dem Namen 2019-nCoV wurde Ende 2019 beim Menschen bekannt. Es hat sich vom Tier auf den Menschen übertragen, es überträgt sich jetzt auch von Mensch zu Mensch. Deswegen ist noch nicht so viel darüber bekannt, z.B. über die Ansteckung und den Krankheitsverlauf. Es gibt noch keine Behandlung dafür und auch noch keine Impfung. Im Moment wird sehr intensiv danach geforscht, aber es braucht noch mindestens ein Jahr.

Daher gibt es im Moment immer wieder neue Informationen dazu. Ärzte und andere Fachleute, auch jeder Einzelne, müssen sich immer wieder neu informieren. Weil man die Verbreitung dieses Virus beschränken muss, werden bestimmte Gebiete, auch Orte oder Einrichtungen, gesperrt bzw. geschlossen. Die Personen, die sich angesteckt haben, müssen dann dort bzw. zu Hause bleiben, sie werden isoliert (= Quarantäne). Wenn man eine Reise machen möchte, vor allem in das Ausland, sollte man sich vorher informieren. Sonst kann es passieren, dass man unterwegs oder an seinem Reiseziel nicht weiterkommt.

Gesperrte Gebiete gibt es besonders in China und Italien. Mittlerweile ist aber die überwiegende Zahl der Länder weltweit von der Ausbreitung des Virus betroffen. Dabei können z.B. kleinere oder größere Gebiete gesperrt werden, ebenso können Züge aufgehalten werden oder es können in Zügen und an Flughäfen Kontrollen z.B. mit Fiebermessungen durchgeführt werden. Oder es können Zugreisende von den Behörden aufgefordert werden, vor dem Aussteigen ihre Namen, Adressen usw. anzugeben, falls man glaubt, ein Reisender in einem Zug ist an dem Virus erkrankt. Wenn die Untersuchung dieses Reisenden zeigt, dass er wirklich mit dem Virus angesteckt ist, dann können die anderen Reisenden informiert und isoliert werden.

Alle sollten sich daher regelmäßig informieren zur Krankheit, zum Krankheitsverlauf, zu gesperrten Gebieten u.a.

In Deutschland informiert man sich vor allem bei:

  • Robert-Koch-Institut in Berlin: www.rki.de, diese Informationen sind besonders für Fachleute, z.B. Ärzte
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de, diese Informationen sind vor allem für die allgemeine Bevölkerung gedacht
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: www.bkk.bund.de
  • Reise- und Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt: www.auswaertiges-amt.de
 
 
 
Ansteckung mit dem Corona-Virus 2019-nCoV:
 
Die Übertragung des Virus kann vom Tier auf den Menschen und vom Menschen zum Menschen erfolgen. Zur Übertragung kommt es durch:
  • Kontaktinfektion: Enger körperlicher Kontakt, Berührung einer kranken Person
  • Tröpfcheninfektion: Einatmen von kleinen Tröpfchen, die das Virus enthalten und von einer kranken Person durch Niesen oder Husten verbreitet werden
  • Schmierinfektion: Berührung von Gegenständen, auf denen sich das Virus befindet. Diese können wahrscheinlich mehrere Tage z.B. auf Metall (Türklinke), Glas oder Plastik überleben und damit ansteckend sein.
  • Übertragung durch Stuhlgang und Mund: Dieses ist auch möglich, weil man das Virus im Stuhlgang von kranken Personen gefunden hat.
Die Zeit von einer Ansteckung mit dem Virus bis zu den ersten Erscheinungen (= Symptome) beträgt zwischen 2 bis 14 Tage. Bei der Ansteckung mit Corona-Viren sind vor allem die Atemwege betroffen. Der Verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich. Es kann zu ganz geringen Erscheinungen, mittleren und auch schweren Verläufen kommen. Es gibt aber auch ganz unauffällige Verläufe.
 
Die ersten Erscheinungen der Erkrankung sind z.B.
  • Fieber (ca. 90% der kranken Personen) = Körpertemperatur über 38°
  • trockener Husten (ca. 70% der kranken Personen)
  • Entzündung im Rachen, z.B. als Kratzen im Hals
  • Nasenentzündung, „Nasenlaufen“
  • Muskelschmerz
  • Schlappheit, Müdigkeit
  • Durchfall
Seltener kommt es auch zu Kopfschmerzen, Auswurf beim Husten oder Beschwerden des Bauchraumes (Übelkeit, Durchfall, Erbrechen). Mit dem Fortschreiten der Erkrankung werden die Lungen mehr und mehr beteiligt. Dann kann es zusätzlich Atemnot, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen geben. Bei weiterer Verschlechterung kann es auch zur Lungenentzündung, manchmal auch einer Rippenfellentzündung, kommen. Die Erkrankung der Lunge wird dann Covid-19 genannt.
 
Viele Erscheinungen der Krankheit sind also ähnlich wie bei grippalen Infekten. Deshalb ist es nicht einfach, zwischen einem grippalen Infekt und einer Infektion mit dem Corona-Virus zu unterscheiden.
 
Es gibt bestimmte Gruppen von kranken Personen, die bei einer Infektion mit dem Virus besonders gefährdet sind. Diese kranken Menschen können einen schweren Krankheitsverlauf erleben. Das betrifft vor allem Senioren, Menschen mit schwachem Immunsystem oder zusätzlichen Krankheiten, z.B. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankung, chronische Lungenkrankheit. Man glaubt, dass von 100 kranken Personen etwa 2 bis 2,5 Personen daran sterben (= 2 bis 2,5%).
 
Vor allem alten Menschen oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem wird außerdem dringend empfohlen, dass sie gegen Grippe geimpft werden. Denn Krankheiten wie die Grippe oder Keuchhusten können zu schweren Lungenentzündungen führen. Sie sind dann zusammen mit der vom Virus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 besonders gefährlich.
 
 
Was kann ich tun, worauf muss ich achten, damit ich möglichst nicht angesteckt werde?
 
Es ist sehr wichtig, sich möglichst vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Genauso wichtig ist es aber auch, andere Menschen davor zu schützen, z.B. wenn man selbst an diesem Virus erkrankt ist.
 
Auf jeden Fall soll man die üblichen empfohlenen und bekannten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen durchführen. Es sind Maßnahmen, die man wie selbstverständlich und eigentlich immer durchführen sollte, besonders in den Jahreszeiten mit mehr Erkältungen und Grippeerkrankungen, also vor allem im Herbst und im Winter.
 
Also:
  • Abstand halten zu Menschen, die Anzeichen einer Erkältung haben. Auch selbst Abstand zu anderen Menschen halten, wenn man erkältet ist. Beim Husten oder Niesen: Abstand mindestens ein bis zwei Metern von anderen Personen halten.
  • Auf das Schütteln von Händen oder Umarmungen soll unbedingt verzichtet werden. Ein Lächeln und Winken trägt zum Schutz bei.
  • Wichtig: allgemeine Sauberkeit (= Hygiene). Ganz besonders wichtig ist aber das richtige und gründliche Händewaschen über 20 bis 30 Sekunden mit Seife. Die Seife zerstört das Virus. Die Desinfektion der Hände ist bei richtigem Händewaschen dann nicht unbedingt notwendig.
  • Das richtige Händewaschen können Sie auf https://www.youtube.com/watch?v=HwMDo_QZkkI sehen.
  • Bitte beachten Sie dazu auch genau die Hygienetipps, die auf dem Plakat dargestellt sind (Link hier).
  • In ein Einmaltaschentuch husten, niesen oder schnäuzen (= Nase putzen). Das Einmaltaschentuch in einen geschlossenen Behälter, z.B. Mülleimer mit Deckel, wegwerfen. In die Armbeuge niesen oder husten.
  • Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten: die Hände gründlich waschen.
  • Nicht das Gesicht anfassen, wenn die Hände nicht gewaschen sind.
  • Möglichst nicht Oberflächen anfassen, die im öffentlichen Raum viel berührt oder angefasst werden, z.B. Türgriffe.
  • Große Ansammlungen von Menschen vermeiden, also z.B. Vorsicht vor großen Kongressen, Tagungen, Konzerten. Es gibt aktuell sogar die Empfehlung, größere private Feiern nicht durchzuführen bis die Corona-Virus-Krankheitswelle wieder zurückgegangen ist.
Es gibt keine Beweise dafür, dass ein Mund-Nase-Schutz (= Maske) eine gesunde Person vor der Ansteckung mit dem Virus schützt. Jedoch sollte jemand, der selbst eine Infektion der Atemwege hat oder an dem Virus erkrankt ist, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nase-Schutz benutzen. Damit schützt man andere Personen davor, z.B. durch Husten oder Niesen, mit diesem Virus angesteckt zu werden (= Fremdschutz). Damit der Mund-Nasen-Schutz gut hilft, muss er eng anliegen. Er sollte beim Tragen auch nicht verschoben werden. Auch muss er gewechselt werden, wenn er, z.B. durch die Atemluft, feucht geworden ist. Wenn ein Mund-Nase-Schutz gebraucht wird, ist es am besten, wenn man Beratung von einer medizinischen Fachperson bekommt. Dann kann genau erklärt werden, welche Maske für die jeweilige Person passt, wie man damit umgeht usw.
 
 
Wann muss man an die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus denken? Oder: wann kann der Verdacht auf eine Ansteckung bestehen?
 
Vor allem, wenn Sie die beschriebenen Krankheitszeichen Husten, Kratzen im Hals, Schnupfen und Fieber haben ist es wichtig, dass Sie untersucht werden. Denn es muss geklärt werden, ob es eine harmlose Erkältung ist oder ob Sie an dem Corona-Virus erkrankt sind.
 
Man sollte auch an eine Gefährdung denken, wenn man in Risikogebieten ist (z.B. Norditalien) oder von diesen zurückkehrt und Krankheitszeichen bemerkt, wie Fieber, Husten oder Atemnot. Dann sollte man z.B. während einer Fahrt oder eines Fluges, am Flughafen oder an anderen Orten, sofort das dort tätige Personal informieren.
 
Die Erklärung eines bestimmten Gebietes zu einem Risikogebiet kann sich kurzfristig ändern und kann mittlerweile auch in Deutschland passieren. Welche Risikogebiete es aktuell gibt, kann man auf den Webseiten des Robert-Koch-Instituts oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erfahren. Jeder, der in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet war, muss sich auch vorsichtig verhalten: Kontakte zu anderen Menschen, die nicht notwendig sind, sollen vermieden werden. Egal, ob man Zeichen einer Viruserkrankung hat oder nicht, sollte man sich sofort per Mail, telefonisch mit TESS oder durch hörende Bekannte, mit dem Hinweis auf die Reise in das Risikogebiet, beim Gesundheitsamt melden. Das für den Wohnort zuständige Gesundheitsamt ist auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes zu finden. Von dort bekommt man Informationen, wie man sich weiter richtig verhalten soll.
 
Eine mögliche Infektion mit dem Virus kann dann ein Arzt feststellen. Wenn man glaubt, sich mit dem Virus angesteckt zu haben: bitte nicht einfach zum Arzt laufen! Denn wenn jemand das Virus hat und direkt in die Arztpraxis läuft, dann verbreitet die Person das Virus beim Arzt und in der Öffentlichkeit. Dann werden noch mehr Menschen krank. Deswegen sollen alle daran denken und mithelfen, auch andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Damit das Virus möglichst nicht weiterverbreitet wird, soll man zuerst mittels Mail, Fax, Telefon mit TESS oder durch Telefonanruf einer hörenden Vertrauensperson Kontakt mit einer Arztpraxis, dem örtlichen Hausärztlichen Notdienst, dem Gesundheitsamt oder einer Ambulanz aufnehmen. Dabei sollte mitgeteilt werden, welche Krankheitszeichen man beobachtet hat. Dann erfährt man, was man machen muss und wie man sich verhalten soll. Im Allgemeinen wird bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus ein Abstrich vom Nase-Rachen-Bereich gemacht. Damit kann geklärt werden, ob wirklich eine Ansteckung mit dem Virus besteht. Diese Testung wird von den Krankenkassen bezahlt, wenn die Krankheitszeichen darauf hinweisen, dass man sich wirklich angesteckt haben könnte. Das entscheidet dann aber die Ärztin der der Arzt, weil diese oft mit einer Grippe oder einer „normalen“ Erkältung verwechselt werden.
 
Zum Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer Menschen sollte man sich auf jeden Fall beim Arzt melden, wenn man Krankheitserscheinungen hat!
 
 
 
Was passiert, wenn ich am Corona-Virus erkrankt bin?
 
Wenn bei jemand das Corona-Virus festgestellt worden ist, kommt es darauf an, wie stark die Krankheitserscheinungen sind.
 
Meistens sind die Krankheitserscheinungen milde. Dann muss man zu Hause bleiben, darf nicht zur Arbeit und nicht nach draußen gehen. Diese Isolierung nennt man „häusliche Quarantäne“. In dieser Zeit wird man vom Arzt krankgeschrieben und bekommt dann auch Krankengeld. Es dauert dann ungefähr 14 Tage, bis man andere nicht mehr anstecken kann. Dann entscheidet der Arzt, das Gesundheitsamt oder ein entsprechendes Amt/Behörde, ob man wieder nach draußen gehen darf.
 
Wenn die Krankheitserscheinungen stark sind, z.B. auch mit Lungenentzündung, dann entscheidet der Arzt, wie es weitergeht und ob man z.B. in das Krankenhaus gehen muss. Dann erfolgt die Fahrt dorthin mit speziellen Schutzmaßnahmen auch für das begleitende medizinische Personal. Die Krankenhausbehandlung erfolgt dann in einem speziellen, isolierten Bereich vom Krankenhaus selbst oder in einem gesonderten Gebäude.
 
Im Fall einer besonderen Gefahrensituation können die Ämter bzw. Behörden kranke Menschen auch zwingen, z.B. in die Quarantäne zu gehen. Man sollte auf jeden Fall den Empfehlungen und Vorgaben des Arztes, des Gesundheitsamtes oder entsprechender Ämter/Behörden folgen!
 
Im Moment gibt es noch keine Möglichkeit, genau gegen Coronaviren zu behandeln. Auf der ganzen Welt suchen aber jetzt Forscher nach speziell gegen das Virus gerichtete Behandlungsmethoden. Auch suchen sie nach Möglichkeiten, dagegen zu impfen. Die medizinische Behandlung von Personen, die an dem Virus erkrankt sind, erfolgt wie bisher mit den bekannten Behandlungsmethoden für die jeweiligen Krankheitszeichen. Es wird also z.B. der Husten mit einem Mittel gegen den Hustenreiz behandelt oder Fieber mit einem Mittel, das im allgemeinen das Fieber senkt.
 
Besonders wichtig ist aber immer: Man soll sich nicht verrückt machen, auch nicht von anderen verrückt machen lassen! Weil es eine neue Krankheit ist und noch nicht viel darüber bekannt ist, müssen wir alle akzeptieren, dass noch nicht alles gut und perfekt ablaufen kann. Und es gibt auch noch nicht auf alle Fragen schon Antworten. Deswegen ist es ganz wichtig, dass alle sich genau an die Empfehlungen zur Sauberkeit, zum Abstand von anderen und an Anweisungen von Ärzten und Behörden halten!
 
Das Aufklärungspapier über das Coronavirus in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.

Fehlender Zugang zu gesundheitlichen Informationen über das Coronavirus in Gebärdensprache und mit Untertiteln

06. März 2020

Viele Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen sind derzeit wegen des Coronavirus besorgt und verunsichert. Sie stoßen durchgehend auf Barrieren, angefangen bei der Ansteckung. Ganz nach dem Vorbild der Ansteckungskette handelt es sich um eine regelrechte Barrierekette! Ein Videofilm des Vereins „Gemeinschaft, Inklusion, Bildung sind da“ (GIBDA e. V.) gibt dem Protest Ausdruck. Der Film mit dem Titel „Coronavirus – Risiken durch Ignoranz in punkto Aufklärung in Gebärdensprache“ in Deutscher Gebärdensprache und mit Ton und Untertiteln findet weite Verbreitung.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat auf seiner Website über das Coronavirus informiert und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am 04.03.2020 eine Regierungserklärung zur Bekämpfung des Coronavirus abgegeben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) klärt auf seiner Website ausführlich über COVID-19 auf. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus auf ihrer Website veröffentlicht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat auf seiner Website den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ veröffentlicht. Das Auswärtige Amt (AA) stellt auf seiner Website Informationen über das Coronavirus für Reisende bereit.

All diese sehr wesentlichen Gesundheitsinformationen sind jedoch nur in deutscher Schriftsprache und deutscher Lautsprache verfügbar. Sie sind nicht barrierefrei bzw. für Gehörlose und andere Menschen mit Hörbehinderungen nicht zugänglich, da die deutsche Schrift- und Lautsprache für sie eine Fremdsprache ist. Dies widerspricht der Notwendigkeit, dass sie in der Lage sein müssen, rechtzeitig zugängliche Informationen in Deutscher Gebärdensprache, ihrer Muttersprache, und mit Untertiteln zu erhalten, um bestmöglich für die eigene Gesundheit zu sorgen und die Ausbreitung von Infektionen zu minimieren.

Durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0), die EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Webseiten und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen und durch die Artikel 8, 9, 11, 21 und 25 der UN-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet, die Zugänglichkeit zu gesundheitlich relevanten Informationen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln sicherzustellen. Alle fünf Bundesbehörden (BMG, RKI, BZgA, BBK und AA) dürfen laut BGG nicht benachteiligen bzw. diskriminieren. Dies tun sie jedoch in unserem aktuellen Fall. Sie müssen sich umgehend mit der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit in Verbindung setzen und für Abhilfe sorgen.

Andere Länder, z. B. Italien, Österreich und die USA haben bereits umgesetzt, dass Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort bei Pressekonferenzen eingesetzt und live im Fernsehen bzw. Internet übertragen werden. Das sind vorbildhafte Beispiele.

Daher appelliert der Deutsche Gehörlosen-Bund an alle öffentlichen Stellen des Bundes, alle lebenswichtigen Informationen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln auf den Webseiten sowie über die sozialen Medienkanäle (Facebook, Twitter, Instagram) zur Verfügung zu stellen und alle übertragenen öffentlichen Ankündigungen, z. B. Pressekonferenzen, mit Live-Untertiteln zu versehen. Diese Informationen müssen zudem von qualifizierten Gebärdensprachdolmetscher/-innen vor Ort bereitgestellt werden.

Wir haben fünf Bundesbehörden in den letzten Tagen bereits angerufen und kontaktiert, doch stehen die konkreten Antworten zugunsten der besorgten gehörlosen Mitbürger/-innen bisher noch aus. Mit dieser Stellungnahme möchten wir auf unsere verbrieften Rechte hinweisen. Ansonsten sehen wir uns gezwungen, Anträge auf die Einleitung eines Schlichtungsverfahrens bei der Schlichtungsstelle nach § 16 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (BGG) einzureichen, um weitere Abhilfe zu erreichen.

Die Stellungsnahme 03/2020 in pdf-Datei können Sie herunterladen und gerne weiterleiten.