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Liebe Ärzte1 und Fachleute im Gesundheitswesen,

Rudolf Sailer

Menschen mit Hörbehinderung werden bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen mit kommunikativen Barrieren konfrontiert. Die erschwerte Verständigung zwischen Arzt und Patient hat häufig Missverständnisse, Informationsdefizite und eine große Verunsicherung bei den Betroffenen zur Folge, was die Gesundheit der Patienten gefährden kann. Oft fehlt Medizinern die Erfahrung im Umgang mit gehörlosen Menschen und nur selten beherrschen Ärzte oder Pflegepersonal die Deutsche Gebärdensprache.

Eine funktionierende Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem gehörlosen Patienten ist die Voraussetzung für ein vertrauensvolles Verhältnis und eine erfolgreiche Behandlung. Die Verantwortung für diesen Erfolg liegt bei allen Beteiligten.

Der Umgang mit gehörlosen Patienten oder mit gehörlosen Angehörigen ist für Sie wahrscheinlich eine neue und ungewohnte Situation. Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern für den Umgang mit Gehörlosen und anderen Menschen mit Hörbehinderung eine Hilfestellung geben. Einführende Informationen finden Sie darin ebenso wie konkrete Tipps, wie Sie in der Praxis oder im Krankenhaus auf die Bedürfnisse Ihrer Patienten oder von Angehörigen mit Hörbehinderung eingehen können.

Diese Broschüre wird ergänzt durch einen Flyer für gehörlose Patienten mit Tipps für die Kommunikation mit Ärzten. Der Flyer ist, wie diese Broschüre auch, online verfügbar. Wir hoffen, dass sich die Situation gehörloser Patienten durch die bundesweite Verbreitung unserer Materialien in Zukunft stetig verbessern wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr

Rudolf Sailer
Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.

1 Im Sinne einer besseren Lesbarkeit der Texte wurde von uns die männliche Form von personenbezogenen Hauptwörtern gewählt. Dies impliziert keinesfalls einen Ausschluss des weiblichen Geschlechts. Alle Menschen, egal welchen Geschlechts, mögen sich von den Inhalten dieser Broschüre gleichermaßen angesprochen fühlen.

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