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Worauf muss ich in einem verdolmetschten Gespräch achten?

Die Situation mit einem Dolmetscher ist für Sie wahrscheinlich neu und ungewohnt. Das Hinzuziehen eines Dolmetschers bedeutet nicht automatisch, dass es keine kommunikativen Schwierigkeiten mehr geben könnte. Damit ein Gespräch mit Dolmetscher für beide Seiten zufriedenstellend verläuft, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

Sitzordnung und Beleuchtung

Klären Sie vor Beginn des Gesprächs, wo die Beteiligten sitzen sollen. Am besten sitzt der Dolmetscher neben Ihnen und dem Patienten gegenüber. So kann der Patient ihn gut sehen und hat Sie gleichzeitig in seinem Blickfeld. Achten Sie auf gute Beleuchtung.

Gesprächspartner ist der Patient

Ihr Gesprächspartner ist und bleibt der gehörlose Patient – nicht der Dolmetscher. Wenden Sie sich immer dem Patienten zu und sprechen Sie ihn direkt an. Vermeiden Sie unbedingt eine indirekte Anrede über den Dolmetscher („Sagen Sie ihr, dass…“). Fragen Sie den Dolmetscher nicht nach seiner Meinung und bitten Sie ihn niemals, dem Patienten etwas zu erklären.

Blickkontakt mit dem Patienten

Schauen Sie im Gespräch den gehörlosen Patienten an und nicht den Dolmetscher. Lassen Sie sich nicht dadurch irritieren, dass der gehörlose Patient nicht Sie ansieht, während sie reden. Um zu verstehen, was Sie sagen, muss er den Dolmetscher anschauen.

Übergabe nur an den Patienten

Sollten Sie Medikamente oder Dokumente für den Patienten haben, reichen Sie sie ihm nur direkt und nicht dem Dolmetscher.

Im Team dolmetschen

Bei längeren Gesprächen oder Vorträgen (mehr als 60 Minuten) arbeiten stets zwei Dolmetscher im Team zusammen. So können sie sich gegenseitig abwechseln und über einen längeren Zeitraum eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Verdolmetschung sicherstellen. Diese Doppelbesetzung ist notwendig und sollte bei der Bestellung von Dolmetschern gegebenfalls berücksichtigt werden.

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